Standort von neuer Tesla-Fabrik in BrandenburgFoto: über dts Nachrichtenagentur

Unions-Wirtschaftsflügel begrüßt Tesla-Pläne für Batteriefabrik

Epoch Times1. Dezember 2020 Aktualisiert: 1. Dezember 2020 6:50

Der Unions-Wirtschaftsflügel verspricht sich von den Plänen Teslas, das künftige Werk des Elektroauto-Herstellers bei Berlin auch zur weltgrößten Batteriefabrik zu machen, einen positiven Effekt für den Autostandort Deutschland.

„Das Wesen unserer erfolgreichen sozialen Marktwirtschaft beruht darauf, dass sich die Besten miteinander messen und sich durch ständigen Konkurrenzkampf die besten Produkte durchsetzen. Wenn der Platz für diesen Wettkampf der Innovationen in Zukunft Deutschland sein wird, haben wir gewonnen“, sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Parlamentskreises Mittelstand, Christian von Stetten, dem „Handelsblatt“ (Dienstagausgabe, 1. Dezember).

Auch der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer wertet die Pläne als eine „sehr gute Nachricht“. „Mit Tesla kommt mehr Schwung nach Europa und unsere Autobauer werden schneller“, sagte Dudenhöffer.

Vielleicht schafft es unsere Bundesregierung bei so viel Zukunftsengagement auch mal über ein Ausstiegsdatum für den Verbrenner nicht nur nachzudenken, sondern, wie Boris Johnson in Großbritannien, mit konkretem Datum vorzugeben.“

Der Verbrennungsmotor im Pkw sei „ein totgerittenes Pferd“, sagte Dudenhöffer. „Schneller umsatteln hilft, schneller im Standort-Wettbewerb für die Zukunft zu sein.“ Die Kritik von Umweltschützern sieht Dudenhöffer gelassen.

Wenn jemand es schafft, eine Rakete wieder sauber landen zu lassen, schafft er es auch mögliche Umweltbeeinträchtigungen auszuschalten“, sagte er.

Deutschland sei aber das „Land der Bedenkenträger“, fügte er hinzu. „Also werden auch hier Proteste zu erwarten sein.“ Auch der FDP-Fraktionsvize Michael Theurer rechnet mit Protesten und womöglich auch Klagen gegen das Projekt. Er appellierte an die Grünen-Chefin Annalena Baerbock, sie solle ihre Parteifreunde und Sympathisanten der Grünen auffordern, nicht die Chance auf zigtausende Arbeitsplätze und Wohlstand in Brandenburg und Berlin durch „maßlose Proteste“ zu gefährden.

Dies sei auch eine Frage der Glaubwürdigkeit. „Am Sonntag Elektroautos als Lösung für den Klimaschutz anzupreisen, aber am Montag dagegen zu demonstrieren, passt einfach nicht zusammen“, sagte der FDP-Politiker. (dts)



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