Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) will sein Amt Ende Mai aufgeben. Symbolbild.Foto: ODD ANDERSEN/AFP via Getty Images

Volker Bouffier tritt vorzeitig ab – Boris Rhein soll Nachfolger werden

Epoch Times25. Februar 2022 Aktualisiert: 25. Februar 2022 16:19
Der dienstälteste Ministerpräsident in Deutschland gibt sein Amt vorzeitig auf. Volker Bouffier wird sich im Frühsommer als Regierungschef zurückziehen. Überraschend kommt der Schritt aber nicht mehr.

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Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) wird sein Amt Ende Mai abgeben. Das kündigte der 70-Jährige am Freitag in Fulda an. Die Entscheidung dazu sei bereits im Juli 2021 gefallen, sagte er.

Der CDU-Politiker Boris Rhein soll die Nachfolge von Bouffier als Hessens Ministerpräsident antreten. Rhein werde auch den Landesvorsitz der CDU übernehmen, teilte Bouffier mit. Rhein ist aktuell Präsident des hessischen Landtags.

Bouffier ist der derzeit dienstälteste Ministerpräsident in Deutschland. Seit fast zwölf Jahren führt er als Regierungschef die Landesregierung in Hessen an. Der 50-jährige Rhein war zwischen 2014 und 2019 Minister für Wissenschaft und Kunst, davor war er vier Jahre Innenminister. Der hessische Landtag wird voraussichtlich im Herbst 2023 neu gewählt. Derzeit regiert die CDU zusammen mit den Grünen.

Die CDU Hessen und die CDU-Landtagsfraktion trafen sich in der osthessischen Stadt zu ihrer Jahresklausur. Für 14.00 Uhr ist eine weitere Pressekonferenz nach den Beratungen angekündigt. Auch Kultusminister Alexander Lorz hatte sein Interesse erklärt, für die Nachfolge von Bouffier zu kandidieren, sollte dieser vorzeitig aufhören.

Anfang Juli soll zudem auf einem Landesparteitag turnusgemäß der Vorstand der hessischen CDU neu gewählt werden. Bislang galt als ausgemacht, dass die Ämter des Parteichefs und des Ministerpräsidenten oder CDU-Spitzenkandidaten für eine Landtagswahl in einer Hand liegen.

Bouffier war nach dem Rückzug von Ministerpräsident Roland Koch (CDU) aus der Politik im Jahr 2010 in die hessische Staatskanzlei eingezogen. Im selben Jahr wurde er CDU-Landeschef und Bundesvize seiner Partei. Bouffier war zuvor hessischer Innenminister gewesen. (dpa/red)



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