Wismar: Junger Syrer begeht Missbrauch im Erlebnisbad – Innenminister fordert sofortige Strafe

Epoch Times6. April 2016 Aktualisiert: 7. Juli 2016 21:10
Die Staatsanwaltschaft prüft, ob sie Rechtsmittel gegen die Freilassung des jungen Syrers einlegt, der am Sonntag im Erlebnisbad Wonnemar zwei Mädchen sexuell belästigt haben soll. Es wird zu einer erneuten Befragung der Mädchen vor Gericht kommen. Bei dem Fall ist das tatsächliche Alter des Beschuldigten von Bedeutung, welches mit 19 angegeben wird. Er selbst behauptete vor Gericht, erst 16 zu sein.

Im "Wonnemar" sollen die beiden Schwestern (13 und 8) von dem jungen Mann angesprochen und sexuell belästigt worden sein. 

Bisher wurden die Mädchen nur von der Polizei befragt. Jetzt müssen sie allerdings noch einmal den Vorfall in ihrer Zeugenaussage schildern, wobei die Eltern anwesend sein müssen.

Der Flüchtling hatte die Mädchen zunächst angesprochen und war mit ihnen gemeinsam gerutscht. Dann habe er den Kindern an das Gesäß gefasst, sie unsittlich berührt und umklammert. Die Achtjährige habe er auch auf den Mund geküsst, meldete der NDR.

Die Altersfrage

Nun wollen die Ermittler herausfinden, ob der Beschuldigte tatsächlich 16 Jahre alt ist, wie er vor Gericht angab. Der Richter im Amtsgericht Wismar glaubte dem jungen Syrer dies und hob den Haftbefehl, der im Vorfeld nach Aktenlage erlassen wurde, auf. Nun prüft die Staatsanwaltschaft, ob sie Rechtsmittel gegen die Freilassung des Flüchtlings einlegt, der nach anderen Angaben bereits 19 Jahre alt sein soll.

Wie der NDR weiter schreibt, soll der Jugendliche bereits im Februar einer 14-Jährigen Geld für sexuelle Handlungen gegeben haben, was nach deutschem Recht nicht strafbar wäre, solange er noch nicht volljährig ist.

Die Altersbeurteilung ist in diesem Fall von großer Wichtigkeit, da der Fall durch Minderjährigkeit nicht strafbar ist und damit für den "Wonnemar"-Fall der juristische Haftgrund "Wiederholungsgefahr" ausscheidet.

Am Montag bereits schaltete sich Innenminister Lorenz Caffier (CDU) ein und forderte: "Die Strafe muss auf dem Fuß folgen." Ansonsten würden Politik, Polizei und Justiz ein falsches Signal senden, was auch als Einladung zu weiteren Straftaten verstanden werden könne.

"Wer das Asylrecht nach dem Grundgesetz in Anspruch nehmen möchte, muss auch alle anderen Artikel des Grundgesetzes respektieren", so der Innenminister nach einer Meldung des "Abendblatt". (sm)

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