Anwohner von Grenfell Tower reden Klartext: War es Brandstiftung? – Hunderte Tote befürchtet (VIDEOS)

Von 28. Juni 2017 Aktualisiert: 28. Juni 2017 22:29
Die ungeklärten Fragen um den Londoner Hochhausbrand sind eklatant: Anwohner bezweifeln, dass es ein Unfall war. Auch die offiziellen Opferzahlen seien völlig untertrieben, sagen sie. Hier einige Zeugen.

Die Merkwürdigkeiten um den Londoner Hochhausbrand im Grenfell Tower sind eklatant.

„Alle sind tot, und niemand will es sagen“, sagt eine Frau, die eine  Spendensammlung für Überlebende initierte – und dann feststellen musste, dass die Dinge kaum gebraucht wurden.

DJ Isla, die auf Instagram viele Fans hat, war in dem Hochhaus aufgewachsen. Als sie von der Katastrophe erfuhr, wollte sie sofort helfen und organisierte eine Sammlung von Sachspenden. Doch dann sagten ihr die Behörden, dass die vielen Dinge nicht gebraucht würden: Sie solle die Sachen an Oxfam oder das Rote Kreuz spenden.

Für DJ Isla gibt es nur eine Erklärung: Es gibt kaum Überlebende. In dem Gebäude lebten rund 600 Menschen – die über 500 Vermissten müssen tot sein. Die Medien schweigen jedoch. Offiziell heißt es: Es gebe bisher 79 Tote, Vermisste inklusive. Ob es weitere Vermisste gibt, würde noch geklärt.

Warum kam kurz davor die Feuerwehr?

Ausgerechnet am Samstag vor dem Brand sei ein Team der Feuerwehr dagewesen und habe mit Bewohnern geredet. Im Falle eines Feuers solle man die Türen zulassen, denn die Brandschutztüren würden eine Weile ein Feuer abwehren können.

„Wenn ich auf diesen Rat gehört hätte, könnten wir tot sein“, so eine Frau zu BBC.

Ein junger Mann sprach Klartext gegenüber BBC:

Gegen 2 Uhr nachts habe man einen Feuerstreifen gesehen, es sah aus, als sei der Brand zu dieser Zeit begrenzt gewesen. Später seien es zwei Feuerbänder gewesen und eine Stunde später stand das ganze Haus in Flammen.

„Ich will nicht lügen, aber ich wenn jetzt gesagt wird, es sei ein Kühlschrank explodiert oder so …“

„Was ich weiß ist, dass dieses Gebäude letztes Jahr in einer Weise renoviert wurde, die man für alle diese Gebäude angedacht hatte.“

„Sie haben das nur mit diesem einen Haus gemacht. Wir reden von 10 Millionen Pfund, damit haben sie diese schäbigen Plastikdinger angebracht, die in Brand geraten sind, weil sie mehr Gründe haben wollen, um diese Wohnblocks abzureißen. Es gibt zwei Optionen: Sie können die Blocks sanieren oder abreißen.“

„Ich bin mir nicht so sicher, ob das nur ein Unfall war.“

„Die ganze Situation, wie sie hier in dem Bezirk abgeht …“

„Die Art wie man uns hier nicht haben will und diese Reiche-Leute-Blocks da hinstellt und meinen Freunden erzählt, sie sollen nicht mal dieses Gebiet betreten – das ist empörend.“

„Den Gedanken, dass es kein Unfall war, kriege ich nicht aus meinem Kopf.“

Der junge Mann sagt, er lebe schon sein ganzes Leben in der Gegend und seine Angehörigen noch viel länger. Ein ähnliches Feuer habe es nie gegeben und auch keine solche „Renovierung“. In Jahrzehnten habe niemand irgendetwas an den Blocks gemacht. Und jetzt auf einmal? Wozu?

In Medienberichten hieß es, das entflammbare Material sei eben ein kleines bisschen billiger gewesen. „Wie konnte das ein Argument sein, in einem der reichsten Bezirke Europas?“, fragen nun Anwohner in North Kensington.

42 Leichen in einem Raum

Diese Anwohner sagen in einem Handy-Video, ein Feuermann habe ihnen gesagt, allein in einem Raum habe er 42 Leichen gefunden. Kinder, Erwachsene, alte Menschen hätten dort vor der Rauchentwicklung Zuflucht gesucht.

