Henriette Reker (Archivbild).Foto: dpa

Wahlsonntag in Köln: OB-Kandidatin Reker bei Messerstecherei verletzt

Epoch Times17. Oktober 2015 Aktualisiert: 17. Oktober 2015 10:06
Bei einer Messerstecherei in Köln sind am Samstagmorgen vier Menschen verletzt worden - darunter auch Oberbürgermeister-Kandidatin Henriette Reker. Morgen wird in Köln der neue OB gewählt und sie ist eine der aussichtsreichsten Kandidaten.

Reker habe sich an einem Infostand der CDU auf einem Wochenmarkt befunden, sagte ein Polizeisprecher der dts Nachrichtenagentur. Gegen 09:04 sei es dann zu dem Angriff gekommen.

Der Mann sei festgenommen worden und befinde sich in Gewahrsam. Die Schwere der Verletzungen ist noch unklar. Auch die Gründe der Tat sind unbekannt.

Der Focus schreibt, dass ein 44 Jahre alter Mann sich einem Informationsstand der CDU näherte, an dem sich auch Reker befand und dann mehrere Personen mit einem Messer attackierte, so ein Polizei-Sprecher.

Henriette Reker ist Sozialdezernentin in Köln und derzeit eine der aussichtsreichen Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl am Sonntag. Sie ist parteilos und wird von Grünen, CDU und FDP unterstützt. Laut Meldung des Express wurden "vier weitere Menschen verletzt, einer davon schwer. Unter den Verletzten ist auch Rekers Wahlhelferin Katja Heuer."

Ihr wichtigster Konkurrent auf das OB-Amt, der SPD-Kandidat Jochen Ott, teilte mit, dass er seinen Wahlkampf unterbricht:

„Gerade erfahre ich vom Attentat auf meine Mitbewerberin Henriette Reker. Ich bin zutiefst bestürzt und drücke ihr von Herzen die Daumen. Ab sofort werde ich meinen Wahlkampf unterbrechen, bis ich weitere Informationen über ihren Gesundheitszustand habe.“

Am Sonntag treten sieben Kandidaten an. Ursprünglich war die Wahl für den 13. September geplant und wegen fehlerhafter Stimmzettel um fünf Wochen verschoben worden. 

Mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung

Henriette Reker versprach im Wahlkampf einen „tiefgreifenden Wandel in Köln“ und kündigte an, nach mehreren Skandalen in Köln verlorenes Vertrauen in Politik und Verwaltung durch mehr Transparenz und Bürgerbeteiligung zu stärken.

Sollte sie Kölner Oberbürgermeisterin werden, wäre das eine Doppelpremiere: Reker wäre die erste Frau in der Geschichte der Großstadt, die sich die Amtskette umhängen darf. Zugleich würde sie als erste Parteilose den Chefsessel im Kölner Rathaus erobern.

Reker wurde in Köln geboren und wuchs dort auf. Nach dem Jurastudium arbeitete sie in Bielefeld, Münster und Gelsenkirchen, bevor sie 2010 nach Köln zurückkehrte.

Unter anderem war sie Justiziarin für die NRW-Innungskrankenkassen, außerdem sammelte sie zehn Jahre lang Verwaltungserfahrung als Dezernentin in Gelsenkirchen. Seit fünf Jahren leitet sie in Köln das Dezernat für Soziales, Integration und Umwelt. (dts/ks)



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