Der Virologe Dr. Hendrik Streeck.Foto: Andreas Rentz/Getty Images

Neue Studie: Virologe Streeck will Immunstatus der Bevölkerung feststellen

Epoch Times5. Juli 2022 Aktualisiert: 5. Juli 2022 9:35
Gesundheitsminister Lauterbach hält 40 Millionen neue Corona-Impfungen vor dem Winter für notwendig. Virologe Hendrik Streeck wundert sich über die Zahl, in seiner Studie sollen nun bis Mitte September 16.500 Bürger auf Antikörper getestet und ihr Immunstatus erfasst werden.


Der Bonner Virologe Hendrik Streeck leitet eine neue Studie, die bis Mitte September den Immunstatus der Deutschen gegen Coronainfektionen herausfinden soll, wie das „Handelsblatt“ kürzlich berichtete.

Das Bundesbildungsministerium stelle dafür drei Millionen Euro zur Verfügung und erhoffe sich von der „Immunebridge“, wie die Studie genannt wird, Aufschluss, in welchen Gruppen die Impflücken besonders groß seien, um die Gefahren besser abschätzen zu können. Mit den Daten der Studie könne man vor der Winterwelle gezielte Impfkampagnen für Gruppen mit niedriger Immunität ermöglichen.

Streeck erläutert, dass für die Studie ab dieser Woche 16.500 vom Umfrage-Institut Dimap ausgewählte Bürger online befragt werden. Dabei sollen diese zu bisherigen Impfungen und Coronaerkrankungen sowie einer eventuell vorhandenen Impfskepsis Auskunft geben.

Zusätzlich erhalten sie ein Labor-Kit, um einen Blutstropfen einzuschicken, der dann auf Antikörper untersucht wird, so das „Handelsblatt“.

Unter den Befragten seien Erwachsene, die sich im Zusammenhang mit der Nutzung einer Payback-Karte bereit erklärt haben, an Studien teilzunehmen. Zusätzlich werden aus anderen bereits vorhandenen Studien die Daten von 13.000 Kindern integriert, sodass insgesamt fast 30.000 Personen erfasst würden, so Streeck.

Lauterbach fordert 40 Millionen Neuimpfungen, Streeck will genaue Erkenntnisse über Immunstatus

Gesundheitsminister Lauterbach halte es für dringend notwendig, bis zum Winter 40 Millionen Menschen entweder erstmals oder erneut zu impfen. Seine Worte hierzu lauteten: „Im Winter müssen wir sehr gut vorbereitet sein, sonst droht ein Chaos“, so Lauterbach.

Damit stimmt er den Äußerungen des Virologen Drosten zu, Streeck dagegen wundere sich über die Zahl.

Laut einem Bericht der FAZ verwies Streeck darauf, dass 61 Millionen Menschen eine Zweifachimpfung und 51 Millionen eine Dreifachimpfung erhalten haben. Allerdings sei auch hier mit einer erheblichen Untererfassung zu rechnen.

Um die Gefährdungslage für Herbst und Winter abschätzen zu können, seien genaue Kenntnisse über Impfquote und Genesenenstatus nötig.

„Wie stark die Belastung der Intensivstationen ausfallen wird, hängt auch davon ab, wie hoch die Grundimmunität ist“, erläutert der Bonner Virologe. (il)



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