Viele Länder nicht mehr „Risikogebiet“

Epoch Times18. Juni 2021 Aktualisiert: 19. Juni 2021 8:05
DIE AKTUELLSTEN ENTWICKLUNGEN IM ÜBERBLICK:

16:00 Uhr: Viele Länder nicht mehr „Risikogebiet“

Belgien, Estland, Frankreich, Griechenland, Jordanien, Litauen, Norwegen, die Palästinensischen Gebiete, die Schweiz und St. Lucia gelten nicht mehr als Corona-Risikogebiet.

Das teilte das RKI am Freitag mit. Für Frankreich gilt dies allerdings „nur“ für Kontinentalfrankreich sowie die französischen Übersee-Departments Martinique und Saint-Barthélemy.

In den Niederlanden gelten die Provinzen Friesland, Groningen und Zeeland nicht mehr als Risikogebiet, in Dänemark die Region Süddänemark.

In Spanien wurden die autonomen Gemeinschaften Aragon, Kastilien und León, Katalonien und Madrid sowie die autonome Stadt Melilla von der Liste gestrichen, in Slowenien die Regionen Gorika, Jugovzhodna Slovenija, Koroka, Pomurska, Savinjska und Zasavska.

Neues „Virusvariantengebiet“, also auf der höchsten Stufe, ist nun Namibia. Oman gilt neu als „Hochinzidenzgebiet“, das ist die zweithöchste Stufe. Herabgestuft auf „einfaches Risikogebiet“ wurde der afrikanische Inselstaat Cabo Verde, ebenfalls in dieser Klasse sind nun die karibischen Inselstaaten St. Kitts und Nevis sowie Uganda.

Personen, die sich in den letzten 10 Tagen vor Ihrer Einreise in die Bundesrepublik Deutschland in einem Risikogebiet aufgehalten haben, müssen bestimmte Regeln beachten.

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17. Juni

14:30 Uhr: Maskenpflicht für Hamburger Schüler bleibt auch nach den Sommerferien bestehen

In Hamburg müssen Schüler auch nach den Sommerferien eine Maske tragen. Zwar soll es dann an allen Schulen der Hansestadt vollen Präsenzunterricht geben – aber unter Beibehaltung der bislang geltenden Sicherheitsmaßnahmen, wie  Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD) am Donnerstag mitteilte. Dazu gehörten regelmäßiges Lüften, wöchentliches Testen – und das Tragen einer Maske in Innenräumen.

Eine Beibehaltung dieser wirkungsvollen Sicherheitsmaßnahmen in den ersten Schulwochen sei „auch mit Rücksicht auf die vielen zu erwartenden Reiserückkehrer vernünftig“, sagte Rabe. „Wir wollen optimistisch, aber vorsichtig in das neue Schuljahr gehen.“

Die Maskenpflicht im Freien ist dagegen in Hamburg ab Freitag aufgehoben. In Innenräumen muss jedoch weiterhin eine medizinische Maske getragen werden. Diese reicht künftig auch im öffentlichen Personennahverkehr aus, eine FFP2-Maske ist nicht mehr zwingend erforderlich.

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12. Juni

15:34 Uhr: Niedersachsen schickt 17 Millionen Schutzmasken an den Bund zurück

Das Land Niedersachsen hat 17 Millionen Schutzmasken aussortiert, die nun an den Bund zurückgeschickt werden sollen. Das sagte ein Sprecher des Landessozialministeriums dem NDR in Hannover. Darunter sind dem Sender zufolge fünf Millionen FFP2-Masken.

Bei stichprobenartigen Prüfungen sei aufgefallen, dass viele der Unterlagen nicht korrekt und nicht korrekt zugeordnet waren, zitierte der Sender den Sprecher. Zuletzt sei eine Lieferung vom April mit vier Millionen Masken betroffen gewesen. Das Bundesgesundheitsministerium habe auch keine korrekten Prüfunterlagen nachliefern können.

Gegen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gibt es seit einiger Zeit Vorwürfe wegen Mängeln oder unzureichender Qualitätsprüfungen bei Schutzmasken. Dabei geht es vor allem um Masken, die in der Anfangszeit der Corona-Pandemie bestellt und weitergeleitet wurden.

Es gibt in diesem Zusammenhang auch Vorwürfe, Spahn habe Masken ohne den üblichen Qualitätsstandard an Einrichtungen für Obdachlose und Behinderte verteilen wollen. Das Gesundheitsministerium weist die Vorwürfe zurück.

12:41 Uhr: Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 18,3

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den positiv Getesteten ist weiter leicht gesunken und liegt nun bei 18,3 Positv-Ergebnissen pro 100.000 Einwohner. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Samstagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter meldete, wurden innerhalb eines Tages 1.911 positiv Getestete sowie 129 Todesfälle in Verbindung mit dem neuartigen Coronavirus registriert.

Am vergangenen Samstag waren knapp 2.300 positiv Getestete gezählt worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag vor einer Woche bei 26,3. Der Wert war und ist ein wesentlicher Maßstab für die Verschärfung oder Lockerung von Corona-Auflagen.

Zahlreiche Experten sehen jedoch eine Fixierung auf die Inzidenz, um politische Entscheidungen während der Corona-Krise zu treffen, als problematisch an. Die Inzidenz kann durch unterschiedliche Prüfmethoden und durch die Anzahl an durchgeführten Tests leicht verändert werden. Zudem stehen sowohl der PCR-Test als auch die Antigen-Schnelltests wegen ihrem fehlendem Vermögen einen vitalen neuartigen Coronavirus sicher nachzuweisen, in der Kritik.

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11. Juni

19:23 Uhr: Intensivmediziner-Vereinigung weist Vorwurf falscher Bettenzahlen zurück

Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) hat den Vorwurf zurückgewiesen, die gemeldeten freien Intensivbetten könnten künstlich reduziert worden sein, um Freihaltepauschalen zu kassieren.

„Selbstverständlich gleichen wir Meldungen im DIVI-Intensivregister mit anderen Daten und weiteren Experten ab“, heißt es in einer Erklärung vom Freitag. Die DIVI habe keinen Hinweis darauf, dass eine bewusste Falschmeldung der Krankenhäuser erfolgt sei, wie es im noch unveröffentlichten Bericht des Bundesrechnungshofes stehen soll.

„Wir weisen den Verdacht entschieden zurück, Kliniken würden sich im großen Stil durch bewusste Falschmeldungen bereichern.“ Als aktive, am Patientenbett arbeitende Intensivmediziner, habe sich das durch die gemeldeten Zahlen gezeichnete Bild mit der Wahrnehmung zahlreicher Kollegen gedeckt.

„Die Intensivstationen waren voll, teilweise überlastet, die Zahl der schwerkranken Covid-Patienten stieg steil an, Patienten mussten überregional verlegt werden.“ Auch hätten sich die Zahlen aus dem Intensivregister stets mit Daten aus weiteren Surveillance-Systemen wie „IVENA“ gedeckt.

„Entsprechend kann durch diese zahlreichen Mechanismen und Kontrollinstanzen kein Betrug mit Intensivbetten im großen Stil stattgefunden haben“, so die DIVI. „Die Lage war ernst. Maßnahmen wie der Lockdown haben ein weiteres Ansteigen der Covid-19-Patienten verhindert.“

14:15 Uhr: RKI streicht viele weitere Länder von Risikogebiet-Liste

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat zahlreiche weitere Länder von der Liste der Corona-Risikogebiete gestrichen. Das geht aus der Liste der Risikogebiete hervor, die am Freitag aktualisiert wurde.

Das betrifft unter anderem gesamt Armenien, Aserbaidschan, Bosnien und Herzegowina, die Regionen Berg Athos, die Nördliche Ägäis, Ostmakedonien und Thrakien sowie Peloponnes in Griechenland, Kanada, Kosovo, gesamt Kroatien – mit Ausnahme der Gespanschaften Medimurje und Varazdin, Libanon, Moldau, Montenegro, Nordmazedonien, gesamt Österreich, die Provinzen Innlandet und Viken in Norwegen, die autonome Region Madeira in Portugal, die Kantone Bern und Thurgau in der Schweiz, Serbien, die Ukraine, die USA und Zypern.

Georgien, Katar, Mexiko, Portugals Region Lissabon und die autonome spanische Stadt Ceuta zählen nun hingegen als einfache Risikogebiete. Malaysia, die Mongolei, Namibia und Sri Lanka werden sogar als Hochinzidenzgebiete ausgewiesen.

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10. Juni

20:26 Uhr: Bundesländer einigen sich auf Präsenzunterricht für alle

Die Bundesländer haben sich einstimmig auf vollen Regelbetrieb an deutschen Schulen zum Beginn des Schuljahres 2021/2022 geeinigt.

So steht es in einem Beschluss der Kultusministerkonferenz, über de das Magazin „Business Insider“ berichtet. Demnach sollen nach den Sommerferien alle Schulkinder in Deutschland wieder am Präsenzunterricht teilnehmen, die positive Entwicklung der Corona-Inzidenzen lasse das zu.

„Schulischer Regelbetrieb bedeutet, dass der Unterricht in der Schule ohne weitere Einschränkungen erteilt und das schulische Leben wieder ermöglicht wird unter Beachtung der je nach Infektionsgeschehen geltenden Infektionsschutz- und Hygienemaßnahmen“, heißt es wörtlich im Beschluss der Kultusminister.

Der Regelbetrieb der Schulen sei dabei nicht „an individuelle Impfungen von Schülern bzw. Impfquoten geknüpft“. Wohl aber soll in Schulen weiter eine Maskenpflicht gelten, wo Abstände in Innenräumen nicht eingehalten werden können. Auch Teststrategien, konsequentes Lüften und Hygienemaßnahmen unter Berücksichtigung des aktuellen Infektionsgeschehens sollen Anwendung finden.

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8. Juni

16:40 Uhr: Sachsen hebt Maskenpflicht an Schulen ab Montag auf

Sachsen hebt die Maskenpflicht an Schulen auf. Laut einer am Dienstag vom Kabinett in Dresden beschlossenen Verordnung des Kultusministeriums entfällt ab Montag die Maskenpflicht für Schüler und Personal im Schulgebäude, wenn die regionale Sieben-Tage-Inzidenz stabil unter 35 liegt. Das Tragen einer FFP2-Maske oder medizinischen Maske wird allerdings weiterhin empfohlen.

Zudem sollen Schulen und Kindertageseinrichtungen unterhalb einer Sieben-Tage-Inzidenz von 100 im Regelbetrieb geöffnet bleiben. Auch Schulfahrten im Inland sind ab kommender Woche wieder möglich, sofern sich die jeweilige Schule im Regelbetrieb befindet.

„Ich halte die Lockerungsschritte nicht nur für verantwortbar, sondern für zwingend geboten“, erklärte Kultusminister Christian Piwarz (CDU). Kinder und Jugendliche hätten unter dem Lockdown sehr gelitten. „Damit muss jetzt Schluss sein“.

16:00 Uhr: MV hebt Maskenpflicht im Unterricht und im Hort ab diesem Mittwoch auf

Bereits ab diesem Mittwoch müssen Schüler in Mecklenburg-Vorpommern keine Masken mehr im Unterricht und im Hort tragen. Nur noch in den Gängen und im Lehrerzimmer gilt noch die Maskenpflicht. Das teilte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am Dienstag in Schwerin nach einer Kabinettssitzung mit. Auf dem Schulhof wurde die Maskenpflicht schon zuvor aufgehoben.

Masken und Tests in den Schulen sind aber in den ersten zwei Wochen nach den Sommerferien wieder notwendig, um die Rückkehr der Schüler und Lehrer aus den Urlaubsgebieten abzusichern. Dies teilte Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) am Dienstag mit.

