Verdi.Foto: Christophe Gateau/dpa/dpa

Verdi-Chef Werneke fordert „Jahrzehnt der Investitionen“

Epoch Times27. September 2021 Aktualisiert: 27. September 2021 8:00

Der Chef der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, Frank Werneke, hat nach der Bundestagswahl ein „Jahrzehnt der Investitionen“ gefordert. Zukunft gebe es nicht zum Nulltarif, erklärte Werneke am Montag. Ganz oben auf der Verdi-Liste stünden mehr Tarifschutz, ein gesetzlicher Mindestlohn von mindestens zwölf Euro, die Abschaffung des „Befristungsmissbrauchs“ in der Arbeitswelt, ein Rentenniveau von mehr als 48 Prozent und der sozial-ökologische Umbau.

Energie und Verkehr müssten zudem bezahlbar bleiben, forderte Werneke. „Deshalb müssen steigende Kosten für den Klimaschutz mit einem Energiegeld sozial ausgeglichen werden.“

Wesentlich sei außerdem, dass die Arbeitsbedingungen in Berufen, in denen sich Menschen um Menschen kümmern, ob im Krankenhaus, Altenheim, in der Kita oder Bildung und Begleitung, verbessert würden. Überall müssten Tarifverträge gelten und „umfassend refinanziert werden“.

Außerdem plädiert die Gewerkschaft für umfassende Reformen in der Sozialversicherung, mehr Tarifbindung über erleichterte Allgemeinverbindlichkeitserklärungen, ein Bundestariftreuegesetz sowie das Ende der sachgrundlosen Befristungen. Die nächsten vier Jahre dürften nicht von „Minimalkonsensen und Formelkompromissen in der Sozial- und Klimapolitik“ geprägt sein, erklärte Werneke.

Die Bundestagswahl gewann mit 25,7 Prozent der Stimmen knapp die SPD. Für eine Regierung rechnerisch möglich wären sowohl eine Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP als auch ein Jamaika-Bündnis von Union, Grünen und FDP mit 406 Abgeordneten. Nicht reichen würde es hingegen für Rot-Grün-Rot. (afp/oz)



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