Der TÜV meldet sich zu Corona-Schutzmaßnahmen in Bussen zu Wort.Foto: iStock

TÜV-Verband erstellte technische Hinweise zu Corona-Schutzmaßnahmen in Bussen

Epoch Times27. September 2020 Aktualisiert: 27. September 2020 7:14
"Bastellösungen" aus transparenter Folie zum Schutz von Busfahrern gegen Covid-19-Infektionen werden vom TÜV scharf kritisiert. Erlaubt sind professionelle Trennscheiben. Und die Frischluftzufuhr sei wichtig.

Der TÜV-Verband hat „Bastellösungen“ aus transparenter Folie zum Schutz von Busfahrern gegen Covid-19-Infektionen scharf kritisiert. „Der freie und äußerst wichtige Blick nach rechts wurde durch Falten und extreme Spiegelungen erschwert bis unmöglich gemacht“, zitiert die „Welt am Sonntag“ aus dem „Bus-Report“ des Verbandes. „Dass es infolgedessen nicht zu schwersten Unfällen kam, dürfte purer Zufall sein.“

Als erste Schutzmaßnahme gegen das Ansteckungsrisiko hatten viele Nahverkehrsunternehmen den Bereich der Fahrer provisorisch abgetrennt, mitunter mit durchsichtigen Duschvorhängen. Inzwischen werden in die Linienbusse professionelle Trennscheiben eingebaut, unter anderem auf Anregung der Prüfer.

„Der TÜV hat technische Anforderungen erarbeitet, wie Trennscheiben in Bussen und Taxis installiert werden können, um die Fahrer zu schützen und damit die Betriebserlaubnis der Busse nicht erlischt“, sagte der Leiter des Geschäftsbereichs Fahrzeug und Mobilität beim TÜV-Verband, Richard Goebelt, dem Blatt.

Diese Regelungen würden in den kommenden Wochen wohl auch gesetzlich festgeschrieben.

Frischluft empfohlen

Aus Sicht der Betreiber ist vor allem die Frischluftzufuhr entscheidend im Kampf gegen das Coronavirus. „Ein Luftaustausch mit Frischluft ist grundsätzlich besser als eine Luftfilterung beziehungsweise Umwälzung verbrauchter Luft“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen, Oliver Wolff, der „WamS“. Wenn sich an Haltestellen mehrere oder alle Türen öffnen, sei „eine sehr hohe und vor allem dauerhafte Frischluftzufuhr gewährleistet“.

Sonstige Sicherheitsgefahren bestünden praktisch nicht. „Der technische Zustand der Busse in Deutschland bewegt sich auf einem extrem hohen Niveau“, sagte TÜV-Experte Goebelt. Grundlage der Statistik sind 50.000 Hauptuntersuchungen aus 2018 und 2019, berichtet die Zeitung. (afp/dts)

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