Vergewaltigung im Samba-Wagen: Täter vom Gladbach-Sonderzug meldet sich in JVA zum Haftantritt … wegen Körperverletzung

Epoch Times16. April 2018 Aktualisiert: 17. April 2018 6:29
Rückfahrt vom Fußballspiel Borussia Mönchengladbach gegen Bayern München: Im Tanzwagen des Sonderzugs ereignete sich eine Vergewaltigung. Ein 30-jähriger Gladbach-Fann soll in der Zugtoilette eine junge Frau missbraucht haben. Die Polizei kontrollierte an mehreren Bahnhöfen die Passagiere des Zuges. Dann meldete sich ein Zeuge mit Fotos. Der Polizei zeigte sich darauf kein Unbekannter ...

Nach einem mutmaßlichen Sexualdelikt im Samba-Wagen des Fan-Zugs von München nach Mönchengladbach fahndete die Polizei intensiv nach dem Tatverdächtigen. Am Montagnachmittag um 13.38 Uhr meldete er sich an der Pforte der JVA Moers – wegen einer abzusitzenden Haftstrafe wegen Körperverletzung.

Zu diesem Zeitpunkt war die Identität des Zug-Vergewaltigers den Behörden allerdings bereits bekannt.

Wie die „Bild“ berichtet, soll es sich bei dem polizeibekannten Mann um einen Deutsch-Polen handeln, der bereits 2017 wegen sexueller Nötigung verurteilt wurde. Durch die Revision seines Anwalts ist dieses Urteil allerdings noch nicht rechtskräftig.

Außerdem soll der Mann bereits vier Mal wegen Körperverletzung verurteilt worden sein. Ein weiteres Verfahren wegen ähnlicher Gewaltanwendung läuft noch. Zudem soll der 30-Jährige unter Bewährung für eine Haftstrafe von unter zwei Jahren stehen. Um was es dabei genau ging, wurde nicht berichtet.

Vergewaltigung in Zugtoilette

Der von dem Vorfall betroffene Sonderzug mit 750 Gladbach-Fans fuhr am Sonntag gegen 22 Uhr nach dem Fußballspiel in München in Richtung Mönchengladbach zurück. Gegen 1 Uhr lernte die 19-jährige junge Frau den Mann im Tanzwagen kennen.

Nach Angaben der Geschädigten sei sie später auf einer Toilette Opfer eines Sexualdeliktes durch diesen Mann geworden. Detailangaben zum Sexualdelikt erfolgen aus ermittlungstaktischen Gründen zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht.“

(Polizeibericht)

Die 19-Jährige aus Bonn hatte ihre Eltern noch vom Zug aus angerufen. Diese alarmierten gegen 4 Uhr morgens die Polizei in NRW, die mit den Kollegen in Hessen Kontakt aufnahm. In Flörsheim nahe Frankfurt/Main wurde das Opfer von der Polizei in Empfang genommen und in eine Wiesbadener Klinik gebracht.

Zeuge macht Foto vom Verdächtigen

 

Nach Massenkontrollen an Bahnhöfen in Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen erreichte der Zug Mönchengladbach gegen 7.50 Uhr. Dort wartete bereits ein Großaufgebot der Polizei. Laut „Bild“ auch, weil an Bord rund 190 gewaltbereite „Risiko-Fans“ gewesen seien.

Hier wurde der Polizei Fotomaterial vom mutmaßlichen Täter übergeben.

Ein mitfahrender Zeuge, der sich nach Bekanntwerden des Sexualdeliktes daran erinnerte, welchen Mann er mit dem Opfer zusammen gesehen hatte, fotografierte den Mann und übergab der Polizei Mönchengladbach die Fotos. (…) Weil Mönchengladbacher Beamten ihn auf dem Foto erkannten, konnte er namentlich identifiziert werden. “

(Polizei Mönchengladbach)

Doch weder an seiner Wohnanschrift noch bei seinen Eltern konnte der 30-Jährige angetroffen werden. Dann meldete er sich selbst in der Justizvollzugsanstalt Moers, „um eine mehrmonatige Freiheitsstrafe wegen Körperverletzung anzutreten“, so die Polizei in Mönchengladbach. (afp/dpa/sm)

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