Rückruf der Produkte gefordert
Verbraucherschützer warnen vor illegalem und gesundheitsschädlichem Bambusgeschirr

Potenziell gesundheitsschädliches Geschirr aus Bambus und anderen Naturmaterialien. Symbolbild.
Foto: iStock
Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) warnt vor illegalem und potenziell gesundheitsschädlichem Bambusgeschirr. Die Produkte seien nicht für den Kontakt mit Lebensmitteln zugelassen, würden aber trotzdem seit Jahren verkauft, teilte der vzbv am Donnerstag mit.
Der Verband forderte Behörden und Bundesregierung auf, Verbraucher bundesweit zu informieren und die Produkte zurückzurufen.
Vermeintlich nachhaltiges Geschirr bestehe häufig neben Bambus und anderen Naturmaterialien auch aus Kunststoffen. Ob es sich um reine Naturmaterialien oder Kunststoffgemische handele, könnten Verbraucher aber laut vzbv oft nicht erkennen.
Von Kunststoffprodukten, denen Bambusfasern zugesetzt sind, sei bekannt, dass sie beim Kontakt mit heißen Getränken und Speisen potenziell krebserregendes Formaldehyd abgeben können.
Verbraucher werden unzureichend informiert
Das Bundesinstitut für Risikobewertung habe Geschirr aus Kunststoff und Bambus deshalb als nicht geeignet für den Kontakt mit heißen Speisen und Getränken eingestuft. Vereinzelt seien Produkte vom Markt genommen wurden, „umfassend und vollständig“ sei das bisher aber nicht erfolgt, so der vzbv.
„Es ist ein Skandal, dass der Handel Verbrauchern weiterhin illegales und potenziell krebserregendes Plastik-Geschirr mit Bambus-, Reis- oder Weizenfasern anbietet“, teilte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands, Klaus Müller, mit.
Es gebe bisher weder einen bundesweiten Rückruf der betroffenen Produkte noch klare öffentliche Informationen dazu. „Das ist ein Versäumnis, das die Gesundheit der Verbraucher gefährdet“, so Müller. (afp)
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