Thüringen plant „geschlechtergerechte“ Behördensprache: Widerstand gegen Gender-Initiative

Epoch Times6. Mai 2016 Aktualisiert: 7. Juli 2016 18:15
In Thüringen soll die Behördensprache "geschlechtergerecht" umgestaltet werden. Das Vorhaben stoßt jeodch auf heftige Kritik. Die Gesellschaft solle durch "diesen teuren Gender-Unfug" weitreichend verändert werden, kritisiert die AfD.

Die Landesregierung in Thüringen will die Behördensprache "geschlechtergerecht" umgestalten. Statt "Bürger" sollen es künftig "Bürgerinnen und Bürgern" heißen. Aus "Studenten" soll in Zukunft "Studierende" und aus "Teilnehmer" dann "Teilnehmende" gemacht werden. Dies berichtet die Wochenzeitung Junge Freiheit

Demnach habe die Gleichstellungsbeauftragte des Landes im April den Vorschlag gemacht, und Landessozialministerin Heike Werner (Linkspartei) werde dazu eine entsprechende Kabinettsvorlage einbringen.

Doch die Pläne der rot-rot-grünen Regierung stoßen auf Widerstand. Der gleichstellungspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Henry Worm, sagte laut JF: "Geschlechtergerechtigkeit wird bestimmt nicht dadurch hergestellt, daß man die Türschilder oder Briefköpfe irgendwelcher Behörden austauscht".

Sollte es aber wirklich zu diesem Kabinettsbeschluss kommen, der "solche Auswüchse wie die Umbenennung des Thüringer Studentenwerks in Studierendenwerk annimmt" werde seine Fraktion dies ablehnen und an die "Vernunft der Landesregierung" appelieren, betonte Worm.

Außerdem, so der CDU-Mann, werde die Fraktion die Kosten für dieses Projekt erfragen.

Das Vorhaben wurde auch von seiten der Alternative für Deutschland Fraktion im Landtag kritisiert. Die AfD nannte den Plan eine "Vergewaltigung der deutschen Sprache", so die Zeitung weiter. Die gleichstellungspolitische Sprecherin, Corinna Herold, meinte, die Behördentexte die für die Bürger bereits jetzt kaum zu verstehen seien, würden durch die Gender-Vorgaben noch unverständlicher.

Herold sagte laut JF auch, dass das Ministerium und die Gleichstellungsbeauftragte mit ihren "Empfehlungen für gendersensible Sprache" Gesetze umsetze, die bereits unter CDU Regierung beschlossen worden seien, und dass der Union bis heute nicht klar wäre, "wie weitreichend die Gesellschaft durch diesen teuren Gender-Unfug verändert werden soll". (so) 

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