Afghanische Flüchtlinge in den USA.Foto: Anna Moneymaker/Getty Images

Von den USA Evakuierte stellen in Deutschland Asylantrag

Epoch Times7. September 2021 Aktualisiert: 7. September 2021 10:45
Laut einem Bericht sollen Dutzende von den USA evakuierte afghanische Flüchtlinge bereits in Deutschland Asyl beantragt haben. Das Auswärtige Amt antwortete bisher nicht auf die Frage, inwiefern man dazu im Austausch mit den USA stehe. Am Mittwoch treffen sich US-Außenminister Antony Blinken und Außenminister Heiko Maas.

Mehrere von den USA evakuierte Afghanen haben mittlerweile in Deutschland einen Asylantrag gestellt. Das bestätigte das Integrationsministerium von Rheinland-Pfalz der „Welt“ (Mittwochsausgabe). „Es ist uns bekannt, dass evakuierte Personen um Asyl nachgesucht haben“, hieß es.

Nach Informationen der Zeitung soll es sich dabei um einige Dutzend handeln. Das Auswärtige Amt antwortete zunächst nicht auf die Frage, inwiefern man dazu im Austausch mit den USA stehe. Der Militärstützpunkt Ramstein sowie die US-Militäranlage in Kaiserlautern dienen den USA als Drehkreuz für ihre evakuierten afghanischen Flüchtlingen.

Dort werden sie registriert und bei Bedarf medizinisch behandelt. Anschließend sollen sie zunächst in Drittländer wie Albanien, Kanada oder Costa Rica gebracht werden. Am Mittwoch will sich US-Außenminister Antony Blinken in Ramstein mit Außenminister Heiko Maas (SPD) treffen.

In einer Videokonferenz mit mehr als 20 Ländern soll über die Situation in Afghanistan und Hilfe für die Menschen im Land beraten werden.

Blinken dankt Katar für Unterstützung bei Evakuierungsmission in Kabul

Bei seiner Auslandsreise dankte der US-Außenminister Katar bei einem Besuch in der Hauptstadt Doha für seine Hilfe bei der Evakuierungsmission in Afghanistan. Bei einem Treffen mit Emir Scheich Tamim bin Hamad al-Thani habe Blinken „Katars außerordentliche Unterstützung bei der Ermöglichung des sicheren Transits von US-Bürgern, unseren Partnern und anderen gefährdeten Afghanen“ gewürdigt, wie das US-Außenministerium in einer kurzen Erklärung mitteilte.

Der US-Außenminister und Katars Staatsoberhaupt erörterten demnach auch „andere wichtige bilaterale Themen“. Blinken, der von US-Verteidigungsminister Lloyd Austin nach Katar begleitet wurde, ist der ranghöchste Vertreter der US-Regierung, der die Region nach der Machtübernahme der radikalislamischen Taliban Mitte August besucht.

Gespräche des US-Chefdiplomaten mit Vertretern der Taliban in Doha waren nicht geplant. Außenamtsvertreter Dean Thompson erklärte aber, die US-Regierung werde die Taliban weiter einbeziehen, „um sicherzustellen, dass unsere Botschaft an sie klar ist“.

US-Evakuierungsmission lief über Katar

Über Katar lief ein großer Teil der US-Evakuierungsmission aus der afghanischen Hauptstadt Kabul. Für rund 55.000 aus Afghanistan ausgeflogene Menschen und damit für fast die Hälfte aller nach der Taliban-Machtübernahme unter US-Führung in Sicherheit gebrachten Menschen wurde der Golfstaat als Drehscheibe genutzt.

Blinken will mit Katar sowie der Türkei daran arbeiten, den Kabuler Flughafen wieder zu öffnen, um weitere Evakuierungsflüge sowie Hilfslieferungen für die afghanische Bevölkerung zu ermöglichen. Am Montag hatte ein US-Regierungsvertreter mitgeteilt, dass erstmals nach dem vollständigen US-Truppenabzug aus Afghanistan mehrere US-Bürger wieder offiziell das Land verlassen hätten.

Vier US-Bürger reisten demnach mit Wissen der Taliban über den Landweg aus. (dts/rm)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion