Syrien-Gespräche: Steinmeier fürchtet Rückschlag

Außenminister Steinmeier fürchtet nach dem Abschuss der russischen Militärflugzeugs einen Rückschlag in Syrien. Russland gibt eine Reisewarnung für die Türkei heraus.
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Außenminister Frank-Walter Steinmeier bei einem Statement am 6. November 2015 in BerlinFoto: Mika Schmidt-Pool/Getty Images
Epoch Times24. November 2015

"Wir wissen noch nicht genau, wie es zu diesem Abschuss gekommen ist", sagte Steinmeier am Dienstag. "Aber die Reaktionen in Moskau und Ankara zeigen: Das ist ein ernster Zwischenfall."

Vieles hänge jetzt davon ab, wie die weiteren Reaktionen in Moskau und Ankara aussehen. "Ich hoffe, dass beide Hauptstädte direkt miteinander ins Gespräch kommen und dass man dort um die eigene Verantwortung weiß, wenn es um Reaktionen und Gegenreaktionen geht", so Steinmeier weiter.

Russland gibt Reisewarnung für die Türkei heraus

Nach Angaben der deutschen Wirtschaftsnachrichten hat der russische Außenminister Lawrow eine Reise-Warnung für die Türkei herausgegeben. Er sagte, die Gefahr „terroristischer Zwischenfälle auf türkischem Boden“ sei nicht geringer als in Ägypten. Deshalb sei davon abzuraten, sich zu Urlaubs- oder anderen Zwecken in die Türkei zu begeben.

Er kündigte gleichfalls an, dass er sich wegen der „wachsenden terroristischen Gefahr“ in der Türkei entschieden hat, ein Mittwoch geplantes Treffen mit dem türkischen Außenminister Feridun Sinirlioglu in Istanbul abzusagen.

Am Dienstag war ein russisches Kampfflugzeug nahe der türkisch-syrischen Grenze abgeschossen worden. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums habe der Militärjet den türkischen Luftraum nicht verletzt und sei über syrischem Staatsgebiet abgeschossen worden. Man könne beweisen, dass die Maschine ausschließlich über Syrien flog und nicht in den Luftraum der Türkei eingedrungen sei, hieß es.

Die türkische Luftwaffe teilte ihrerseits mit, dass die Besatzung des Kampfflugzeugs vor dem Abschuss mehrfach gewarnt worden und dass die Maschine in den türkischen Luftraum eingedrungen sei. Russland geht derzeit ebenso wie zahlreiche andere Länder, darunter die USA und Frankreich, mit Luftangriffen gegen den "Islamischen Staat" (IS) in Syrien vor. (dts)



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