14:38 Uhr: Erste Landkreise mit Sieben-Tage-Inzidenz von Null

Die niedersächsischen Landkreise Friesland und Goslar kommen derzeit bundesweit am besten durch die Corona-Pandemie: Die Sieben-Tage-Inzidenz in den beiden Landkreisen ist nach den Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag auf Null gesunken.

Der Wert gibt die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche an. Damit lagen die beiden Kreise deutschlandweit vorn – gefolgt vom Landkreis Vorpommern-Rügen in Mecklenburg-Vorpommern mit einer Inzidenz von 1,3, wie aus den RKI-Daten hervorgeht. Allerdings sind die Daten wegen der Meldeketten nicht immer ganz aktuell, auch gibt es immer wieder Meldeverzögerungen der Gesundheitsämter.

So geht das Gesundheitsamt des Landkreises Goslar aktuell von einer Sieben-Tage-Inzidenz von 2,2 aus, wie aus online veröffentlichten Daten des Kreises hervorgeht. Neuinfektionen gab es demnach am Dienstag keine, 28 aktive Infektionen wurden gemeldet.

Der Landrat des Kreises Friesland, Sven Ambrosy, sagte angesichts des Inzidenzwerts Null: „Bereits seit Monaten haben wir in Friesland eine vergleichsweise niedrige und stabile Inzidenz, die in den letzten Tagen stetig gefallen ist.“ Er begründete dies unter anderem mit enger und schneller Kontaktnachverfolgung.

Corona-Positivrate sinkt auf 3,2 Prozent

Der Anteil positiver Corona-Tests in Deutschland geht immer weiter zurück. Nach Angaben des Laborverbandes ALM waren in der zurückliegenden Kalenderwoche 22 nur noch 3,2 Prozent aller PCR-Tests positiv. In der Vorwoche waren es noch 4,4 Prozent.

Insgesamt wurden in den beobachteten 178 Laboren innerhalb von sieben Tagen rund 770.000 PCR-Tests durchgeführt, drei Prozent weniger als eine Woche zuvor. Dies habe wohl auch an dem Feiertag in einigen Bundesländern gelegen, teilte der Verband mit.

Die Testkapazität liegt seit Wochen bei rund zwei Millionen PCR-Tests, die Auslastung sinkt jedoch stetig. Der Laborverband klagte am Dienstag darüber, keine finanzielle Unterstützung für das Vorhalten der Kapazität zu erhalten. Auch die Absenkung der PCR-Kosterstattung ab dem 1. Juli sei „kritisch und nicht sachgerecht“.

Kritisch anzumerken ist, dass es nach jetzigem Wissensstand keine einheitlichen Prüfabläufe in den Laboren gibt mit einem einheitlichen und öffentlich bekannten ct-Wert (Zahl der Prüfzyklen). Das mindert die Aussagekraft der Testergebnisse. Zudem gelten PCR-Tests und Antigen-Schnelltests als anfällige Tests, die keinen vitalen neuartigen Coronavirus und eine akute Covid-19-Infektion sicher nachweisen können.

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7. Juni

19:30 Uhr: Moderna stellt bei EMA Antrag auf Zulassung für Jugendliche

Der US-Pharmakonzern Moderna stellt bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) Antrag auf Zulassung seines Corona-Impfstoffs für Jugendliche. Das teilte das Unternehmen am Montag mit.

Bislang ist in der EU nur der Wirkstoff von Biontech für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren zugelassen. Erst seit diesem Montag können die nach Aufhebung der Impfpriorisierung in der Masse damit geimpft werden.

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4. Juni

17:39 Uhr: RKI streicht zahlreiche Länder von Risikogebiet-Liste

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat zahlreiche Länder von der Liste der Corona-Riskogebiete gestrichen. Das betrifft unter anderem ganz Italien inklusive Vatikan und Tschechien. Österreich gilt mit Ausnahme der Bundesländer Tirol und Vorarlberg ebenfalls nicht mehr als Risikogebiet.

In der Schweiz wurden die Kantone Aargau, Basel-Stadt, Basel-Land, Graubünden, Solothurn, Tessin, Zug und Zürich gestrichen.

In Frankreich gelten Korsika sowie die französischen Übersee-Departments Mayotte, Saint-Pierre und Miquelon, Wallis und Futuna, Französisch-Polynesien und Neukaledonien nicht mehr als Risikogebiete.

Kroatien, Niederlande, Türkei…

Für Kroatien wurden die Gespanschaften Dubrovnik-Neretva, Istrien, Karlovac, Krapina-Zagorje, Poega-Slawonien und Split-Dalmatien von der Liste entfernt.

Ebenso für die Niederlande die überseeischen Landesteile Curaçao, Bonaire, Sint Eustatius und Saba.

Litauen, Schweden und die Türkei waren bislang Hochinzidenzgebiete und gelten nun als einfaches Risikogebiet, auf derselben Stufe stehen in Norwegen jetzt die Provinzen Troms og Finnmark und Trondelag.

Neues Virusvariantengebiet mit besonders hohem Infektionsrisiko ist hingegen nun Uruguay.

++1. Juni++

15:34 Uhr: Corona-Positivrate sinkt auf 4,4 Prozent

Der Anteil der positiven Corona-Tests in Deutschland sinkt weiter deutlich. Nach Angaben des Laborverbandes ALM waren in der zurückliegenden Kalenderwoche vom 24. bis zum 30. Mai 4,4 Prozent aller durchgeführten Tests positiv, in der Vorwoche waren es 6,0 Prozent.

Die Zahl der durchgeführten PCR-Tests sank unterdessen von rund 1,07 Millionen auf nun 800.817. ALM-Chef Michael Müller geht davon aus, dass unter anderem ein Feiertagseffekt, das flächendeckende Schnelltestangebot in den mehr als 15.000 Teststellen sowie das weiter abflauende Infektionsgeschehen die Ursachen für den deutlichen Rückgang der PCR-Testzahlen sind.

