Video aus Stade: Eskalierte Verkehrskontrolle – Wurden Beamte zuvor attackiert?

Epoch Times15. Januar 2019 Aktualisiert: 15. Januar 2019 10:28
Bei einer Verkehrskontrolle in Stade treffen Polizeibeamte auf drei polizeibekannte Personen. Die Situation eskaliert. Der letzte Teil des Vorfalls wird auf Video von einem Zeugen aufgezeichnet und geht viral.

Es habe alles mit einer normalen Vekehrskontrolle an der Mittelnkirchner Straße im Altländer Viertel in Stade angefangen, schreibt die „Bild“ über ein Video, welches derzeit viral geht und sprach mit einem Polizeisprecher:

Die Frau und der Mann und eine dritte im Video nicht zu sehende Person sollten routinemäßig kontrolliert werden. Eigentlich ein Einsatz von zwei Minuten“.

(Rainer Bohmbach, Polizeisprecher Stade)

Eskalierte Polizeikontrolle

Bereits zu Beginn der Polizeikontrolle hätten demnach die beiden Verdächtigen sofort ein aggressives Verhalten an den Tag gelegt und die Polizisten attackiert, was „jedoch auf dem Video nicht zu sehen“ sei, schilderte Bohmbach.

Nach Angaben des „NDR“ löste das Video im Netz heftige Kritik an den Polizeibeamten aus, soll bis Montagnachmittag rund 125.000 Mal aufgerufen worden sein. Auch der Sender sprach mit Bohmbach:

Schon bevor die Kamera lief, sind die Kollegen von den beiden Personen verbal und körperlich angegriffen worden.“

(Bohmbach, Polizei Stade)

Der Polizeisprecher verteidigte den Einsatz gegen die nach seinen Angaben polizeibekannten Personen: „Sie haben sich nur gewehrt und völlig richtig verhalten.“

Verfahren eingeleitet

Die Polizei ermittelt jetzt gegen den Mann und die Frau, sowie gegen eine dritte Person, die auf dem Video nicht zu sehen war, jedoch die Beamten auch verbal und körperlich attackiert haben soll.

Es wurden Verfahren wegen Beleidigung, Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet. Die Personen wurden zur Polizeiwache gebracht, ihre Personalien aufgenommen, Fingerabdrücke und Fotos gemacht. Später wurden sie wieder laufen gelassen.

Internet-Kommentare werden geprüft

Polizeisprecher Bohmbach kündigte ebenfalls an, dass man auch die Kommentare in den sozialen Netzwerken prüfen und gegen Personen ermitteln wird, die beleidigende Kommentare veröffentlicht haben.

Man beobachte immer mehr, dass „verbale und körperliche Gewalt nicht nur gegen Polizeibeamte, sondern auch gegen Rettungskräfte“ zunehme, erklärte Bohmbach: „Deshalb muss das Konsequenzen haben.“

Laut dem Sprecher geht die Polizei nicht davon aus, dass das Video absichtlich um den ersten Teil gekürzt veröffentlicht wurde, um die Polizei an den Pranger zu stellen, so „Bild“. (sm)

 

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