„#wir sind noch mehr“ – Ein Buch landet nach FB-Löschung auf Bestsellerplatz

Epoch Times6. December 2018 Aktualisiert: 7. Dezember 2018 8:33
Zunächst nannten sie sich Alternative Medien, vereinzelte Autoren, auf Blogs, in Foren und auf eigenen Webseiten agierend, bis sie sich Anfang dieses Jahres trafen, voller Respekt füreinander, und feststellten, dass sie eigentlich Freie Medien wären.

Ein frischer Wind beförderte ihre Ideen, eine chaotische Regierungspolitik gab genügend Anlass, die Feder zu spitzen, und die geknüpften Bande untereinander ließ die Idee Gestalt annehmen, sich gemeinsam in einem Buch der Öffentlichkeit zu präsentieren. Es gab genügend qualitätvolle Texte, die immer noch aktuell sind, und Erfahrungen im Bücherschreiben und -verlegen.

Der alternative Gedanke blitzte wieder um die Ecke, als der Titel entstand als Alternative zu den Demonstranten von „Wir sind viele“, nämlich deutlich zu sagen: „#wir sind noch mehr“.

Das Buch sollte ab dem 1. Dezember ausgeliefert werden, aber dann knallte es. Am 15. November, als das Buch endlich bei Amazon bestellbar war, schrieb Hanno Vollenweider, Herausgeber des Buches, auf seiner Seite DIE UNBESTECHLICHEN:

„Eigentlich wollte ich Ihnen davon erzählen, dass 21 Autoren, namentlich Vera Lengsfeld, Petra Paulsen, Heiko Schrang, David Berger, Jürgen Fritz, Michael Stürzenberger, Ramin Peymani, Imad Karim, Thomas Bachheimer, Marcus Franz, Thomas Böhm, Roger Letsch, Peter Helmes, Niki Vogt, Charles Krüger, Christian Jung, Wolfgang van de Rydt, John James, Naomi Seibt, Friedemann Wehr und ich, Hanno Vollenweider als der Herausgeber, eine 512 Seiten starke Textsammlung zu den wichtigsten Themen aktueller Politik und des Weltgeschehens geschaffen haben, wie es sie so noch nie gegeben hat.“

Die Stimmung wurde jedoch erheblich getrübt, weil, so schrieb Vollenweider weiter, „eine gute Freundin von mir voller Enthusiasmus ans Werk ging und postete auf Facebook in einigen Gruppen und auf ihrer eigenen Seite den Link zum Amazon-Angebot, um möglichst viele ihrer Freunde und Follower zu informieren. Als sie dann am nächsten Morgen auf ihr Handy schaute, staunte sie nicht schlecht! Facebook hatte alle ihre Postings gelöscht und ihren Account blockiert. Der Grund: Die Postings, also der Link zu unserem Buch, verstoße gegen die Gemeinschaftsstandards von Facebook!“

Keine Begründung, keine Erklärung, aber ein Empörungssturm bei den Beteiligten, das Thema machte im Netz die Runde. Wenn Facebook damit den Mantel des Schweigens über dem Buch ausbreiten wollte, ist ihnen mit Bravour das Gegenteil gelungen.  Die Fans der Autoren stürmten die Bestelllisten bei Amazon.

Das Ergebnis? Das Buch landete aufgrund der Bestellungen ganz schnell auf einem Bestsellerplatz bei Amazon, die erste Auflage war schon vor der Auslieferung ausverkauft, und mit viel Mühe ist es dem Verlag gelungen, dass die zweite Auflage – trotz Weihnachtsgeschäft in den Druckereien – auch noch vor Weihnachten im Buchhandel, beim Verlag von Heiko Schrang und bei Amazon ausgeliefert werden kann. Sie sind wirklich #noch mehr.

Eine lesenwerte Sammlung ist entstanden, vielfältig, unangepasst, frei in den Meinungen, anregend und aufregend. Ein Rückblick auf die Bemühungen der verschiedensten Aktivisten und Publizisten in den letzten Monaten und auch Jahren und ein Hoffnung weckender Einblick in das Denken und bemerkenswerte Engagement freier Autoren. Auch Epoch Times wird von vielen gern als Platz für Veröffentlichungen genommen, bzw. fragt bei vielen von ihnen gerne an nach Artikeln als freie Presse mit einer großen Reichweite.

So kann die Erwartung von Hanno Vollenweider doch noch in Erfüllung gehen, denn er kann nun verkünden: „dass 21 Autoren eine 512 Seiten starke Textsammlung zu den wichtigsten Themen aktueller Politik und des Weltgeschehens geschaffen haben, wie es sie so noch nie gegeben hat. Auch, dass wir uns endlich zusammengeschlossen haben in der Vereinigung der Freien Medien e.V. und dass wir nun gemeinsam ein Fels in der Brandung gegen fortschreitende Zensur und die Aushöhlung der Meinungsfreiheit in Deutschland sein wollen.“  (rls)

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