Von allen PCR-Tests fielen bei den 178 an der Datenanalyse teilnehmenden Laboren aus dem ambulanten und stationären Bereich genau 35.629 positiv aus (Vorwoche: 64.513).

Kritisch anzumerken ist, dass es nach jetzigem Wissensstand keine einheitlichen Prüfabläufe in den Laboren gibt mit einem einheitlichen und öffentlich bekannten ct-Wert (Zahl der Prüfzyklen). Das mindert die Aussagekraft der Testergebnisse. Zudem gelten PCR-Tests und Antigen-Schnelltests als anfällige Tests, die keinen vitalen neuartigen Coronavirus und eine akute Covid-19-Infektion sicher nachweisen können.

12:30 Uhr: RKI senkt Corona-Risikoeinstufung für Deutschland von „sehr hoch“ auf „hoch“

Das Robert-Koch-Institut (RKI) senkt die Corona-Risikoeinstufung für Deutschland ab sofort um eine Stufe von „sehr hoch“ auf „hoch“. Das kündigte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Dienstag in Berlin vor Journalisten unter Verweis auf das nachlassende Infektionsgeschehen an. „Die Lage wird besser“, sagte Spahn. Zugleich warnte er vor einer vorschnellen kompletten Entwarnung.

„Wir sind noch mitten in der Pandemie“, betonte der Minister. Angesichts sinkender Infektionszahlen und sich entspannender Lage in den Krankenhäusern werde derzeit zwar vieles wieder möglich und geöffnet. Zugleich zeige allerdings auch ein Blick etwa nach Großbritannien, wie sich das Infektionsgeschen dort trotz einer fortschreitenden Impfkampagne bei Mutationen wieder verschärfe.

Spahn bekräftige zugleich das Ziel der Bundesregierung, einem „Großteil“ der impfwilligen Bevölkerung im Laufe der kommenden Wochen ein erstes Impfangebot zu machen. Etwa die Hälfte der Erwachsenen hätten dieses bereits bekommen, sagte er. Angesichts der demnächst zu erwartenden weiteren großen Vakzin-Lieferungen von Impfstoffherstellern könnten auch die übrigen bald folgen.

17:31 Uhr: Erstmals seit Februar unter 100.000 Erstimpfungen

Erstmals seit Ende Februar hat es am Sonntag unter 100.000 Erstimpfungen gegen Corona in Deutschland gegeben.

Das geht aus Daten des Robert-Koch-Instituts vom Montag hervor. Zwar ist wie immer in der RKI-Statistik noch mit Nachmeldungen in den nächsten Tagen zu rechnen, die die 98.780 gemeldeten Covid-Impfungen noch in den sechsstelligen Bereich heben dürften, doch auch im 7-Tage-Durchschnitt geht die Zahl der Erstimpfungen immer weiter zurück.

Mittlerweile schon den elften Tag in Folge. Im Durchschnitt werden aktuell täglich 268.000 Erstimpfungen durchgeführt, bei den Zweitimpfungen stagniert der Wert bei etwa 395.000 pro Tag. Insgesamt haben stand Montagmorgen 43,0 Prozent der Bevölkerung mindestens eine Erstimpfung (Samstag: 42,6 Prozent), 17,6 Prozent haben den vollständigen Schutz laut Zulassung der Impfstoffhersteller (Samstag: 17,1 Prozent).

9:12 Uhr: NRW-Schulministerin will Präsenzunterricht bis Ende des Schuljahres

NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) will, dass Kinder und Jugendliche in NRW bis zum Ende des Schuljahres im Präsenzunterricht in die Schule gehen können. Auch nach den Sommerferien werde mit Präsenzunterricht geplant, sagte Gebauer in der Sendung „Frühstart“ von RTL und n-tv. Wenn sich alle gut verhalten und auch weiterhin die AHA-Regeln pflegen, dann glaube sie, dass man jetzt das Versprechen abgeben könne, dass die nächsten fünf Wochen der Präsenzunterricht tatsächlich bis zu dem Ende dieses Schuljahres stattfinden werde.

Man habe sogar die Möglichkeit gehabt, die Schulen früher zu öffnen, wollte sich aber versichern, dass die Infektionszahlen niedrig blieben, so Gebauer. Mit Blick auf Impfungen für Kinder in Schulen sagte Gebauer, dass man in „guten Gesprächen“ mit dem Gesundheitsministerium in Düsseldorf sei, inwieweit man die Schulen einbinden könne. Die FDP-Politikerin fügte aber hinzu, dass die Impfungen vor allem die Aufgabe der Haus- und Kinderärzte seien, weil diese die Kinder am besten kennen.

8:50 Uhr: Linke wirft Spahn Versäumnisse bei Testverordnung vor

Mit Blick auf Betrügereien in Corona-Testzentren wirft die Linke der Bundesregierung schwere Versäumnisse vor. „Diese Testverordnung ist aus dem Gesundheitsministerium gekommen“, sagte Linksfraktionschefin Amira Mohamed Ali in der Sendung „Frühstart“ von RTL und n-tv. „Hier hätten von vornherein Sicherheitsmechanismen eingezogen werden müssen, um diesen Betrug zu verhindern.“

Nun seien konkrete Vorgaben gefragt. „Man muss die Testzentren verpflichten, dass sie nachweisen, wie viele Tests sie überhaupt durchführen.“ Das könne man nach Ansicht der Linken-Politikerin leisten, „indem man Belege vorlegen muss, wie viel man zum Beispiel gekauft hat“. Der Datenschutz sei kein Hindernis, „das geht auch ohne konkrete Patientendaten“. Mohamed Ali weiter: „Jeder, der eine Leistung erbringt, muss nachweisen, dass er die erbracht hat, um Geld zu bekommen. Und das müssen die Testzentren genauso.“

Spahn kündigt schärfere Kontrollen von Testcenter-Abrechnungen an

Nach den Berichten über groß angelegten Abrechnungsbetrug in Corona-Testzentren hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) schärfere Kontrollen angekündigt. „Wo es nötig ist, schärfen wir nach“, schrieb der Minister am Samstag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Es werde nun „stichprobenartig mehr Kontrollen geben“, kündigte er an. Oppositionspolitiker, aber auch der Koalitionspartner SPD, warfen Spahn vor, den Betrug durch Nachlässigkeit bei der Ausgestaltung der Regularien erleichtert zu haben.

