Angriff auf Europa: 400 IS-Kämpfer sind auf dem Weg

Epoch Times24. März 2016 Aktualisiert: 8. Juli 2016 2:38
Ihre Strategie hat sich geändert: Sie haben Kontakte nach Nordafrika, Frankreich und Belgien und sie sprechen vor Ort meist Französisch. Im Gegensatz zu den Terroristen vor 2014, hat diese Generation der Attentäter genug Zeit für eine Ausbildung gehabt. Ziel sei es nicht mehr eine möglichst große Menge an Menschen zu töten, sondern die Frequenz der Angriffe zu erhöhen, um Angst und Schrecken zu schüren und die Einsatzkräfte dauerhaft zu binden.

Nach Angaben der Terrormiliz Islamischer Staat wurden 400 ausgebildete und zu allem entschlossene Kämpfer entsandt, um Ziele in Europa anzugreifen. Die Dschihadisten wollen damit ihre Gefährlichkeit und Reichweite demonstrieren, selbst wenn sie im Irak und in Syrien immer weiter zurückgedrängt werden.

Dabei sollen einzelne Terrorzellen tödliche Anschlagswellen auslösen, vergleichbar mit den Attentaten in Paris und Brüssel. Die beweglichen Kommandoeinheiten agieren dabei teilselbstständig, was Zeitpunkt, Ort und Methode der Anschläge betreffe, meldete die "Bild".

Die Todescamps der Terroristen

Wie europäische und irakische Sicherheitskreise meldeten, soll es Ausbildungscamps der Terroristen in Syrien, dem Irak und möglicherweise auch in ehemaligen Sowjet-Republiken geben. Dort würden Kämpfer für den Einsatz in westlichen Staaten ausgebildet. Ein französischer Abgeordneter bestätigte diese Meldungen.

Die Dschihadisten würden dort Angriffstaktiken, den Umgang mit Sprengstoffen und Observations- und Gegenobservationsmethoden trainieren, so das Blatt weiter.

Auch der am 18. November bei einem Gefecht mit der Polizei im Pariser Vorort St. Denis erschossene Drahtzieher der Paris-Attentate, der Marokkaner Abdelhamid Abaaoud, soll Angaben einer Informantin zufolge mit 90 Kämpfern nach Frankreich gekommen sein. Die Mitglieder der Terrorzelle seien mehr oder weniger überall stationiert. Dies hatte der Terrorist vor seiner Erschießung auch selbst angegeben. (sm)

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