Eine mobile ballistische Interkontinentalrakete wird während einer Militärparade über den Roten Platz in Moskau gefahren. Die USA hatten am 2. Februar offiziell ihren Ausstieg aus dem INF-Vertrag mit Russland erklärt, weil sie dem Land vorwerfen, mit einem neuen Waffensystem vertragsbrüchig geworden zu sein.Foto: Sergei Ilnitsky/epa/Archiv/dpa

„Militärisch ist die Generalmobilmachung in Russland schon jetzt gegeben“

Epoch Times5. Mai 2022 Aktualisiert: 5. Mai 2022 8:07


Eine mögliche Generalmobilmachung in Russland zum 9. Mai, wenn Moskau den Sieg über Hitler-Deutschland feiert, würde laut CSU-Verteidigungsexperte Florian Hahn die Krise um den Ukraine-Krieg kaum verschärfen.

„Militärisch ist die Generalmobilmachung in Russland schon jetzt gegeben“, sagte er dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Donnerstagausgaben). „Es kann noch eine rechtliche Veränderung geben, weil bei offizieller Generalmobilmachung das Kriegsrecht verhängt werden kann. In einem Land, in dem rechtsstaatliche Prinzipien ohnehin nicht gelten, macht das aber keinen Unterschied mehr“, so Hahn.

„Meine Befürchtungen werden beim Stichwort Generalmobilmachung also nicht größer als sie ohnehin schon sind.“ Der Russland-Experte Philipp Eder aus dem Generalstab des Österreichischen Bundesheeres sagte dem RND: „Die Generalmobilmachung wäre ein längerer Prozess, weil die Reservisten gar nicht darauf vorbereitet sind.“

Wenn es zur Mobilmachung komme, wären russische Kräfte erst nach Wochen verfügbar. „Es gibt zwar eine große Zahl Reservisten, aber die haben schon länger nicht trainiert“, so Eder. Russland stehe zudem vor der Herausforderung, dass die Ausstattung für die Reservisten „entweder unbrauchbar“ sei oder „erst einmal in Stand gesetzt werden“ müsse. (dts/red)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion