„WerteUnion“-Chef Mitsch entsetzt über Günthers Vorschlag zur Koalition zwischen CDU und Linken

Der Vorsitzende der "WerteUnion", Alexander Mitsch (CDU), ist entsetzt über den Vorschlag seines Parteikollegen, dem schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther. Dieser fordert Offenheit zu einer Koalition mit der Linken. Mitsch dazu: "Wir haben einen klaren Unvereinbarkeitsbeschluss mit der Linkspartei und stehen für eine völlig andere Gesellschaft als die umbenannte SED."
Titelbild
Der schleswig-holsteinischen Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) biedert sich der Linken an.Foto: Jens Schlueter/Getty Images)
Epoch Times14. August 2019

Zwei Wochen vor den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg hat der schleswig-holsteinische Ministerpräsident und CDU-Politiker, Daniel Günther, abermals gefordert, dass die CDU sich auf Koalitionen mit der Linkspartei einlassen solle.

„Tichys Einblick“ wollte von Günthers Parteikollegen Alexander Mitsch,Vorsitzender der „WerteUnion“ und Beisitzer im CDU-Kreisvorstand Rhein-Neckar wissen, was ihn zu dieser Idee getrieben haben könnte.

Profilierungssucht, Machterhalt und „Schielen auf die Ostwähler“

Mitsch glaubt, dass Profilierungssucht bei Günther eine Rolle spielen könne und das es dem Ministerpräsidenten dabei um Machterhalt ginge. Außerdem glaube dieser wahrscheinlich, dass sich mit den Linken unionsgeführte Regierungen im Osten entweder halten oder bilden ließen.

Und er glaube vielleicht auch, damit seinen Parteifreunden im Osten zu helfen, führt Mitsch aus. Doch mit Sicherheit tue er den Wahlkämpfern damit nichts Gutes, ist sich der Vorsitzende der „WerteUnion“ sicher.

Denn allein die Möglichkeit, dass, jemand der für die CDU stimmt, auch die Linkspartei in Regierungen bringt, würde massiv Wähler der CDU verschrecken. Manche von denen werden sich dann anders orientieren“, so Mitsch weiter.

Zudem wäre eine solche Koalition, selbst wenn sie zustande käme, von vorn herein zum Scheitern verurteilt, und würde die Partei zerreißen, erklärt Mitsch. Denn die CDU sei vor 30 Jahren die Partei der Deutschen Einheit schlechthin gewesen.

Somit wäre es doch völlig absurd vor allem in den Augen vieler CDU-Wähler im Osten, wenn wir jetzt mit der ehemaligen SED gemeinsame Sache machen würden, die für Teilung, Verfolgung und die Mauer stand“, erklärt Mitsch.

Mitsch: Koalition der CDU mit der Linken wird zu Austritten führen

Das würde auch zu Austritten von CDU-Mitgliedern führen, vermutet Mitsch. Denn es gäbe eine große Zahl von Mitgliedern, die sozusagen mit geballter Faust in der Tasche geblieben sind. So würden selbst geduldige Leute dann zu dem Schluss kommen: Jetzt hat die CDU ihre Prinzipien endgültig verloren, erklärt der CDU-Mann Mitsch.

Selbst eine Koalition mit den Grünen würden viele CDU- Wähler schon nicht akzeptieren, selbst das könnte die CDU schon zerreißen, ist sich Mitsch sicher und fragt sich, was Günther noch in der CDU halte.

Das, was er fordert, passt überhaupt nicht zu unserer Partei. Wir haben einen klaren Unvereinbarkeitsbeschluss mit der Linkspartei und stehen für eine völlig andere Gesellschaft als die umbenannte SED, so der konservative CDU-Politiker.

Jetzt trotzdem mit dem Gedanken an eine Zusammenarbeit zu spielen – das sei auch menschlich verwerflich.

Die „WerteUnion“ ist ein Verein, deren Mitglieder den konservativen Flügel der CDU/CSU und ihnen nahe stehender Organisationen darstellen. Der Verein soll rund 2.500 Mitglieder haben. (er)



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