AfD-Flyer.Foto: ODD ANDERSEN/AFP/Getty Images

WJC-Präsident Lauder: Die AfD „ist eine Schande“ und hat „keinen Platz in Deutschland“

Epoch Times30. März 2017 Aktualisiert: 30. März 2017 10:29
Die AfD-Partei "hat keinen Platz in Deutschland", sagt der Präsident des Jüdischen Weltkongresses. Er hoffe, dass sie bald "von der politischen Bühne verschwindet". Die AfD sei eine "Schande für Deutschland".

Der Präsident des Jüdischen Weltkongresses (WJC), Ronald Lauder, hat scharfe Kritik an der AfD geübt: „Diese Partei hat keinen Platz in Deutschland“, sagte Lauder der „Welt“. Er hoffe, dass sie bald „von der politischen Bühne verschwindet“. Die AfD sei eine „Schande für Deutschland“.

Lauder bezog die Kritik unter anderem auf den thüringischen AfD-Vorsitzenden Björn Höcke. Dieser war für Aussagen in einem Interview mit dem „Wall Street Journal“ kritisiert worden.

„Björn Höcke hätte nie interviewt werden dürfen“, sagte Lauder. „Er klang wie ein Fürsprecher von Hitler. Für mich ist klar, dass sich die AfD der extremen Rechten anbiedert. Sie spielt mit dem Feuer.“ Mit Blick auf Bombendrohungen gegen jüdische Gemeindezentren in den USA sagte Lauder: „Wir wissen noch nicht, ob diese Bombendrohungen von Einzelnen kamen oder von einer organisierten Gruppe.“

Lauder verteidigte US-Präsident Donald Trump; er sagte aber, dieser hätte die antisemitischen Aktionen „schneller und massiver“ verurteilen können. Der einstige US-Botschafter Lauder ist Mitglied der Republikaner, Unternehmer, Chef des New Yorker Museum of Modern Art und Präsident des Jüdischen Weltkongresses.

Die von ihm gegründete Ronald S. Lauder Foundation setzt sich für jüdische Bildungseinrichtungen außerhalb Israels ein. (dts)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion