Jürgen TrittinFoto: über dts Nachrichtenagentur

„Transatlantische Klimainitiative“: Grüne fordern Klima-Neustart mit Biden-Regierung

Epoch Times22. Januar 2021 Aktualisiert: 22. Januar 2021 7:47
Mit Donald Trump hatten die USA einen Präsidenten, der die vermeintliche Erderhitzung höchst gelassen betrachtete. Sein Nachfolger Biden zeigt deutlich mehr Ehrgeiz beim Klimaschutz. Das sollten sich Deutschland und Europa zu Nutze machen, fordern die Grünen.

Mit dem Start der neuen US-Regierung unter Präsident Joe Biden erhoffen die Grünen sich neuen Schwung für die Klimapolitik.

„Jetzt kann eine neue Zeit für den globalen Klimaschutz anbrechen“, sagte die klimapolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Lisa Badum, der dpa. „Deutschland muss nun die Chance ergreifen und den USA Vorschläge zu einer Neubelebung der transatlantischen Partnerschaft in der Klimapolitik unterbreiten.“

Nur wenige Stunden nach seiner Amtsübernahme hatte Biden die Rückkehr der Vereinigten Staaten ins Pariser Abkommen von 2015 eingeleitet. Sein Vorgänger Donald Trump hatte den Austritt erklärt. Nach Bidens Kehrtwende könnten die USA ab 19. Februar wieder Vertragspartei sein. Ziel des Abkommens ist es, die Überhitzung der Erde zu stoppen und gefährliche Folgen wie Stürme, Überschwemmungen und Dürren zu begrenzen. Der Grünen-Bundestagsabgeordnete und Außenpolitiker Jürgen Trittin frohlockte: „Die USA wollen endlich vom Bremser zum Antreiber im Klimaschutz werden.“

Druck auf die Bundesregierung

Wie die künftige klimapolitische Zusammenarbeit aussehen könnte, dazu hat die Berliner Denkfabrik Adelphi eine Analyse im Auftrag der Grünen-Fraktion erstellt. Die erarbeiteten acht konkreten Vorschläge machen die Abgeordneten sich zu eigen.

Eine wichtige Wegmarke ist dabei die nächste internationale Klimakonferenz im schottischen Glasgow im November. Spätestens dort sollen die Vertragsstaaten aktualisierte Klimaschutzpläne vorlegen. Am besten schon vorher könnten Europa und die USA Leitlinien für klimafreundlich ausgestaltete Konjunkturprogramme nach der Corona-Krise vorlegen, schlagen die Experten unter anderem vor. Weitere Ideen: gemeinsame Konzepte zur weiterreichenden Bepreisung klimaschädlichen Kohlenstoffs sowie ein Vorstoß im Kreis der G20-Staaten zur Abschaffung staatlicher Subventionen für fossile Energieträger.

„Jetzt liegen von uns Vorschläge auf dem Tisch, wie Deutschland und die USA in der Klimapolitik zusammenarbeiten können“, sagte Badum. „Das Zeitfenster ist klein. Deshalb werden wir jetzt Druck auf die Bundesregierung machen, damit wir in Sachen internationaler Klimaschutz gemeinsam mit den USA vorankommen.“

Nach Einschätzung Trittins sind innere Widersprüche und die Zerrissenheit der USA die größten Probleme, vor denen die Biden-Regierung steht. Investitionen in Klima und Infrastruktur könnten aber helfen, die Corona-Rezession zu überwinden. „Damit Fortschritte beim Klimaschutz nicht unter Verweis auf ausländische Konkurrenz blockiert werden, braucht es internationale Zusammenarbeit“, betonte er. „Gerade mit knappen Mehrheiten im Senat und der Stärke der fossilen Lobbys hat Europa eine Verantwortung zur Kooperation. Deshalb brauchen wir eine transatlantische Klimainitiative.“ (dpa)


Unterstützen Sie unabhängigen und freien Journalismus

Danke, dass Sie Epoch Times lesen. Ein Abonnement würde Sie nicht nur mit verlässlichen Nachrichten und interessanten Beiträgen versorgen, sondern auch bei der Wiederbelebung des unabhängigen Journalismus helfen und dazu beitragen, unsere Freiheiten und Demokratie zu sichern.

Angesichts der aktuell schwierigen Zeit, in der große Tech-Firmen und weitere Player aus dem digitalen Werbemarkt die Monetarisierung unserer Inhalte und deren Verbreitung einschränken, setzt uns das als werbefinanziertes Nachrichten-Portal unter großen Druck. Ihre Unterstützung kann helfen, die wichtige Arbeit, die wir leisten, weiterzuführen. Unterstützen Sie jetzt Epoch Times indem Sie ein Abo abschließen – es dauert nur eine Minute und ist jederzeit kündbar. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Monatsabo ab 7,90 Euro Jahresabo ab 79,- Euro

Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Unsere Buchempfehlung

Die Umweltbewegung benutzt mit sensationeller Rhetorik den aufrichtigen Wunsch der Menschen, die Umwelt zu schützen. Allerdings treiben verschiedene Akteure den Umweltschutz auf die Spitze und verabsolutieren das harmonische Zusammenwirken der menschlichen Gesellschaft mit der natürlichen Ökologie.

Was viele dabei nicht erkennen, ist, wie Kommunisten diesen neuen „Ökologismus“ benutzen, um sich als moralisch überlegen darzustellen und ihre eigene Agenda voranzutreiben. Auf diese Weise wird der Umweltschutz in hohem Maße politisiert, ins Extrem getrieben und sogar zu einer Pseudoreligion.

Irreführende Propaganda und verschiedene politische Zwangsmaßnahmen gewinnen die Oberhand, wobei sie das Umweltbewusstsein in eine Art „Kommunismus light“ verwandeln. „Öko und die Pseudoreligion Ökologismus“ wird im Kapitel 16 des Buches „Wie der Teufel die Welt beherrscht“ analysiert.

Jetzt bestellen – Das dreibändige Buch ist sofort erhältlich zum Sonderpreis von 50,50 Euro im Epoch Times Online Shop

„Wie der Teufel die Welt beherrscht“ untersucht auf insgesamt 1008 Seiten historische Trends und die Entwicklung von Jahrhunderten aus einer neuen Perspektive. Die Autoren analysieren, wie der Teufel unsere Welt in verschiedenen Masken und mit raffinierten Mitteln besetzt und manipuliert hat.

Gebundenes Buch: Alle 3 Bände für 50,50 Euro (kostenloser Versand innerhalb Deutschlands); Hörbuch und E-Book: 43,- Euro.

Weitere Bestellmöglichkeiten: Bei Amazon oder direkt beim Verlag der Epoch Times – Tel.: +49 (0)30 26395312, E-Mail: [email protected]

Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

In letzter Zeit beobachten wir, wie Hacker immer wieder beliebige Nicks verwenden und üble Kommentare unter eben diesen Namen schreiben. Trolle schrecken nicht davor zurück, das Epoch Times Logo als Profilbild sich anzueignen und ebenfalls die Kommentarfunktion auf schlimmste Weise zu missbrauchen.

Aufgrund der großen Menge solcher Angriffe haben wir uns entschieden, einen eigenen Kommentarbereich zu programmieren, den wir gut kontrollieren können und dadurch für unsere Leser eine wirklich gute Kommentar-Umgebung schaffen können.

In Kürze werden wir diese Kommentarfunktion online stellen. Bis dahin bitten wir Sie noch um etwas Geduld.


Ihre Epoch Times - Redaktion