Wenn eine Minderheit angegriffen werde, "dauert es nicht lange, bis es die nächste Minderheit trifft", so der Zentralrat der Muslime.Foto: RONALD WITTEK/AFP/Getty Images

Zentralrat der Muslime fordert mehr Polizeischutz für Moscheen

Epoch Times14. September 2019 Aktualisiert: 14. September 2019 13:15
Der Zentralrat der Muslime in Deutschland hat mehr Polizeischutz für Moscheen gefordert. Zentralratschef Mazyek verwies auf Übergriffe und Bombendrohungen. Nötig sei nun "ein neues Sicherheitskonzept".

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland hat mehr Polizeischutz für Moscheen gefordert. Zentralratschef Aiman Mazyek verwies gegenüber der „Osnabrücker Zeitung“ vom Samstag auf Übergriffe und Bombendrohungen. Nötig sei nun „ein neues Sicherheitskonzept, denn die Gefahrensituation für muslimische Einrichtungen hat sich grundlegend verändert“.

Bundesweit seien in diesem Jahr zwar nur wenige Fälle von Bombendrohungen gegen Moscheen öffentlich geworden – es gebe aber mehr, erklärte Mazyek. Der Zentralrat wisse von 18 Fällen, „die Dunkelziffer dürfte noch höher sein“. Viele Moscheen wollten jedoch nicht, dass entsprechende Informationen nach außen drängen, denn sie fürchteten Trittbrettfahrer.

Mazyek forderte Politiker auf, betroffene Moscheen zu besuchen: „Das ist zwar Symbolpolitik, aber es braucht Symbole in diesem Zusammenhang.“ Wenn eine Minderheit angegriffen werde, „dauert es nicht lange, bis es die nächste Minderheit trifft“.

Der Zentralratsvorsitzende kritisierte: „Es ist fatal, wenn die öffentliche Empörung ausbleibt und diese Vorgänge nicht als Gefahr gegen die Demokratie als solche verstanden werden.“ (afp)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion