Zweite Messerstecherei in Espelkamp: Marokkaner getötet, Polizei lässt Täter wegen Notwehr laufen

Epoch Times18. November 2015 Aktualisiert: 18. November 2015 11:18
Eine Messerstecherei zwischen zwei Iranern in Espelkamp (NRW) endet mit einem Verletzten. Der Täter machte sich auf den Weg zum Bahnhof, wurde aber noch vorher gefasst. Erst am Samstag starb in derselben Asylunterkunft ein 31-jähriger Marokkaner bei einem Streit mit einem Libanesen.

In der Espelkamper Unterkunft für Asylbewerber ist es erneut zu einer Messerstecherei gekommen. Wie die Polizei von NRW mitteilte, ereignete sich der Vorfall am Montagnachmittag. Dabei wurde ein Mann verletzt. Er schwebe aber nicht in Lebensgefahr, meldet die Osnabrücker Zeitung mit Bezug auf die Polizei.

Die Tat ereignete sich in einem Mehrfamilienhaus. Demnach soll ein 29-jähriger Iraner einen 40-jährigen Landsmann nach anfangs verbaler und später handfester Auseinandersetzung mit einem Messer angegriffen und mit mehreren Stichen verletzt haben. Der blutende Mann lief noch zur Stadtverwaltung, von wo aus er per Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht wurde. Von hier aus wurde auch die Polizei alarmiert. Der Täter flüchtete dann in Richtung Bahnhof, wurde aber bald schon gefasst, so die Kreiszeitung. Die Tatwaffe ist seither verschwunden.

Messerstecher vom Samstag wieder frei

Am Samstag letzte Woche ereignete sich in der Unterkunft ein ähnlicher Fall, allerdings mit tödlichem Ausgang. Ein 32-jähriger Libanese tötete einen 31-jährigen Marokkaner nach einem Streit am späten Abend mit seinem Messer.

Ermittlungen ergaben, dass die Männer öfters mal in Streit geraten seien. So auch an diesem Abend, wobei diesmal der Alkohol eine Rolle gespielt haben dürfte, dass die Situation derart eskalierte. Anfangs prügelten sich die beiden Asylbewerber, wobei der Libanese sich mehrere Prellungen und einen Nasenbeinbruch zuzog. Dann zogen beide die Messer. 

Aufgrund der Verletzungen des Überlebenden geht die Polizei von einer möglichen Notwehrsituation aus. Deshalb wurde kein Antrag auf Haftbefehl gestellt und der Mann am Sonntagmorgen freigelassen, so DPA.

Allerdings wurde nicht mitgeteilt, warum ein Messer unbedingt zum Inventar eines Migranten in einer Asylunterkunft gehören müsse. Nach dem zweite Vorfall innerhalb weniger Tage muss sich die Leitung des Asylheims wohl die Frage gefallen lassen, warum sich die in ihrer Obhut befindlichen Migranten teilweise bewaffnet hätten, was eher an No-Go-Areas erinnert, als an Unterkünfte für vor Krieg geflüchtete Menschen. (sm)

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