Waltersdorf von der Außenwelt abgeschnitten

Epoch Times1. Oktober 2010 Aktualisiert: 1. Oktober 2010 11:01

Seit Donnerstag sind die Hubschrauber der Bundeswehr im Großeinsatz. Brüchige Stellen des auf zehn Metern defekten Deiches bei Meuselko im Kreis Wittenberg sollen heute mit Betonwänden verstärkt werden. In der vorangegangenen Nacht überflutete das Deichwasser mehrere Straßen, so dass die kleine Ortschaft Waltersdorf von der Außenwelt abgeschnitten ist. 20 Bewohner sitzen den Angaben des Kreises zufolge in ihren Häusern fest.

Sprecher des Landkreises Ronald Gauert berichtet von 250 000 Sandsäcken, die bisher von den Hubschraubern der Bundeswehr bei den brüchigen Deichwänden abgeworfen worden. Heute wolle man versuchen, große Betonteile gezielt abzuwerfen, um den Deich zu schließen.

Im Elbe-Elster-Kreis drohen Dämme abzurutschen, an vielen Stellen sickert das Wasser durch. Aber nicht nur an der Schwarzen Elster, auch an der Neiße bei Klein Bademeusel wurden Deichschäden festgestellt. Hubschrauber der Bundeswehr sorgen auch hier für genügend Sandsäcke.

Für die vom Hochwasser betroffenen Flüsse Neiße und Spree gab es inzwischen Entwarnung. Die Alarmstufen wurden gesenkt. Der Pegel der Schwarzen Elster sei durch den Deichbruch am Donnerstag um 20 Zentimeter zurückgegangen, sagte Antje Rentsch von der Hochwasservorhersagezentrale. In Bad Liebenwerda sinken die Pegel weiterhin, in Herzberg seien sie bisher gleich geblieben, so das Hochwassermeldezentrum in Cottbus. Die Hochwasservorhersagezentrale in Magdeburg meldete ein leichtes Fallen der Wasserstände in Löben.

In Sachsen entspannt sich die Lage weiterhin. Hier waren vielerorts Felder und Wiesen überschwemmt, Häuser standen unter Wasser. An Spree, Neiße, Elbe und weiteren Flüssen gelten die Meldegrenzen aber vorerst weiter als überschritten. (mcd)

 

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