Inzwischen gehen mehrere Staatsanwaltschaften dem Verdacht nach, dass Testcenter gegenüber den Behörden eine viel höhere Zahl von Tests angeben, als sie in Wirklichkeit ausgeführt haben. Pro gemeldetem Bürgertest bekommen die Teststellen 18 Euro erstattet – auf Kosten des Steuerzahlers.

Spahn zeigte sich empört über die möglichen Betrügereien. „Egal ob bei Masken oder beim Testen – jeder, der die Pandemie nutzt, um sich kriminell zu bereichern, sollte sich schämen“, schrieb der Minister auf Twitter.

Spahn verwies darauf, dass es bei der Einrichtung der Teststellen wegen der Infektionslage schnell gehen musste – dies dürfe aber keinen Anreiz für Betrügereien liefern. „Pragmatismus ist in dieser Zeit notwendig“, schrieb er. „Wer das aber ausnutzt, darf nicht davonkommen.“

Wegen der möglichen Betrugsfälle ermitteln inzwischen unter anderem die Schwerpunktstaatsanwaltschaft Wirtschaftskriminalität in Bochum und die Staatsanwaltschaft Lübeck.

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30. Mai

17:51 Uhr: Vietnam meldet neue Mutation des Coronavirus

Die vietnamesischen Behörden haben nach eigenen Angaben eine neue Variante des Coronavirus nachgewiesen, die sich über die Luft rasch weiterverbreitet. Es handele sich um eine Kombination aus dem indischen und dem britischen Virusstamm, sagte Gesundheitsminister Nguyen Thanh Long am Samstag laut Staatsmedien.

Die neue Variante zeichne sich dadurch aus, dass sie sich rasch über die Luft weiterverbreite, sagte der Minister. Nach der Infektion steige die Virenlast im Rachen der Patienten sehr schnell an und verbreite sich dann sehr stark in der Umgebung. Zur Zahl der mit der neuen Variante infizierten Patienten äußerte sich Long nicht.

In Vietnam mit seinen 97 Millionen Einwohnern wurden bislang gut 6.700 Corona-Infektionen und 47 Todesfälle registriert die im Zusammenhang mit Covid-19 stehen sollen – der größte Teil davon seit April. Gut eine Million Menschen sind bislang geimpft.

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28. Mai

19:44 Uhr: Mann stirbt kurz nach Covid-Impfung mit Johnson&Johnson-Vakzin

In Flensburg ist ein 64-jähriger Mann kurz nach einer Corona-Impfung mit dem Johnson&Johnson-Vakzin gestorben. Die Ursache war laut Obduktion eine Koronarthrombose (Blutgerinnsel in einem Herzkranzgefäß).

Der Mann kam nach Angaben der Staatsanwaltschaft vom Freitag einen Tag nach der Impfung am 22. Mai mit Beschwerden in eine Klinik und verstarb dort wenig später, berichtete das „Flensburger Tageblatt“. Abschließend muss noch geklärt werden, ob eine Vorerkrankung vorlag und diese oder die Impfung ursächlich für den Tod war.

16:56 Uhr: Europäische Arzneimittelbehörde lässt Biontech-Impfstoff ab zwölf Jahren zu

Die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) hat den Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren zugelassen. Die Behörde erteilte dem Impfstoff am Freitag eine Zulassung für die Altersgruppe von zwölf bis 15 Jahren. Bisher war der Impfstoff in der EU ab einem Alter von 16 Jahren zugelassen.

Mit der EMA-Entscheidung steht in der EU erstmals ein Corona-Impfstoff für Kinder zur Verfügung.

Der Impfstoff werde in der Altersgruppe „gut vertragen“ und es gebe keine „ernsten Bedenken“ wegen möglicher Nebenwirkungen, erklärte die Behörde mit Sitz in Amsterdam.

Mit der EMA-Entscheidung steht in der EU erstmals ein Corona-Impfstoff für Kinder zur Verfügung. Bundesregierung und Bundesländer hatten angekündigt, dass sich Kinder und Jugendliche in Deutschland ab dem 7. Juni gegen das Coronavirus impfen lassen können.

Allerdings gibt es für sie keinen zusätzlichen Impfstoff, sie müssen sich wie alle anderen Impfwilligen um einen Termin bemühen.

9:40 Uhr: Nachfrage nach Corona-Selbsttests eingebrochen

Die Nachfrage nach Corona-Selbsttests ist eingebrochen. Der Markt für die Testkits sei „gekippt“, berichtet die „Lebensmittel-Zeitung“ (LZ). Weil die Nachfrage rapide sinke, drohe der Handel nun auf den Produkten sitzen zu bleiben.

Laut des Berichts werden stellenweise sogar Verluste in Kauf genommen, nur um die Artikel noch loszuwerden. Der Verkauf von Corona-Selbsttests drohe damit zum millionenschweren Reinfall für den deutschen Handel zu werden, schreibt die Fachzeitung.

Als die ersten Selbsttests Anfang März in den Handel kamen, gab es noch lange Warteschlangen vor den Geschäften, die Abgabe zu Preisen um 5 bis 6 Euro pro Stück wurde streng limitiert. Mittlerweile liegen die Tests vielerorts für unter vier Euro auf dem „Grabbeltisch“, ein Discounter bietet sie mittlerweile für 1,99 Euro pro Stück an, ein anderer verschenkt sie bei einem Einkauf von über 30 Euro.

Laut „LZ“ wurden von März bis Anfang Mai in Deutschland fast 18 Millionen Test-Packungen über den stationären Handel verkauft. Mittlerweile gibt es zahlreiche für die Bürger kostenlose Teststationen in jeder Stadt, die gerade in den Innenstädten oft in Laufweite erreichbar sind. Hinzu kommt, dass immer häufiger Testzertifikate verlangt werden, die ein Selbsttest naturgemäß nicht liefern kann.

7:10 Uhr: Intensivmediziner gegen rasche Corona-Impfung bei Kindern

Deutschlands Intensivmediziner sprechen sich gegen eine vorrangige Corona-Impfung von Kindern und Jugendlichen aus. „Kinder erkranken häufig asymptomatisch oder im Verlauf harmlos und haben deshalb derzeit bei knappen Impfstoffkapazitäten keine dringliche Indikation für eine Impfung“, sagte der Generalsekretär der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Florian Hoffmann, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitagsausgaben).

Der Münchner Kinder-Intensivmediziner betonte mit Blick auf die Debatten beim jüngsten Impfgipfel von Bund und Ländern, es gebe derzeit in Deutschland noch fast 30 Millionen Erwachsene zu impfen. „Im Sinne der Intensivbetten-Kapazitäten haben erwachsene Patienten bei der Impfung also weiterhin höchste Priorität, da diese ein relevantes Risiko eines intensivpflichtigen Verlaufs haben“, sagte Hoffmann mit Verweis auf Pläne der Politik, allen Kindern und Jugendlichen über zwölf Jahren bis Ende August ein Impfangebot zu machen.

Bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter auf unter 40

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Infektionen ist weiter auf 39,8 Fälle pro 100.000 Einwohner gesunken. Wie das Robert-Koch-Institut am Freitagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter meldete, wurden 7380 Neuinfektionen und 192 Todesfälle in Verbindung mit dem Virus innerhalb eines Tages registriert. Am vergangenen Freitag waren 8769 Fälle gemeldet worden.

Die Sieben-Tage-Inzidenz geht derzeit stetig zurück. Am Mittwoch war sie erstmals seit vergangenen Oktober auf unter 50 gefallen und hatte bei 46,8 gelegen. Der Wert ist ein wesentlicher Maßstab für die Verschärfung oder Lockerung von Corona-Auflagen.

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27. Mai

20:00 Uhr: Merkel: Impfangebot für Jüngere ab 7. Juni möglich

Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren sollen nach den Vorstellungen von Bund und Ländern ab dem 7. Juni grundsätzlich ein Impfangebot gegen das Coronavirus erhalten.

Die Altersgruppe von 12 bis 15 Jahren könne sich mit der Aufhebung der Priorisierung dann ebenfalls um einen Impftermin bemühen, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach dem Impfgipfel mit den 16 Ländern am Donnerstag in Berlin.

Voraussetzung dafür sei aber, dass die Europäische Arzneimittelbehörde EMA den Impfstoff von Biontech/Pfizer für Jüngere zulasse. Eine Impfung sei aber keine Voraussetzung für den Schulbesuch.

Für Diskussionen sorgen allerdings kritische Äußerungen aus der Ständigen Impfkommission (Stiko) über eine Impfung von Jüngeren.

Merkel betonte: „Die Impfung von Kindern ist ein sehr sensibler Akt.“ Die Stiko werde sich bei ihrer Empfehlung nur davon leiten lassen, was eine Impfung für das einzelne Kind bedeute. Stiko-Chef Thomas Mertens habe dies in der Runde deutlich gemacht.

Erwartet wird, dass die Stiko allenfalls für Jüngere mit Vorerkrankungen eine Impfempfehlung aussprechen wird. Stiko-Mitglied Rüdiger von Kries hatte am Mittwoch im rbb gesagt, eine allgemeine Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche sei in Deutschland nicht zu erwarten. Es sei derzeit nichts über mögliche Nebenwirkungen in dieser Altersgruppe bekannt.

EMA informiert über mögliche Zulassung von Corona-Impfstoff für Kinder

Die EMA will am Freitag über eine Senkung der Altersfreigabe des Vakzins auf zwölf Jahren beraten. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geht von einer Entscheidung in den nächsten Tagen aus. Die Stiko wird auf Basis dessen dann ihre Empfehlung abgeben.

Zur Impfung von Kindern und Jugendlichen will die Bundesregierung knapp 6,4 Millionen Dosen bis August bereitstellen. Dies geht aus einem Dokument des Gesundheitsministeriums für den Impfgipfel hervor. Darin wird die Zahl der 12- bis 18-Jährigen in Deutschland mit 5,3 Millionen angegeben. Gehe man von einer Impfbereitschaft von 60 Prozent aus, bestehe ein angenommener Bedarf für Erst- und Zweitimpfung von jeweils 3,18 Millionen Dosen. Bislang ist das Vakzin von Biontech/Pfizer in der EU als einziges erst ab 16 Jahren zugelassen.

Sollte das Mittel für die Altersgruppe zugelassen werden, will Spahn allen 12- bis 18-Jährigen bis spätestens August ein Impfangebot machen. Die erforderlichen Dosen für Juni, Juli und August sollen den Ländern „schrittweise aus den Gesamtliefermengen“ für diese Monate zur Verfügung gestellt werden, heißt es in dem Dokument des Ministeriums. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) stellte klar, dass es keine zusätzlichen Dosen geben werde. Es werde beim Impfstoff „keinen Überfluss“ geben.

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstag sind bislang knapp 47,4 Millionen Impfdosen in Deutschland verabreicht worden, davon 34,3 Millionen Erst- und gut 13 Millionen Zweitimpfungen. Eine erste Impfung haben demnach bislang 41,2 Prozent der Deutschen erhalten, 15,7 Prozent haben bereits die zweite Dosis und damit den vollständigen Impfschutz.

