Asylkrise: Billig-Tickets für Migranten – behinderte Österreicher zahlen Vollpreis

Epoch Times6. Juli 2016 Aktualisiert: 8. Juli 2016 11:14
Politische Fürsorge: Wien plant den Billig-Fahrschein für Flüchtlinge. Einheimische mit bis zu 100-prozentiger Behinderung müssen jedoch den vollen Preis bezahlen.

Die politische Fürsorge in verschiedenen Ländern trifft in diesen Tagen scheinbar nur noch Flüchtlinge und Migranten. Für Einheimische wird es hingegen keiner Orts leichter. Auch nicht in Österreich. 

Wien plant für Flüchtlinge eine Billigkarte für öffentliche Verkehrsmittel. Diese soll vier Euro im Monat kosten. "Leider", so die Wiener Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou, gibt es die Karte noch nicht. Aber die Stadt stehe tatkräftig dahinter, das zu ändern. 

Wenn dies jedoch die beiden Wiener Gerhard K. und Herwig W. hören, werden sie wütend. Denn sie leiden unter schweren Behinderungen, müssen aber trotzdem den vollen Preis zahlen. 

Wie die Kronen-Zeitung berichtet, ist Gerhard K. wegen einer Kinderlähmung zu 100 Prozent behindert. Doch ihm wird eine Freifahrt mit Behindertenausweis verwehrt. Deshalb klagte er gegen die Wiener Linien – und verlor. 

Laut "Krone" lautete die Begründung des Oberlandesgericht: "Eine Diskriminierung liegt nicht vor, weil der Kläger hinsichtlich der Tarifbestimmung Menschen ohne Behinderung gleichgestellt ist." 

Zu 80 Prozent behindert und keine Ermäßigung

Der zweite Fall den die Zeitung aufgegriffen hat, ist der von Herwig W. Der Wiener ist nach einem Schlaganfall halbseitig gelähmt. Darüber hinaus musste er sich einer schweren Herzoperation unterziehen. Durch seine Krankheiten ist er zu 80 Prozent behindert. Doch eine Ermäßigung von den Wiener Linien erhält er nicht, so das Blatt. 

Von Seiten der FPÖ zeigt man sich empört über die missliche Lage: "Es ist erbärmlich, wie man in Wien die eigenen Leute behandelt. Wer eine schwere Behinderung hat, dadurch oft nicht in der Lage ist, Auto zu fahren oder lange zu gehen, ist auf die Öffis angewiesen," beklagt Vizebürgermeister Johann Gudenus (FPÖ) gegenüber der Zeitung die Zustände. (so)  

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