Wetterdienst warnt vor weiteren Unwettern – Zwei Tote – Hotelzüge bereitgestellt – Zwei Videos aus Magdeburg

Epoch Times22. Juni 2017 Aktualisiert: 23. Juni 2017 9:10
Mittlerweile sind zwei Menschen durch den Sturm zu Tode gekommen. Die Deutsche Bahn teilt mit, dass Hotelzüge in Hannover, Hamburg, Bremen und Kassel-Wilhelmshöhe bereitstehen.

Aktuelle Warnungen können hier verfolgt werden: Brandenburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen, Sachsen, Hessen, Bayern, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg.

Der Wetterdienst warnt auch weiterhin vor Gewittern und Unwettern.

Zwei Menschen kamen deutschlandweit ums Leben

Wie der „Usinger Anzeiger“ berichtet, hat ein heftiger Sturm mindestens einen Menschen getötet: „Der 50-Jährige wurde in der Nähe des niedersächsischen Uelzen in einem Auto von einem herabstürzenden Baum erschlagen.“

Im Kreis Gifhorn starb eine 83 Jahre alte Frau, nachdem sie mit ihrem Auto durch das Geäst eines umgestürzten Baumes gefahren war. Der Baum müsse unmittelbar vor der Frau in Alt Isenbüttel auf die Bundesstraße 244 gekippt sein, teilte die Polizei mit. Die gesamte Dachpartie des Autos sei eingedrückt worden, der Wagen kam aber erst später zum Stehen.

Die „Mitteldeutsche Zeitung“ berichtet von einigen Leichtverletzten.

Stromversorgung teilweise unterbrochen

Sachsen-Anhalt meldet, dass  die südliche Altmark, die Börde, das Jerichower Land, Magdeburg und die Region Zerbst besonders betroffen sind. Der Zoo in Magdeburg bleibt noch bis Sonntag geschlossen. Die Stromversorgung ist betroffen, teilweise wurden Stromleitungen gekappt oder es gab Kurzschlüsse, vor allem im Mittelspannungsnetz (20 kV).

„Wir haben Ausfälle im gesamten nördlichen Sachsen-Anhalt mit Tausenden betroffenen Kunden“, sagt Avacon-Sprecherin Corinna Hinkel. Schwerpunkte sind die Regionen Wolmirstedt und Zerbst, einige Regionen haben bereits wieder Strom.

Gestrandete Bahnreisende

Auf Gleis 7 im Hauptbahnhof steht ein Zug von – zum Übernachten

Weiter Hotelzüge sind in Hamburg, Bremen und Kassel-Wilhelmshöhe vorhanden.

Aktuelle Warnkarte von 20:20 Uhr

Bildschirmfoto vom 2017-06-22 16-54-10

Tornadoverdacht

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) berichtete, dass Meteorologen der Luftfahrtberatung in Hamburg den typischen „Luftschlauch“ eines Wirbelsturms gesichtet.

Der DWD-Tornado-Beauftragte Andreas Friedrich sagte, es habe sich um einen schwachen und nur kurzlebigen Wirbel von wenigen Minuten mit wenig „Bodenkontakt“ gehandelt.

Berlin: Ausnahmezustand „Wetter“

In Berlin sind die Feuerwehren auch im Einsatz, am Nachmittag rief sie den Ausnahmeszustand „Wetter“ aus. Es geht um umgefallene Bäume, Äste, vollgelaufene Keller. Auch der Flugverkehr ist in Deutschland an manchen Stellen unterbrochen.

17:50 entspannte sich in Berlin die Lage:

Die freiwilligen Feuerwehren bleiben noch im Dienst. Bis jetzt gab es ca. 130 Einsätze durch das #Unwetter

— Berliner Feuerwehr (@Berliner_Fw) June 22, 2017

Bahn stellte wegen heftiger Unwetter Zugverkehr in Norddeutschland weitgehend ein

Update 18:30 Uhr: Behinderungen bis Freitagmorgen, Hotelzüge

Die Bahn rechnet noch bis zum Freitagmorgen mit Behinderungen im Zugverkehr. Zwar rollt der Verkehr auf den Strecken Hamburg-Berlin und Hannover-Berlin seit dem späten Donnerstagnachmittag wieder, die Strecken Hamburg-Hannover und Hamburg-Bremen bleiben jedoch weiterhin gesperrt.

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„An mehreren Streckenabschnitten blockieren entwurzelte Bäume die Gleise oder haben die Oberleitung beschädigt. Die Beseitigung der Schäden wird hier voraussichtlich bis in die Morgenstunden andauern“, hieß es in der Mitteilung der Bahn.

In den Bahnhöfen Hamburg, Hannover, Bremen und Kassel-Wilhelmshöhe seien die für Reisende, die ihre Zugfahrt nicht mehr fortsetzen könnten, Hotelzüge bereitgestellt worden. Auch auf den Strecken Magdeburg-Braunschweig, Magdeburg-Stendal und Magdeburg-Berlin habe es aufgrund von Unwetterschäden Sperrungen gegeben. An der Beseitigung der Schäden werde noch gearbeitet.

Udpate 17:30 Einige Strecken wieder freigegeben

Einige Strecken, vor allem die zwischen Hamburg und Berlin, sind nach 2,75 Stunden wieder frei. Äste und Bäume werden noch beräumt, es gibt noch einen Rückstau der Züge, der sich nur langsam auflöst.

Die Deutsche Bahn musste wegen des heftigen Unwetters in Teilen Norddeutschlands den Zugverkehr einstellen, wie das Unternehmen über Twitter mitteilte.

Nach Angaben des Unternehmens wurden Züge auf den Strecken zwischen Hannover, Hamburg, Kiel und Bremen zurückgehalten. Auch die Strecken von Berlin nach Hamburg und Hannover waren betroffen.

Unter anderem stürzten den Angaben zufolge Bäume auf Oberleitungen. Die Bahn warnte vor zahlreichen Ausfällen und Verspätungen. (dts/ks)

Video: Unwetter in Magdeburg