Wer ist Simone Lange? Flensburgs Oberbürgermeisterin kandidiert für SPD-Parteivorsitz

Epoch Times21. April 2018 Aktualisiert: 22. April 2018 12:22
Am 22. April findet der SPD-Parteitag statt. Ziel ist, einen neuen Vorsitzenden zu wählen. Simone Lange, einzige Gegenkandidatin von Andrea Nahles, wehrt sich, nur 10 Minuten Redezeit zu haben.

Polizistin, Kriminalbeamtin, Oberbürgermeisterin von Flensburg, Bewerbung als SPD-Parteichefin – Simone Lange stellt sich zur Wahl für den Parteivorsitz der SPD.

Aus dem Bundesvorstand selbst erfährt Simone Lange keine Unterstützung, auch Olaf Scholz ging nicht auf sie zu. Die bisherige Oberbürgermeisterin organisierte ihre eigene Werbekampagne – in ihrer Urlaubszeit. Über 80 Ortsvereine unterstützen sie bereits, wie der NDR im Video sagt. In der gesamten Bundesrepublik hat die SPD laut Wikipedia 13.500 Ortsvereine.

2003 trat Simone Lange in die SPD ein, „als alle wegliefen“, weil sie meinte, „nun müsse man hingehen und etwas verändern“ – und weil sie mit der Politik von Schröder und der Agenda 2010 nicht einverstanden war.

Der Moment, zu dem Martin Schulz zurücktrat und bestimmte, dass Andrea Nahles als kommissarische SPD-Chefin eingesetzt wird, war für Simone Lange der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte: „Jetzt muss was passieren!“ Und: „Irgendwer muss es doch tun.“ (Siehe auch: Es ist für mich an der Zeit, meine Entscheidung zu treffen.)

Die SPD braucht eine Alternative, erklärt Simone Lange, es lohne sich, sich zu engagieren. Ihr sind „Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität“ wichtig, doch wieviel Freiheit haben die Menschen derzeit? Es geht ihr um eine Erneuerung der Partei, sie hat auch nicht für alles Lösungen – doch sie scheint den notwendigen Elan dafür mitzubringen, erklärt der NDR zum Abschluss.

Simone Lange wird beim Sonderparteitag am 22. April in Wiesbaden nur eingeschränkt sprechen dürfen. Das sei für die weniger bekannte Kandidatin ungerecht, reklamierte sie.

„Dieser Sonderparteitag wurde einzig mit dem Ziel einberufen, die neue Vorsitzende zu wählen und dann werden zur Kandidatinnenvorstellung zehn Minuten angeboten“, sagte Lange den „Kieler Nachrichten“.

„Mit diesen zehn Minuten schaden sie nicht mir. Sie schaden dem Ansehen der Partei.“ Simone Lange weiter: „Es ist die Sozialdemokratie, die gerade ihr Gesicht zeigt. Deshalb müssen wir uns nicht fragen, warum wir gerade bei 18 Prozent stehen.“

ks (mit Material von dpa/dts)

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