„Tagesschau“ schweigt zu Ellwangen – Meuthen: Aufständische Afrikaner für Tagesschau unbedeutend?

Epoch Times3. May 2018 Aktualisiert: 3. Mai 2018 22:13
Angesichts des Afrikaner-Aufstands von Ellwangen rät AfD-Chef Jörg Meuthen zur Analyse der "Tagesschau" durch die Zuschauer, die er durch "allerlei Meldungen aus dem Ausland ins Wachkoma gesendet" sieht, während wichtige nationalen Themen nicht berichtet werden. Zwischen den Nachrichtenportalen im Internet und der "Tagesschau" klaffe oft eine riesige Lücke, so Meuthen.

Am heutigen Donnerstagmorgen, 3. Mai 2018, berichtete die „Tagesschau in 100 Sekunden“ um 8.35 Uhr wieder zusammenfassend von wichtigen Themen: Cambridge-Analytica-Insolvenz, Entführung einer Rot-Kreuz-Mitarbeiterin in Somalia, Trump-Zahlungen an Porno-Darstellerin, Absturz einer Militärmaschine in Georgia/USA, FC Liverpool steht im Finale der Champions League und das Wetter.

Auch um 9 Uhr ging es um Georgia, Campbridge, Somalia, die Lizenzen der Hubschrauberpiloten der Bundeswehr und das Wetter. Selbst beim ersten Thema, Seehofers härteren Abschieberegeln – da hätte es doch passen können – wurde nichts über die gewaltsame Befreiung eines abzuschiebenden Togolese in der Nacht zum Montag in Ellwangen berichtet.

Flüchtlings-Aufstand gegen Abschiebung

Eine Meute von bis zu 200 Afrikanern umstellte die Polizei und erzwang die Herausgabe der Schlüssel für die Handschellen des abzuschiebenden Yussif O. (23) aus der westafrikanischen Republik Togo. Danach musste die Polizei abziehen, der Asylbewerber tauchte unter.

Der Vizepräsident des Polizeipräsidiums Aalen, Bernhard Weber, kündigte am Mittwoch an, dass die Polizei das Recht durchsetzen und ihrem Auftrag „konsequent nachgehen“ werde.

Das Polizeipräsidium Aalen führt seit 5.15 Uhr sowohl mit eigenen als auch unterstellten Kräften des Polizeipräsidiums Einsatz und des Landeskriminalamts einen Einsatz in der Landeserstaufnahmeeinrichtung durch.“

(Polizeibericht vom Donnerstag, 3. Mai, 5.39 Uhr)

Auch Stunden später war nichts davon über die „Tagesschau“ zu erfahren, auch nicht, nachdem die Polizei um 8.35 Uhr darüber ausführlich berichtete, dass sie „mit starken Kräften sowie starker Unterstützung des PP Einsatz und Spezialisten des LKAs“ zum Großeinsatz in der Landeserstaufnahme war.

Auslösender Grund dieser Maßnahme ist die sichere Annahme, dass sich Straftäter innerhalb der LEA aufhalten, die an den begangenen Straftaten am Montag beteiligt waren. In der Nacht auf Donnerstag konnten zudem konkrete Erkenntnisse auf eine Person ermittelt werden, die an den Vorfällen vom Montag beteiligt gewesen sein soll.“

(Polizeibericht vom Donnerstag, 3. Mai, 8.35 Uhr)

Afrikaner drohten mit Bewaffnung

Es hatte nach Polizeiangaben Hinweise gegeben, dass die Bewohner planten, sich bei „zukünftigen Polizeieinsätzen zusammenzuschließen und zu organisieren“, um die behördlichen Maßnahmen zu verhindern und zwar „nicht nur wieder in ähnlicher Form“, sondern durch Bewaffnung.

In diesem Zusammenhang suchte die Polizei bei der Razzia im Asylheim auch nach Waffen und gefährlichen Gegenständen. Zudem sollen 18 notorische Unruhestifter in andere LEAs verlegt werden. Unter diesen soll sich auch der derzeit untergetauchte Togolese (23) befinden, der in der Nacht auf Montag nach Italien abgeschoben werden sollte.

Einem durch die jüngsten Ereignisse drohenden rechtsfreien Raum in der Landeserstaufnahmeeinrichtung gilt es frühzeitig entgegenzuwirken und zu verhindern. Die Aufrechterhaltung der Rechtsstaatlichkeit hat oberste Priorität.“

(Polizeipräsidium Aalen)

Beim Großeinsatz in der Landeserstaufnahme am Donnerstagmorgen wurden mehrere Menschen verletzt. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur sprangen Flüchtlinge aus den Fenstern der Flüchtlingsunterkunft. Dabei hätten einige von ihnen Blessuren erlitten, heißt es. Auch drei Polizeibeamte seien leicht verletzt worden.

Nach letzten Meldungen wurde Yussuf O. inzwischen gefasst. Der 23-Jährige sei in Gewahrsam genommen worden, teilten die Beamten am Donnerstag mit. Er wurde demnach in der Unterkunft in seinem Zimmer angetroffen.

Schuster: Rote Linie täglich überschritten

Gegenüber „Focus Online“ forderte CDU-Innenpolitiker Armin Schuster, auch Vorsitzender des Untersuchungsausschusses zum Anschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz, ein härteres Durchgreifen der Sicherheitsbehörden:

In unserem Rechtsstaat gibt es eindeutige rote Linien, die mittlerweile beinahe täglich von Asylbewerbern vorsätzlich überschritten werden.“

(Armin Schuster, Obmann im Innenausschuss des Bundestags)

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Schuster warnte davor, solche Entgleisungen tolerant zu entschuldigen und forderte „politische Rückendeckung auf allen Ebenen“ für ein härteres Vorgehen der Polizei.

Meuthen: „Aufständische Afrikaner“ für „Tagesschau“ unbedeutend?

Doch offenbar ist der Fall für die „Tagesschau“ nicht bedeutend genug oder von Interesse für ihre Zuschauer in Deutschland, wie der AfD-Bundesvorsitzende Jörg Meuthen auf Facebook anprangerte:

Keine Frage, gegen diese wahrhaft bahnbrechende Meldung aus Armenien, auf die wir alle sehnsüchtig hingefiebert haben, kann die Kapitulationserklärung des deutschen Rechtsstaats gegenüber einem gewalttätigen, erpresserischen Mob aus 200 Afrikanern natürlich nicht ankommen.“

(Jörg Meuthen, AfD)

Meuthen fragte an die „Tagesschau“-Zuschauer gerichtet, ob es ihnen wichtig gewesen wäre, in den ARD-Hauptnachrichtensendungen „über jenen ungeheuerlichen Vorfall aus Ellwangen informiert zu werden“ und dass die Polizei nach „Festnahme eines Abschiebekandidaten vor zwei Hundertschaften aufständischer Afrikaner“ zurückweichen musste und zur Herausgabe der Schlüssel für die Handschellen gezwungen wurde, da „sonst eine STÜRMUNG der Diensträume erfolge“?

Werden „Tagesschau“-Zuschauer eingelullt?

Offenbar ist für die Redakteure der ARD die Kapitulation der staatlichen Ordnung und des Rechtsstaats nur von „regionaler Bedeutung“, wie Meuthen vermutet und damit auf die Berichterstattung der ARD zur Vergewaltigung und Ermordung der Freiburger Medizinstudentin Maria Ladenburger (19) anspielte, jenes „fürchterliche Mordverbrechen des Hussein K. in Freiburg“.

Der abendliche Fernsehzuschauer wird mit allerlei Meldungen aus dem Ausland ins Wachkoma gesendet, während die eigentlich wichtigen, konfliktbeladenen und für unser aller Zukunft entscheidenden Themen des Inlands weitgehend unter den medialen Teppich gekehrt werden.“

(Jörg Meuthen, AfD)

Meuthen rät zur Analyse

Anschließend rät Jörg Meuthen zur Analyse der „Tagesschau“-Berichterstattung und wie viele Minuten Sendezeit für „mäßig interessante“ Auslands-Themen verwendet würden.

Diese Inhalte könne man dann mit den im Laufe des Tages veröffentlichten Inhalten der Nachrichtenportale im Internet vergleichen. „Sie werden sehen: Da klafft oft eine riesige Lücke.“

Meuthen fordert deshalb: „Deutschland und seine innenpolitischen Themen müssen in den Nachrichten grundsätzlich Vorrang haben.“

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