Die Männer sagen auch, dass die Polizei Leute daran gehindert habe, in das Gebäude zu rennen und Bewohner zu retten. Ramadan-Moscheebesucher seien um die Zeit noch unterwegs gewesen. Einige seien reingerannt und hätten Menschen nach draußen gebracht, weil sie gewusst hätten: „Es gab Behinderte auf den höchsten Etagen“.

Und es gebe mindestens 40 Familien, die sie kennen, die gestorben seien. Menschen, die sie aus der Moschee und aus dem Alltag kennen.

„Die BBC lügt“, sagt der eine. „Was man in den Nachrichten und hier vor Ort sieht, sind zwei verschiedene Geschichten“.

Was übrig geblieben sei, seien nur Skelette. Es werde noch lange dauern, bis die Leute identifiziert seien.

Nach drei Stunden rausgerannt

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Ein Mann aus dem 15 Stock erzählt, dass er drei Stunden lang in seiner Wohnung blieb – bis sie so voller Rauch war, dass er nicht mehr atmen konnte. Er rannte die Treppen hinunter mit einem feuchten Handtuch vor der Nase. Dabei trat er auf Menschen, die im Treppenhaus bewusstlos geworden und an Rauchvergiftung gestorben waren. Er kam bis zur ersten Etage, von wo er – selbst am Ende seiner Kräfte – von der Feuerwehr nach draußen getragen wurde.

Feuerwehr und Polizei hatten den Bewohnern zunächst am Telefon dazu geraten, in ihren Wohnungen zu bleiben und auf Rettung zu warten.

Später änderten sie dann ihren Rat und meinten, man solle das Gebäude verlassen.

Sie hätten Zeit gehabt, zu flüchten“

Diese Frau sagt Ähnliches wie oben: Die Bewohner hätten Zeit gehabt zu flüchten, aber vergeblich auf Rettung gewartet. Das Feuer kam von außen, nicht von innen. Während nur eine Seite des Hauses brannte, hätte man Zeit gehabt, die Leute an anderen Stellen rauszuholen. Dies sei aber nicht passiert. Und die Polizei habe Menschen vom Haus weggedrängt – sie würden die Situation im Griff haben, so die Begründung. Auch die Feuerwehr sei sehr spät gekommen.

Die Muslima sagt: „Wir haben das Gefühl, das war eine Art Rache“ – wegen all der Terror-Anschläge in London. Das würde sonst niemand laut sagen, aber viele hätten so ein Gefühl, dass es Rache war.

 

„Ich habe noch nie ein Feuer gesehen, das sich so schnell ausgebreitet hat“, sagt dieser Mann. Die Fassadenverkleidung, die erst 2016 angebracht worden war, habe sich abgeschält und wie ein Brandbeschleuniger verhalten. „Es müssen viele Menschen gestorben sein“, sagte er. Er denkt, dass niemand aus den höheren Etagen eine Chance hatte.

Abgeordneter vermutet „hunderte“ Tote

Der Labour-Abgeordneter David Lammy sagte, dass eine 24-jährige Freundin seiner Familie samt Mutter nach dem Brand vermisst wird. Er hoffte, dass sie verletzt wurde „und nicht in dem Gebäude gestorben ist, wie ich vermute, und dass es Hunderte am Ende dieser Zählung sein werden.“

Dass Menschen im „reichsten Bezirk unseres Landes“ so behandelt wurden, sei „Fahrlässige Tötung durch ein Unternehmen“ gewesen. Er forderte Verhaftungen.

Apropos: Verschwörungstheorien

Verschwörungstheorien im Internet lauten nun, die Drahtzieher der Katastrophe hätten es auf den Tod von möglichst vielen Menschen angelegt. Das ganze sei ein satanistisches Brandopfer gewesen.

Britische Medien berichtete den bizarren „Zufall“, dass der Hollywood-Film „Flammendes Inferno“ über einen Hochhausbrand im Jahr 1974 herauskam. Auch der Grenfell Tower wurde 1974 eingeweiht. Und nun schreibt die deutsche Wikipedia über den Film: Seine Details würden „einen erschreckenden Wirklichkeitsbezug zu dem aktuellen Londoner Hochhausbrand (Grenfell Tower / 2017) aufweisen, sowohl bei den Sicherheitsmängeln wie auch beim Brand- und Rettungsverlauf.“

 

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