Tief „Egon“: Umgestürzte Bäume, Orkanböen und Schneechaos über Nacht in Deutschland

Epoch Times13. Januar 2017 Aktualisiert: 13. Januar 2017 11:18
Das Orkan-Tief "Egon" hat in der Nacht zu Freitag in ganz Deutschland Verwüstungen angerichtet. Bäume stürzten um, Bahnstrecken wurden gesperrt und LKWs quergestellt. Schadensmeldungen kommen aus mehreren Bundesländern.

Umgestürzte Bäume, gesperrte Bahnstrecken und Schnee auf den Straßen werden heute morgen gemeldet: Von Westen her hat Tief „Egon“ heute Nacht Deutschland erreicht.

Niedersachsen, Brandenburg und Emsland

Am Morgen hat „Egon“ in Teilen Niedersachsens den Verkehr lahmgelegt. In Niedersachsen fällt am Freitag in einigen Regionen die Schule aus. Die Landkreise Emsland und die Grafschaft Bentheim weisen auf ihrer Webseite auf die Schulausfälle hin. Schulausfälle wurden auch aus den Landkreisen Lüchow-Dannenberg sowie Kreis und Stadt Uelzen und Stadt und Kreis Lüneburg gemeldet.

Mit Schneeregen und ersten Windböen wurden auch Berlin und Brandenburg erreicht, so die Deutsche Presseagentur. Im Emsland kam es bereits zu Unfällen. Laster stellten sich quer und Autos rutschten in Gräben.

Einschränkungen auf ICE-Strecken

Betroffen war auch der Bahnverkehr. Die Strecke zwischen Hannover und Bremen musste wegen Unwetterschäden gesperrt werden. Die Bahn drosselte die Höchstgeschwindigkeit der ICE zudem bis auf weiteres auf Tempo 200. Dadurch verlängert sich die Fahrzeit um 10 bis 20 Minuten, wie die Deutsche Bahn meldet. Von den Einschränkungen sind folgende Strecken betroffen, wie “Focus-Online” meldet:

Hamburg – Berlin

Hannover – Berlin

Hannover – Würzburg

Mannheim – Stuttgart

Köln – Frankfurt (M)

Nürnberg – Ingolstadt – München

Erfurt – Halle (Saale) / Leipzig

Streckensperrungen bei der Bahn

Die Strecke Hannover-Bremen musste wegen Unwetterschäden gesperrt werden, zwischen Frankfurt und Würzburg gab es ebenfalls Sperrungen, auch die Strecke zwischen Karlsruhe und Mannheim war betroffen. Auch in Hessen und Bayern wurden Strecken gesperrt.

Stromausfälle im Saarland

Der starke Sturm hat auch zu Verkehrsbehinderungen und Stromausfällen im Saarland geführt, so die Deutsche Presseagentur. „Wir haben seit Mitternacht massive Probleme mit dem Sturm“, sagte ein Sprecher des Lagezentrums in Saarbrücken. Bäume seien auf Straßen und Leitungen gestürzt, erklärte er. Größere Unfälle habe es aber zunächst nicht gegeben. Von Westen soll der Sturm im Laufe der Nacht weiter über Deutschland ziehen und vielerorts starken Schneefall bringen.

In der Nacht hatte das Tief Deutschland von Westen her erreicht. Der Deutsche Wetterdienst warnte vor Unwettern in mehreren Bundesländern.

Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg musste die Polizei in der Nacht auf Freitag 400 Mal ausrücken, wie „Focus-Online“ meldet. Es ging überwiegend um umgestürzte Bäume, umgewehte Bauzäune und Verkehrsschilder, die der Sturm mitriss, wie Sprecher aus zwölf  Polizeipräsidien am Freitagmorgen mitteilten.

Aus Heilbronn wurden die meisten Einsätze gemeldet, dort rückte die Polizei ab 0:00 Uhr allein 126 Mal aus. Die Zustände auf den Straßen sei zum Teil chaotisch gewesen. Meist wurden keine Menschen bei den Unfällen verletzt. Im Schwarzwald-Baar-Kreis kamen in der Nacht mehrere Lastwagen wegen Eisglätte zum Stehen. (dpa/dk)

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN