Union und AfD verbessern sich im „Politbarometer“ um einen Prozentpunkt – SPD sinkt auf 15

Epoch Times22. Februar 2019 Aktualisiert: 22. Februar 2019 12:29
Für das "Politbarometer" befragte die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen von Dienstag bis Donnerstag 1226 Wahlberechtigte am Telefon. Der statistische Fehlerbereich liegt bei bis zu drei Prozentpunkten.

Die Union legt im neuen „Politbarometer“ leicht zu auf 31 Prozent (plus eins). Dagegen gibt der Koalitionspartner SPD im Vergleich zu der letzten Erhebung Anfang Februar um einen Punkt nach und kommt nun auf 15 Prozent, wie aus der Umfrage der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF von Freitag hervorgeht.

Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, könnte die AfD demnach einen Zugewinn um einen Punkt verbuchen und würde 13 Prozent erreichen. Die FDP käme auf sieben Prozent (minus eins), die Linke auf neun Prozent und die Grünen auf 20 Prozent (beide unverändert). Damit hätte eine Koalition aus CDU/CSU und Grünen weiterhin als einziges Zweier-Bündnis eine Mehrheit.

Der am Donnerstag veröffentlichten ARD-„Deutschlandtrend“ ergibt ein etwas anderes Bild, ein klarer Aufwärtstrend für die SPD ergibt sich aber auch hier nicht. Im Vergleich zur Vorwoche legten CDU/CSU und SPD hier jeweils einen Prozentpunkt zu. Wäre am Sonntag Bundestagswahl, erhielte die Union demnach 30 Prozent, die SPD 18 Prozent. Etwa gleichauf mit der SPD wären mit 18 Prozent die Grünen. Die AfD bekäme 12 Prozent. FDP und Linke erhielten je 8 Prozent der Stimmen.

Wolfgang Schäuble beliebtester Politiker

Auf der Liste der zehn wichtigsten Politikerinnen und Politiker gibt es keine größeren Veränderungen. An der Spitze liegt auf der Skala von plus fünf bis minus fünf Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) mit einem unveränderten Durchschnittswert von 1,5. Ihm folgen mit jeweils 1,4 Grünen-Chef Robert Habeck, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer. Auf Platz fünf folgt Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) mit 0,8. Im Negativbereich bleiben SPD-Chefin Andrea Nahles mit minus 0,4 und Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) mit minus 0,7.

Auch wenn es sich nicht in der Sonntagsfrage niederschlägt, kommt das neue Sozialstaatskonzept der SPD gut an: 77 Prozent der Befragten bewerten die Pläne der Sozialdemokraten positiv, nur 17 Prozent finden sie schlecht. Die SPD will unter anderem ein neues Bürgergeld statt des umstrittenen Hartz-IV-Systems sowie längere Bezugsmöglichkeiten für das Arbeitslosengeld I, von denen besonders ältere Arbeitnehmer profitieren sollen.

Dagegen findet die immer wieder auch parteiintern vorgetragene Forderung nach einem konservativeren Profil der CDU weder bei der Gesamtheit der Befragten noch bei den Unions-Anhängern eine mehrheitliche Unterstützung. Nur 34 Prozent aller Befragten und 41 Prozent der Anhänger von CDU/CSU sprechen sich dafür aus. Entsprechend glaubt auch nur eine Minderheit, dass ein konservativerer Kurs der CDU Erfolge bei Wahlen bringen würde.

Für das „Politbarometer“ befragte die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen von Dienstag bis Donnerstag 1226 Wahlberechtigte am Telefon. Der statistische Fehlerbereich liegt bei bis zu drei Prozentpunkten. (afp/dpa)

 

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