Vorlesung geplant: Uni will AfD-Mitbegründer Lucke vor möglichen Antifa-Attacken besser schützen

Epoch Times22. Oktober 2019 Aktualisiert: 23. Oktober 2019 6:39
Bernd Lucke soll erneut eine Vorlesung an der Universität Hamburg halten. Der AfD-Mitbegründer soll dieses Mal besser geschützt werden.

AfD-Mitbegründer Bernd Lucke wird bei seiner nächsten Vorlesung an der Universität Hamburg am Mittwoch im Falle neuer Tumulte besser geschützt. „Die Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz der Vorlesung und von Herrn Professor Lucke sind eng mit der Polizei abgestimmt und vonseiten der Universität ausgeweitet worden“, sagte eine Sprecherin auf Anfrage.

Zu Details wollte sie sich nicht äußern. Lucke war bei der ersten Vorlesung nach seiner Rückkehr an die Universität als „Nazi-Schwein“ beschimpft, körperlich bedrängt und am Reden gehindert worden. An dem Protest beteiligt waren auch Mitglieder der „Antifaschistischen Aktion“ (Antifa).

Ein weiteres Treffen mit der Studierendenvertretung AStA der Universität Hamburg ist nach Angaben der Uni nicht geplant. Der AStA teilte seinerseits in einer automatisieren Mail-Antwort am Montag mit, dass er bis auf Weiteres für keinerlei Presseanfragen oder weitere Stellungnahmen zur Verfügung stehe. Am Donnerstag hatte es ein erstes Treffen von Lucke mit drei Vertretern des AStA sowie mit Universitätspräsident Dieter Lenzen gegeben. Danach blieben die Fronten verhärtet.

Der AStA hatte am vergangenen Mittwoch zu einer Kundgebung vor dem Hauptgebäude der Uni aufgerufen, aber anschließend klargestellt, dass er zu den Störungen im Hörsaal nicht aufgerufen hatte. Auf Antrag der AfD-Fraktion soll in der Aktuellen Stunde der Bürgerschaft am Mittwoch auch über den Vorfall gesprochen werden.

Lucke sieht Meinungsfreiheit in Deutschland gefährdet

Lucke sieht nach dem Vorfall auf der Uni die Freiheit der Rede in Deutschland generell gefährdet. „Den Störern liegt an der politischen Meinungsherrschaft: Sie wollen darüber entscheiden, was richtig und was falsch ist“, schreibt Lucke in einem Gastbeitrag für die „Welt am Sonntag“. Vielen gehe es weder um Dialog noch Argumentation, sondern um politische Herrschaft.

Zudem beklagt Lucke einen Mechanismus, wonach die Positionen von politisch Andersdenkenden vergröbert und verzerrt wiedergeben würden, um diese möglichst nachhaltig zu diskreditieren: „Wer den Euro kritisiert, ist ein Antieuropäer, wer das Kopftuch verbieten will, ist ein Islamfeind, wer Greta kritisiert, ein Klimaleugner“, so Lucke in der „Welt am Sonntag“. (dts/dpa/so)

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