„Tag der Befreiung“: Angela Merkel würdigt D-Day

Epoch Times6. Juni 2014 Aktualisiert: 6. Juni 2014 20:41

"Tag der Befreiung" nannte die Kanzlerin Angela Merkel die Landung der Alliierten in der Normandie vor 70 Jahren. Dieser Tag soll ein Ansporn sein, um gemeinsam für das Gelingen Europas einzutreten. "Für ein Europa, in dem die Stärke des Rechts und nicht das Recht des Stärkeren gelte", schrieb die Bundeskanzlerin in einem Beitrag für die französische Zeitung "Ouest France".

Erst im Jahr 2004 hat erstmals ein deutscher Kanzler an den Feierlichkeiten zum D-Day teilgenommen. Damals war dies Gerhard Schröder. Bis zu diesem Zeitpunkt gab es ein tief gespaltenes Verhältnis zwischen den Deutschen und dem D-Day und es nahmen ausschließlich westliche Siegermächte an der Feier teil.

Die Bundeskanzlerin gedachte bei einem Besuch in der Stadt Ranville der tausenden Toten bei der Landung der Alliierten. Deutschland könne "dankbar" sein, "dass die Allierten solche Opfer erbracht haben, um eines Tages die Befreiung vom Nationalsozialismus durchzusetzen", sagte Merkel bei einem Besuch in der nordfranzösischen Gemeinde Ranville.

"Der 6. Juni ist ein Tag der Befreiung, aber auch der Demut und Dankbarkeit angesichts der gewaltigen Opfer, zu denen die Alliierten bereit waren", erklärte Merkel.

Hunderttausende Menschen hätten hierfür den höchsten Preis gezahlt. Sie seien nie zu ihren Familien zurückgekehrt.

"Die Einigung Europas war, ist und bleibt die einzig überzeugende Antwort auf die allzu leidvolle Geschichte unseres Kontinents", erklärte Merkel und fügte hinzu, dass die alten, gefährlichen Denkmuster keineswegs zur Gänze in die Geschichtsbücher verbannt seien. Wie schnell Friede und Freiheit in Gefahr gerieten, zeige derzeit der Ukraine-Konflikt, so Merkel. (Quelle jungefreiheit/so)

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