Verkehrsminister Scheuer will automatische Entschädigungen bei Verspätungen

Epoch Times16. März 2019 Aktualisiert: 16. März 2019 6:48
Andreas Scheuer will automatische Entschädigungen für Verspätungen bei Bahn und Flugzeug. "Wir werden die Fahrgastrechte stärken müssen –– bei der Bahn, aber auch im Luftverkehr", so der Bundesverkehrsminister.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) will Bahn- und Flugreisende unbürokratischer entschädigen. Er sei für automatische Entschädigungen bei Verspätungen oder Ausfällen, sagte der Minister den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland (Samstagsausgaben). Er verwies auf laufende Gespräche mit dem Justizministerium.

„Wir werden die Fahrgastrechte stärken müssen – bei der Bahn, aber auch im Luftverkehr. Das wäre ein Anreiz für mehr Pünktlichkeit“, sagte Scheuer weiter.

„Wir wollen, dass die Reisenden zufrieden sind. Und wenn man mal etwas schiefgeht, weil ein Zug ausfällt oder es Verspätungen gibt, muss unbürokratisch entschädigt werden“, so der CSU-Politiker.

Der Minister sagte, die Bahnspitze habe ihm mitgeteilt, dass sich die Pünktlichkeit in den vergangenen Wochen verbessert habe. „Ich bin jedoch erst zufrieden, wenn auch die Rückmeldungen der Kunden positiv ausfallen“, so der Verkehrsminister.

Verbraucherschützer fordern schon lange automatisierte Entschädigungszahlungen der Airlines bei Verspätungen. Damit erhielten die Fluggäste die Zahlung ohne eigenes Zutun. Verbraucherschützer kritisieren, dass viele Fluglinien für Verspätungen Vogelschlag oder schlechtes Wetter verantwortlich machen und Entschädigungen verweigern.

Scheuer lobte gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, „dass die Menschen auf die Schiene umsteigen wollen“. Die Bahn müsse dafür aber ausreichende Kapazitäten schaffen und für Pünktlichkeit sorgen. Dafür stellte der Minister auch mehr Bundesmittel in Aussicht.

„Auf der einen Seite wollen wir sparsam sein und das Geld intelligent ausgeben“ – andererseits dürften wichtige Zukunftsinvestitionen nicht abgewürgt werden, so der Bundesverkehrsminister. (afp/dts)

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