Arzneimittelbehörden rufen europaweit zu verstärkter Meldung von Nebenwirkungen auf

Epoch Times20. November 2017 Aktualisiert: 20. November 2017 16:11
Der Fokus liegt dabei vor allem auf Verdachtsfällen von Nebenwirkungen, die nach der Einnahme rezeptfreier Arzneimittel und bei Mitteln zur Selbstbehandlung auftraten.

Arzneimittelbehörden rufen Patienten europaweit zur verstärkten Meldung von Nebenwirkungen von Medikamenten auf. Der Fokus liegt dabei vor allem auf Verdachtsfällen von Nebenwirkungen, die nach der Einnahme rezeptfreier Arzneimittel und bei Mitteln zur Selbstbehandlung auftraten, wie das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) am Montag in Bonn mitteilte. Dies könne einen wichtigen Beitrag zur Arzneimittelsicherheit leisten, so die Behörde.

„Ob nach der Einnahme verschreibungspflichtiger oder rezeptfreier Arzneimittel – es ist in beiden Fällen wichtig, dass möglichst viele Verdachtsfälle von Nebenwirkungen gemeldet werden“, erklärte Karl Broich, Präsident des Bundesinstituts. Das helfe den Arzneimittelbehörden, Risikosignale so früh wie möglich zu erkennen und dann bei Bedarf wirkungsvolle Maßnahmen zum Schutz der Patienten zu treffen.

Pharmaunternehmen sowie Ärzte und Apotheker beziehungsweise deren Arzneimittelkommissionen sind über ihre jeweilige Berufsordnung zur Meldung von Nebenwirkungen verpflichtet. Allerdings werden nicht alle Verdachtsfälle gemeldet, weil Patienten zum Beispiel ihren Arzt nicht über jede Beobachtung informieren oder der Zusammenhang zwischen einer Reaktion oder einem Symptom und dem Arzneimittel nicht erkannt wird. Auch werden Nebenwirkungen zu Arzneimitteln, die sich bereits länger auf dem Markt befinden, weniger häufig gemeldet.

Patienten haben die Möglichkeit, solche Nebenwirkungen auf der Internetseite des BfArM unter www.bfarm.de/uawmelden selbst zu melden. Dafür gibt es ein speziell für Verbraucher konzipiertes Onlinemeldeformular sowie einen Meldebogen, mit dem Verdachtsfälle auch per Brief oder Fax gemeldet werden können. (afp)

 

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