Koran auf Holzständer. Symbolbild.Foto: istock

Zentralverband der Muslime verurteilt Koranschändung in Bremer Moschee

Epoch Times11. Juni 2019 Aktualisiert: 11. Juni 2019 12:58

Nach der Schändung von rund 50 Koranen in einer Bremer Moschee hat der Zentralverband der Muslime in Deutschland die Tat verurteilt.

Diese „zielt klar darauf ab, die Spirale von Hass und Gewalt gegen Muslime und ihre Moscheen sowie allgemein gegen ihre Religion weiter anzutreiben“, erklärte der Vorsitzende Aiman Mazyek am Dienstag in Köln. Der gesellschaftliche Frieden solle beschädigt werden.

Am Samstagnachmittag hatten ein oder mehrere unbekannte Täter rund 50 Korane in der Bremer Rahma-Moschee zerstört, der Staatsschutz der Polizei ermittelt. Viele Korane wurden laut Ermittlern zerrissen.

Nach Angaben des Zentralverbands der Muslime wurden sie unter anderem in Toiletten geworfen. Die Polizei bat um Hinweise von Zeugen. Die Moschee war zur Tatzeit für die Allgemeinheit geöffnet.

Mazyek beklagt mehrere schwere islamfeindliche Straftaten

Mazyek rief Politik und Öffentlichkeit dazu auf, die Tat „laut und deutlich“ zu verurteilen. Im Gegensatz zu dem Echo, das diese in den internationalen Medien ausgelöst habe, werde sie im Inland kaum aufgegriffen.

Es habe in den vergangenen Tagen mehrere teils schwere islamfeindliche Straftaten gegeben. Die Bremer Polizei und Bremens Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) müssten diese intensiv untersuchen.

Vor rund eineinhalb Wochen war ein Jugendlicher bei einem mutmaßlich islamfeindlich motivierten Messerangriff in einer Bremer Straßenbahn schwer verletzt worden.

Ein 27-Jähriger stach ihm ein Messer in den Hals, nachdem er diesen und einen Begleiter islamfeindlich beleidigt hatte. Spezialkräfte der Polizei nahmen den Verdächtigen einige Tage später fest, er wurde zwangsweise in eine Psychiatrie eingewiesen.

Mazyek forderte einen Beauftragten gegen Muslimfeindlichkeit und Polizeischutz für Moscheen. Derartige Taten zielten darauf ab, dem gesellschaftlichen Zusammenhalt und letztlich auch der Demokratie schwer zu schaden. Das müssten die politischen Spitzen begreifen. (afp)



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