Vom Routine-Einsatz zum Video-Hit: Polizisten in Essen wollen Verwirrten verhaften, doch ohne Anwohnerhilfe klappte das nicht …

Von 14. April 2017 Aktualisiert: 14. April 2017 16:21
Zwei Polizisten in Essen wollten einen offenbar unter Alkohol- und Drogeneinfluss stehenden Mann (36) verhaften. Dabei wirkten sie allerdings irgendwie überfordert. Anwohner mussten eingreifen und bei der Festsetzung des "Verwirrten" helfen.

Die Gegend in Essen-Frohnhausen ist keine besonders gute Gegend, aber weit weg davon eine No-Go-Area zu sein, berichtet die „Welt“ von einer Situation, als der Polizei eine verwirrte Person gemeldet wurde. Zwei Streifenpolizisten eilten zum Ort des Geschehens.

Es war Sonntag, 18.30 Uhr. Sie trafen auf einen stämmigen 36-jährigen Mann, der auf der Berliner Straße verkehrsgefährdend herumtorkelte. An der Ecke Kuglerstraße stoppen ihn die Beamten.

Ein ganz normaler Einsatz …

Bei der Aufnahme der Personalien eskalierte die Situation und die beiden Polizisten versuchten, den wild um sich schlagenden Mann zu verhaften. Zunächst setzten die Beamten Pfefferspray ein, was keine durchgreifende Wirkung hatte.

Der korpulent wirkende Beamte hatte so seine Not, mit dem Mann, während seine recht klein wirkende Kollegin noch hilfloser danebenstand.

„Zuvor hatte der Polizist schon einige Schläge kassiert“, sagte später Haydar Yilmaz, der reaktionsschnell zum Handy griff und den Einsatz filmte.

Unerwartete Hilfe

Zu dieser ohnehin schon schwierigen Situation kamen plötzlich zwei weitere Personen, augenscheinlich Migranten, hinzu.

Polizeisprecher Peter Elke sagte später: „Mein erster Schreckgedanke war: Das sind Komplizen, und unsere Kollegen werden jetzt von zwei Seiten in die Mangel genommen.“

Doch stattdessen fragten die Anwohner die Beamten, ob sie Hilfe bräuchten. Nachdem diese bejahten, griffen die Männer laut „WAZ“ beherzt aber nicht übermäßig brutal zu und brachten den sich heftig wehrenden 36-Jährigen zu Boden, wo er mit viel Mühe gehalten werden konnte.

Alles fit bei der Polizei NRW?

Die Polizei Essen äußerte sich hinsichtlich Spekulationen über die Fitness ihrer Beamten: „Wir müssen alle regelmäßig das Sportabzeichen ablegen“, hieß es. Übergewicht bedeute nicht automatisch, dass ein Polizist solchen Krafteinsätzen nicht mehr gewachsen sei.

Unsere Kollegen sind keine Preisboxer und keine Karatekämpfer, es geht auf der Straße leider manchmal anders zu als im Fernsehen.“

(Peter Elke, Polizeisprecher)

Nun ja, mit vereinten Kräften gelang es dann dennoch, diesen Einsatz der etwas anderen Art zu einem erfolgreichen Ende zu bringen und Peter Elke ist sich sicher, dass das Video Eingang in die internen Schulungsprogramme der Polizei finden werde. Es zeige, auf was Polizisten gefasst sein müssten und welche Fehler passieren können.

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