Syrer halten Banner mit Slogans gegen Gewalt vor dem Kölner Dom.Foto: PATRIK STOLLARZ/Getty Images

Von Unbekannten geküsst und begrapscht: Syrer retteten Amerikanerin vor Köln-Übergriffen

Epoch Times18. Januar 2016 Aktualisiert: 7. Juli 2016 17:05
Die organisierten Übergriffe auf Frauen in der Silvesternacht in Köln sind noch immer unaufgeklärt. Die Polizei erhielt bereits über 770 Anzeigen wegen sexueller Belästigung und Raub. Aus Politik und Polizeikreisen heißt es, die Silvesterübergriffe waren organisiert. Wer die Drahtzieher sind, ist unklar.

Die Stimmung gegenüber Flüchtlingen verschlechterte sich nach den Silvester-Übergriffen in Köln und anderen europäischen Städten. Aus Polizei- und Politikerkreisen heißt es, dass die Übergriffe in der Silvesternacht organisiert abgelaufen seien. Selbst Justizminister Heiko Maas sprach von einer organisierten Tat. Wer hinter dem organisierten Mob in Deutschland und anderen EU-Staaten steckt, ist bislang völlig unbekannt. Die Täter, die in großen Gruppen vorgingen, stammen laut Polizei meist aus nordafrikanischen Ländern.

Syrer helfen Studentin gegen Sex-Mob

Caitlin Duncan, eine Studentin aus den USA, war in der Silvesternacht auch am Kölner Hauptbahnhof. Sie und ihr Freund wollten dort den Start ins neue Jahr feiern. Doch inmitten der Massen verlor die 27-Jährige ihren Freund, berichtet sie der "New York Times". Darauf hin wurde sie zum Opfer der sexuellen Übergriffe. 

Männer begrabschten und küssten die Studentin gegen ihren Willen. Doch dann bekam sie unerwartet Hilfe: Eine Gruppe syrischer Flüchtlinge wurde auf sie aufmerksam und bildete einen Kreis um die Studentin herum, der sie vor den Attacken schützte. Ein aus Aleppo geflüchteter Grundschullehrer verständigte sich mit ihr auf Englisch. Der Syrer half der Amerikanerin ihren Freund zu finden. 

"Meine Freunde und ich sind froh, dass wir helfen konnten", sagte der 32-Jährige Syrer der Zeitung. Die Täter der Kölner Silvesternacht nannte er "böse Menschen" und sagte, man müsse sie zurück nach Hause schicken. 

766 Anzeigen – Erster Verdächtiger wegen Sexualstraftat in U-Haft

Nach den Übergriffen zu Silvester, sitzt nun erstmals ein Tatverdächtiger wegen einer Sexualstraftat in Untersuchungshaft. Dem 26 Jahre alten Algerier werde vorgeworfen, aus einer Gruppe heraus ein Opfer sexuell genötigt und dabei ein Handy gestohlen zu haben, teilte die Kölner Staatsanwaltschaft mit. Der Mann soll in einer Flüchtlingsunterkunft in Kerpen gelebt haben. Mehr als zwei Wochen nach den Übergriffen in der Kölner Silvesternacht werden immer noch Straftaten angezeigt. 766 sind es bislang. (so)

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