Foto: PHILIPPE HUGUEN/AFP/Getty Images

Zwei verborgene Studien: Deutschland hat die niedrigste Geburtenrate der Welt

Epoch Times3. August 2015 Aktualisiert: 3. August 2015 9:28
Es gibt Studien, die werden gemacht und verschwinden. Hier sind zwei davon: Deutschland hat die niedrigste Geburtenrate der Welt (!) und sie sind im Euroraum die Ärmsten - sagte die EZB 2013.

Deutschland hat die niedrigste Geburtenrate der Welt

Nach einer Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO und des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI), die hier abrufbar ist, ist Deutschland das Land mit der weltweit niedrigsten Geburtenrate. Die Studie ist vom 29. Mai 2015.

Die Netmoms berichteten in diesem Zusammenhang, dass:

– In den vergangenen fünf Jahren in Deutschland im Durchschnitt 8,2 Kinder je 1000 Einwohner geboren wurden.

– Das liegt unter dem Niveau des bisherigen Schlusslichts Japan von 8,4 Kindern je 1000 Einwohner.

– Unter den EU-Ländern schneiden nur Portugal (9,0) und Italien (9,3) ähnlich schlecht ab.

– Frankreich und Großbritannien kommen auf etwa 12,7 Geburten je 1000 Einwohner.

– Die höchsten Geburtenraten weisen die afrikanischen Länder auf, allen voran der Niger mit 50 Geburten je 1000 Einwohner.

EZB 2013: Deutsche sind die Ärmsten im Euroraum

Die FAZ schrieb 2013 zu einer Umfrage der EZB: "Das Nettovermögen der Masse der deutschen Haushalte ist nach Daten der Europäischen Zentralbank niedriger als in jedem anderen Euroland. Das Medianvermögen beträgt hierzulande 51.400 Euro – in Zypern 266.900 Euro."

"Gemessen am mittleren Haushaltsvermögen (Median) liegt Deutschland nicht irgendwo im Mittelfeld, sondern ganz unten. Mit 51.000 Euro sind Deutsche sogar die ärmsten Europäer; sie sind halb so reich wie die Griechen. Zusammen mit den nicht ganz so armen Slowaken, Österreichern und Finnen haften sie in unvorstellbarem Ausmaß für Staatsschulden Südeuropas, in denen die Privathaushalte viel reicher sind."

Die Studie von der die FAZ berichtete trägt den Titel "Private Haushalte und ihre Finanzen" und ist von der EZB lange zurückgehalten wurden. Die EZB verglich darin das durchschnittliche Nettovermögen der Länder Europas. Dabei wurden 62.000 Haushalte aufwändig unter anderem über Einkommen, Vermögensaufteilung, Arbeitstätigkeit, Rentenansprüche, Konsum, Schulden und deren Laufzeit in Interviews befragt.

Die meisten Daten wurden 2010 ermittelt, seither wird immer wieder versucht, die Statistik zu erklären. Auch die Haushaltsgröße spielt hier eine Rolle: in Deutschland verteilt sich das Vermögen je Haushalt im Durchschnitt auf gut zwei Personen (2,04) in Zypern auf knapp drei (2,76) und im Durchschnitt des Euroraums auf 2,32.

In den "Blättern für deutsche und internationale Politik" war dies hier ebenfalls ein Thema. Sie schreiben etwas genauer:

– aus den Daten ergaben sich in Bezug auf 2010 ein geschätztes durchschnittliches Vermögen der privaten Haushalte von brutto 222.200 Euro

– werden die Schulden abgezogen ergeben sich pro Haushalt 195.200 Euro. Dies ist der Mittelwert, das heißt die hochgerechnete Summe aller Vermögenswerte, dividiert durch die Anzahl der Haushalte.

Nun gibt es viele reichere und viele ärmere Haushalte, deshalb ist für Statistiken der Mittelwert nicht ganz so interessant wie der Median. Der Medianwert zeigt die mittlere Position auf.

– Der Median des Bruttovermögens liegt bei 67.900 Euro, der Median des Nettovermögens beträgt 51.400 Euro.

– Die meisten Haushalte, in Gesamtdeutschland rund 73 %, haben ein „unterdurchschnittliches“ Nettovermögen.

Sowohl der Durchschnitt als auch der Median des Nettovermögens in Deutschland liegen damit niedriger als in anderen großen Ländern des Euro-Raums, für die es vergleichbare Angaben gibt.

Die Studie wurde von der Bundesbank hier veröffentlicht. (ks)



Gerne können Sie EPOCH TIMES auch durch Ihre Spende unterstützen:

Jetzt spenden!


Kommentare
Liebe Leser,

vielen Dank, dass Sie unseren Kommentar-Bereich nutzen.

Bitte verzichten Sie auf Unterstellungen, Schimpfworte, aggressive Formulierungen und Werbe-Links. Solche Kommentare werden wir nicht veröffentlichen. Viele Kommentare waren bisher schon anregend und auf die Themen bezogen. Wir bitten Sie um eine Qualität, die den Artikeln entspricht, so haben wir alle etwas davon.

Da wir die juristische Verantwortung für jeden veröffentlichten Kommentar tragen müssen, geben wir Kommentare erst nach einer Prüfung frei. Je nach Aufkommen kann es deswegen zu zeitlichen Verzögerungen kommen.

Die Kommentarfunktion wird immer weiter entwickelt. Wir freuen uns über Ihr konstruktives Feedback, sollten Sie zusätzliche Funktionalitäten wünschen an [email protected]


Ihre Epoch Times - Redaktion