Impfung.Foto: iStock

Landkreis Harz weist Spahn-Kritik an vorzeitigem Impfbeginn zurück

Epoch Times28. Dezember 2020 Aktualisiert: 28. Dezember 2020 11:10

Der Chef des Impfzentrums im Landkreis Harz, Immo Kramer, hat die Kritik von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am früheren Start der Impfaktion scharf zurückgewiesen. „Wir arbeiten hier für unsere Harzer Bevölkerung, für die Menschen, die hier leben, und nicht für einzelne Politiker, die einen Startschuss geben oder ein Bändchen durchschneiden wollen“, sagte Kramer der „Bild-Zeitung“.

Er habe weder einen medizinischen noch einen logistischen Grund dafür gesehen, „hier einen solchen Zinnober zu veranstalten“ und den Menschen den Impfstoff vorzuenthalten, „nur weil eine Pressekonferenz anberaumt wird“.

Die Bevölkerung habe darauf sehr positiv reagiert. Ein Sprecher Spahns hatte zu dem Frühstart der Impfungen im Landkreis Harz erklärt, man habe mit den anderen EU-Staaten und Bundesländern vereinbart, dass der Impfstoff am Samstag geliefert werden sollte und dass man am Sonntag gemeinsam mit dem Impfen beginnen wollte.

Die Bundesländer hatten am Samstag die ersten Impfdosen von Biontech und Pfizer bekommen und an die Städte und Landkreise weiterverteilt. Begonnen hatte am Samstag der Landkreis Harz in Sachsen-Anhalt die Aktion in einem Pflegeheim in Halberstadt – vorfristig. Dort war eine 101-jährige Frau geimpft worden, im Anschluss weitere Bewohnerinnen und Bewohner sowie Pflegekräfte des Heims. Auch in weiteren Bundesländern waren für den Sonntag Impftermine angesetzt.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wurde vom eigenmächtig vorgezogenen Impfstart im Landkreis Harz überrascht. Ein Sprecher Spahns sagte „Bild am Sonntag“, der Minister wünsche der in Halberstadt zuerst geimpften 101-jährigen Edith K. „alles Gute“ und freue sich mit ihr. „Allerdings hatten wir mit allen Partnerländern der EU und mit den 16 Bundesländern vereinbart, am Samstag an alle auszuliefern und ab Sonntag gemeinsam mit den Impfungen zu beginnen.“ (dts/ks)



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