12:50 Uhr: Spahn: Impfungen bei Kindern und Jugendlichen sind „individuelle Entscheidung“

In der Debatte um Corona-Schutzimpfungen für Kinder und Jugendliche hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) bekräftigt, dass Impfungen eine „individuelle Entscheidung“ bleiben werden. Es werde „definitiv keine verpflichtenden Impfungen“ an Schulen oder Kitas geben, sagte Spahn am Donnerstag in Berlin. Die Impfungen für Kinder und Jugendliche werden ein zentrales Thema beim Impfgipfel von Bund und Ländern sein, der am Nachmittag beginnen soll.

Die europäische Arzneimittelbehörde (EMA) will am Freitag mitteilen, ob sie den Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer für Jugendliche zwischen zwölf und 15 Jahren zulässt. Er ist bereits ab 16 Jahren zugelassen. Die Ständige Impfkommission (Stiko) berät derzeit über ihre Einschätzung für diese Altersgruppe, ist aber zurückhaltend bei einer generellen Empfehlung.

Spahn hatte sich für eine Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen in die Impfkampagne ausgesprochen. Er sehe darin keinen Gegensatz, sagte der Gesundheitsminister. Es gehe darum, dass Eltern, Kinder und Ärzte eine individuelle Entscheidung treffen könnten. Dabei gebe die Stiko eine „wichtige Empfehlung“.

Der Gesundheitsminister plädierte zudem dafür, den Impfgipfel von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Länderregierungschefs zu einem „Gipfel der Zuversicht“ zu machen. Es seien bereits mehr als 40 Prozent der Menschen mindestens einmal geimpft. Im Juni werde die Menge an Impfstoff zudem so hoch wie in keinem Monat zuvor sein.

Spahn mahnte aber zugleich zur Zurückhaltung beim Sommerurlaub. Er werbe sehr dafür, sehr vorsichtig zu sein. Die Menschen sollten nicht gleich eine Party auf engem Raum feiern. Eine Reise in der EU sei im Zweifel weniger riskant als eine Weltreise.

12:37 Uhr: Impfstoff zu stark verdünnt? 600 Menschen zur Blutabnahme

Weil in einem Bayreuther Impfzentrum der Corona-Impfstoff möglicherweise zu stark verdünnt wurde, erhalten rund 600 Menschen ein Angebot zur Blutabnahme.

Bei sechs von insgesamt 581 Impfungen könne nicht ausgeschlossen werden, dass eine zu geringe Impfdosis des Herstellers Biontech/Pfizer verabreicht wurde, teilte ein Sprecher des Landratsamtes Bayreuth in Bayern mit. Die mögliche Normabweichung sei bei der täglichen Nachkontrolle festgestellt worden.

Bei der Blutabnahme sollen nun die Antikörper der Geimpften gegen Covid-19 gemessen werden. „Infolgedessen kann bestimmt werden, welche Impflinge die möglicherweise zu stark verdünnte Dosis verabreicht bekommen haben“, heißt es in der Pressemitteilung. Diese Personen würden umgehend einen neuen Impftermin erhalten.

Zu dem Angebot einer Blutabnahme habe man sich nach Beratungen mit dem Hersteller, dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) und dem Paul-Ehrlich-Institut entschieden, sagte der Sprecher. „Gesundheitliche Folgen durch eine zu starke Verdünnung des Impfstoffs können ausgeschlossen werden.“

11:11 Uhr: NRW will Impfzentren auch Betriebsärzten zur Verfügung stellen

In Nordrhein-Westfalen können Betriebsärzte womöglich im kommenden Monat auf die Infrastruktur der Impfzentren zurückgreifen. Vor allem öffentliche Betriebe sowie Handwerksbetriebe, die keine großen Impfstraßen aufbauen könnten, sollten diese Möglichkeit nutzen dürfen, sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Donnerstag beim Besuch eines Impfzentrums in Bielefeld. Die Zentren böten eine „gewaltige öffentliche Infrastruktur“.

Das Ministerium wolle mit den Kassenärztlichen Vereinigungen eine „pragmatische Lösung“ für die Nutzung der Impfzentren in den kommenden Wochen finden. Denkbar seien die Impfungen durch Betriebsärzte etwa in Randzeiten oder wenn die Zentren nicht voll ausgelastet seien, erläuterte der Minister. Die Finanzierung der Zentren sei bis Ende September gesichert. Die Betriebsärzte sollen spätestens ab dem 7. Juni in die Impfkampagne eingebunden werden.

10:46 Uhr: Feldtests zur Einführung des digitalen Impfpasses gestartet

In Deutschland sind Feldtests zur Einführung eines digitalen Impfpasses gestartet. Es solle in Impfzentren geprüft werden, was gut funktioniere und was gegebenenfalls besser werden müsse, sagte der Abteilungsleiter im Bundesgesundheitsministeriums, Gottfried Ludewig, am Donnerstag (27. Mai) beim Besuch eines Zentrums in Potsdam. Er versicherte, dass die Einführung im Zeitplan liege. Vor den Sommerferien solle der Impfpass angeboten werden.

Es ist unter anderem vorgesehen, dass Bürgerinnen und Bürger nach einer Impfung den Nachweis mit einer App einscannen können. Dieser kann danach etwa bei einer Reise kontrolliert werden. Die EU-Mitgliedsstaaten und das EU-Parlament hatten sich vergangene Woche auf ein einheitliches Impfzertifikat geeinigt, das zum 1. Juli eingeführt werden soll.

Das Vorstandsmitglied der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg, Holger Rostek, zeigte sich erfreut über den Start der Feldtests. Der Impfpass müsse praxistauglich sein und auch in Hausarztpraxen funktionieren, sagte Rostek. „Wir wollen impfen und kein Bürokratiemonster haben.“ Er betonte zudem, dass die App noch nicht zur Verfügung stehe. Er bitte noch um ein wenig Geduld.

