Zentralrat der Muslime: AfD ist „eine antimuslimische Partei“

Der Zentralrat der Muslime warnt vor einer Instrumentalisierung des Islam im Wahlkampf. Das Thema ziehe zwar Aufmerksamkeit auf sich, sollte aber nicht inflationär verwendet werden, meint der Vorsitzende des Rats. Die AfD sei eine "antimuslimische Partei", so der Vorsitzende weiter. Denn sie stelle sich gegen die im Grundgesetz garantierte Religionsfreiheit.
Titelbild
Aiman Mazyek (Mitte) mit seinen Kollegen Sadiqu Al-Mosllie (l.) und Nurhan Soykan nach einem Gespräch mit der AfD am 23. Mai 2016 in Berlin (Symbolbild).Foto: Sean Gallup/Getty Images
Epoch Times7. August 2017

Das Thema Islam sollte im Wahlkampf nicht instrumentalisiert werden, meinte Aiman Mazyek. Er ist Vorsitzender des Zentralrats der Muslime.

„Islamthemen versprechen immer erhöhte Aufmerksamkeit. Das verleitet Politiker, die Themen zu bedienen“, sagte Mazyek dem „Badischen Tagblatt“ (Montagsausgabe). „Ich kann nur appellieren, es nicht ausarten zu lassen, denn die Betroffenen müssen es ausbaden.“ Sein Appell richte sich an alle Parteien, sagte Mazyek.

Mazyek: AfD ist „antimuslimisch“

Die AfD bezeichnete Mazyek ausdrücklich als antimuslimische Partei. „Sie stellt sich gegen die im Grundgesetz garantierte Religionsfreiheit. Die AfD ist per Selbstdefinition eine antimuslimische Partei“, sagte er.

Der Zentralrat der Muslime werde zwar weiterhin das Gespräch mit der AfD suchen. „Aber insgesamt ist es schwierig, mit einer Partei zu sprechen, die uns generell als Bürger zweiter Klasse betrachtet.“ (afp)



Epoch TV
Epoch Vital
Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Dies umfasst ebenso abschweifende Kommentare, die keinen konkreten Bezug zum jeweiligen Artikel haben. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.


Ihre Epoch Times - Redaktion