UPDATE: Verpuffung in Teutschenthal – Experten suchen nach Grubenunglück die Ursache

Epoch Times8. November 2019 Aktualisiert: 9. November 2019 10:07
In einem ehemaligen Kalisalz-Bergwerk in Sachsen-Anhalt werden seit etlichen Jahren Hohlräume verfüllt, damit es nicht zu einem gefürchteten Gebirgsschlag kommt. Doch dabei gab es jetzt einen Unfall.

+++UPDATE  9. November, 10 Uhr +++

Nach der Verpuffung in der Grube Teutschenthal in Sachsen-Anhalt geht die Suche nach der Ursache am Wochenende weiter. Experten des Landesamtes für Geologie und Bergwesen hatten die Ursachenforschung unmittelbar nach dem Unglück am Freitag eingeleitet, wie das Wirtschaftsministerium mitteilte.

Bei der Verpuffung im Saalekreis waren ein 24 Jahre alter Mann leicht und ein 44-Jähriger schwer verletzt worden. Sie wurden unmittelbar nach dem Vorfall von der Grubenwehr geborgen. Zudem mussten mehr als 30 Männer mehrere Stunden unter Tage ausharren, bevor sie die Grube unbeschadet verlassen konnten.

Dass die Verletzten so schnell aus dem Unglücksbereich herausgebracht werden konnten, dürfte auch daran gelegen haben, dass Mitglieder der Grubenwehr selbst während des Unglücks mit unter Tage waren. Die Wehr hat 18 Mitglieder, alles Mitarbeiter der Grube Teutschenthal Sicherungsgesellschaft, wie eine Unternehmenssprecherin sagte. Einige der Männer waren zum Zeitpunkt der Verpuffung vor Ort.

Grund für die Verpuffung war nach ersten Erkenntnissen des Landesbergamtes ein explosives Gasgemisch, das sich in der Grube westlich von Halle gebildet hatte. Das in der Grube für die Verfüllung der Hohlräume verwendete Material stammt zum Teil aus Müllverbrennungsanlagen. „In dem Filterstaub ist auch Wasserstoff enthalten“, sagte Erik Fillinger, technischer Geschäftsführer, mit Blick auf Vermutungen des Landesbergamts, dass Wasserstoff bei der Verpuffung in der Grube eine Rolle gespielt haben könnte. Die jetzt laufenden Untersuchungen sollen klären, ob dies tatsächlich die Ursache war. (dpa)

+++UPDATE  8. November +++

Die nach einer Verpuffung in der Grube Teutschenthal in Sachsen-Anhalt zeitweise unter Tage eingeschlossenen Menschen sind alle befreit. Alle seien wohlbehalten, teilte die Polizei in Halle im Kurznachrichtendienst Twitter mit. Etwa 35 Menschen hatten nach dem Unglück zunächst in rund 700 Metern Tiefe unter Tage ausgeharrt. Sie befanden sich in Sicherungsräumen und waren mit Sauerstoff versorgt, wie ein Sprecher des Landesbergamts in Halle/Saale sagte. Bei der Verpuffung in der Grube waren nach ersten Erkenntnissen zwei Menschen verletzt worden.

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Im Versatzbergwerk der Grube Teutschenthal in Sachsen-Anhalt hat es am Freitagmorgen eine Explosion oder Verpuffung gegeben. Der Notruf sei um 9:03 Uhr eingegangen, bestätigte eine Polizeisprecherin der „Mitteldeutschen Zeitung“. Es soll vermutlich zwei Verletzte geben.

Derzeit säßen noch etwa 35 weitere Menschen in rund 700 Metern Tiefe unter Tage fest, sagte ein Sprecher des Landesbergamts in Halle der Zeitung. Sie befänden sich in Sicherungsräumen und seien mit Sauerstoff versorgt, so der Sprecher weiter. Ein Großaufgebot von Rettungskräften ist an der Unglücksstelle.

Das ehemalige Kaliwerk war im Jahr 1982 stillgelegt worden und wurde in den vergangenen 15 Jahren umgebaut. Zur Vermeidung weiterer Feldeszusammenbrüche innerhalb des Grubenfeldes Teutschenthal wird heute ein Großteil der noch leerstehenden Grubenbaue mit verschiedenen bergbaueigenen oder bergbaufremden Versatzbaustoffen verfüllt. (dts/dpa)

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