10:16 Uhr: Mittelstand will Abschaffung der Homeoffice- und Testpflicht

Der Geschäftsführer des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), Markus Jerger, fordert von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) die Abschaffung der Homeoffice- und Testpflicht. Altmaier solle „die Initiative ergreifen – und sich beim Impfgipfel endlich einmal durchsetzen“, sagte Jerger den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagausgaben). Der Impffortschritt mache beides verzichtbar.

„Die Unternehmen müssen ab sofort zum Normalbetrieb zurückkehren können“, forderte er. Die mittelständischen Unternehmer hätten während der Corona-Pandemie bewiesen, dass sie verantwortlich handeln. „Lockerungen draußen müssen mit Lockerungen drinnen einhergehen. Und dies so schnell wie möglich“, sagte der Unternehmer. „Deshalb gehören Homeoffice-Pflicht und Testpflicht für Unternehmen sofort abgeschafft.“

09:31 Uhr: Spahn will mehr Impfungen vor Supermärkten und in Kirchen und Moscheen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will in der Impfkampagne verstärkt sozial benachteiligte Menschen in den Blick nehmen. Für diese Menschen müsse es mehr niedrigschwellige Impfangebote geben – etwa „vor Supermärkten, auf Marktplätzen oder auch in Kirchen oder Moscheen“, sagte Spahn am Donnerstag (27. Mai) in Berlin.

Es gebe Menschen, „für die ist es eine Hürde, beim Arzt anzurufen oder beim Impfzentrum sich per Telefon anzumelden oder online“. Auch diesen Menschen müsse ein Impfangebot gemacht werden.

Am Nachmittag wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder über den Fortgang der Impfkampagne beraten. „Es ist ein Gipfel der Zwischenbilanz, und wir können eine gute Zwischenbilanz ziehen“, sagte Spahn. Die Impfkampagne habe an Geschwindigkeit gewonnen, inzwischen seien mehr als 40 Prozent der Bürger mindestens einmal geimpft.

Diejenigen, die noch keinen Impftermin bekommen haben, bitte er um Geduld, sagte Spahn. „Es geht jetzt noch um Wochen, nicht um Monate, bis wir allen ein Impfangebot machen können.“

09:30 Uhr: Französischer Hersteller Sanofi startet letzte Testphase für Corona-Impfstoff

Der französische Pharmakonzern Sanofi hat die letzte Testphase für seinen Corona-Impfstoffkandidaten gestartet. Die Wirksamkeit des gemeinsam mit dem britischen Hersteller GSK entwickelten Präparats werde nun in einer internationalen klinischen Studie geprüft, teilte Sanofi am Donnerstag mit. 35.000 Menschen, darunter Probanden in den USA, nehmen den Angaben zufolge daran teil. Bei den Tests soll auch die Wirksamkeit gegen die südafrikanische Corona-Mutante untersucht werden.

Sollte die dritte und letzte Testphase erfolgreich abgeschlossen werden, hofft Sanofi auf eine Zulassung des Vakzins im vierten Quartal. Der Pharmakonzern hat bereits mit den Vorbereitungen für eine Massenproduktion des Impfstoffs begonnen. Die Entwicklung des proteinbasierten Impfstoffkandidaten hatte sich verzögert, nachdem erste Testreihen bei älteren Menschen im Herbst nicht so gut verlaufen waren wie erhofft.

Sanofi arbeitet auch an der Entwicklung eines weiteren Impfstoffs, der wie die Vakzine der Hersteller Biontech/Pfizer und Moderna auf der mRNA-Technologie basiert. Das Projekt befindet sich aber noch in einem frühen Stadium.

07:21 Uhr: Berufsverband der Frauenärzte fordert Impfempfehlung für Schwangere

Vor dem Impfgipfel von Bund und Ländern am Donnerstag hat der Berufsverband der Frauenärzte eine generelle Impfempfehlung für Schwangere gefordert.

„Es wäre zum Schutz der Mütter und ihrer Ungeborenen außerordentlich hilfreich und wünschenswert, wenn beim Impfgipfel eine solche Empfehlung zugunsten der Schwangeren ausgesprochen würde“, sagte Verbandspräsident Christian Albrig dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Donnerstagsausgaben).

Die Ständige Impfkommission habe leider noch keine generelle Empfehlung für die Corona-Impfung für Schwangere ausgesprochen, beklagte der Mediziner. „Es könnten aber, wie in Sachsen bereits geschehen, andere Länderregierungen oder gar das Bundesgesundheitsministerium entsprechende Beschlüsse fassen“, sagte Albrig.

Dazu müssten zudem zusätzliche mRNA-Impfstoffe für die frauenärztlichen Praxen bereitgestellt werden. Er gehe von insgesamt etwa je 500.000 Dosen für Erst- und Zweitimpfung aus, sagte der Verbandspräsident.

07:15 Uhr: Bund und Länder beraten bei Gipfel über Corona-Impfungen

Bund und Länder beraten am Donnerstag (14.00 Uhr) bei einem Gipfel über den Fortgang der Impfungen gegen das Coronavirus. Im Mittelpunkt der Beratungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Länderregierungschefs dürfte die Frage stehen, ob auch Kinder und Jugendliche ein Vakzin erhalten sollen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) plädierte für eine Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen in die Impfkampagne – und zwar auch bei einer ausbleibenden Empfehlung der Ständigen Impfkommission. Der Minister stieß damit aber zum Teil auch auf Widerspruch.

Ein weiteres Thema des Gipfels wird die Frage sein, inwieweit die bereits vorgenommenen Impfungen aufgefrischt werden sollen. Nach Abschluss der Beratungen soll auf einer Pressekonferenz über die Ergebnisse informiert werden. (afp/dts/dpa/reuters/er)



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