Von Politik und Wirtschaft gelenkt: Deutsche halten Medien für gesteuert

Epoch Times2. Mai 2016 Aktualisiert: 7. Juli 2016 20:15
Die Bundesbürger glauben die Medien seien von "den Mächtigen" gesteuert. Dies geht aus einer Umfrage des Instituts TNS emnid hervor. Nur 34 Prozent der Umfrageteilnehmer halten die Nachrichtenmedien für unabhängig.

Viele Deutsche glauben die Mainstream-Medien werden von Politik und Wirtschaft gelenkt. Die Bürger würden die Medien als "Teil des Systems" betrachten, das berichtet die Wochenzeitung Junge Freiheit unter Berufung auf eine Umfrage des Instituts TNS emnid für den Bayerischen Rundfunk.

In der Umfrage die am Montag veröffentlicht wurde, glaubten 60 Prozent der Befragten, dass Nachrichtenmedien hinsichtlich Inhalt und Art der Berichterstattung beeinflußt werden. Nur 34 Prozent würden die Öffentlich-Rechtlichen für unabhängig halten. "Der Eindruck, dass die Medien das Establishment stützen oder gar von ihm gelenkt werden, gibt diesem Dilemma weitere Nahrung", zitieren "JF" die Studie.

Demnach würden die Medien in ihrer Übermittlerfunktion von Nachrichten und Meinungsäußerungen von Politikern häufig in "Mithaftung" genommen werden, für das, was sie übermittelten, so "JF" weiter. "Vor diesem Hintergrund ist auch die hohe Zustimmung zu der Einschätzung, dass in den Medien häufig absichtlich die Unwahrheit gesagt wird, zu werten", heißt es von seiten der Autoren.

55 Prozent der Umfrageteilnehmer glaubten, dass die "Mächtigen" im Land – Regierung, Politiker, Wirtschaft, einflussreiche Personen und Interessengruppen – die Nachrichtenmedien kontrollieren. 

Trotzdem informieren sich, so die Studie, 56 Prozent der befragten Bürger ab 18 Jahren über die öffentlich-rechtlichen Fernsehkanäle. Wochen- und Tageszeitungen, Nachrichtenmagazine und öffentlich-rechtliche Fernsehsender würden ungeachtet der Kritik eine gesellschaftliche Kontrollfunktion im Sinne einer vierten Gewalt ausüben. (so) 

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