Behördenversagen: Anwohner warnten vor Wiener Eisenstangen-Mörder (Video)

Epoch Times5. Mai 2016 Aktualisiert: 7. Juli 2016 21:28
Der Afrikaner war in der Gegend allgemein bekannt. Immer wieder wurden Warnungen der Bevölkerung an die Behörden eingebracht, aber offenbar überhört. Dann kam es zu der Bluttat. Jetzt werden Stimmen laut, warum der Mann nicht längst abgeschoben wurde. Wien weist alle Schuld von sich.

Zwei Putzfrauen wurden auf dem Weg zur Arbeit angegriffen, eine von ihnen erschlagen. Der obdachlose Kenianer war wegen Gewalt- und Drogendelikten sowie Sachbeschädigung und Diebstahl mehrfach auffällig und hielt sich illegal im Land auf.

Ein Amateurvideo zeigt den obdachlosen Afrikaner für Sekunden [ab 2:26], wie er am Brunnenmarkt in Wien-Ottakring herumlungert. Den Anwohnern und Geschäften der Gegend war der verwahrloste und offensichtlich psychisch verwirrte Mann bekannt, sie warnten die Polizei mehrfach, etwas zu tun, doch die Behörden sagten, sie könnten nichts machen und der Mann täte keinem etwas.

Es habe zwar Anzeigen wegen Sachbeschädigungen gegeben, für eine Verhaftung habe es aber keine Rechtsgrundlage gegeben, so der ORF im Video.

Innenministerium: Abschiebung unmöglich, Kenia-Botschaft widerspricht

Jetzt kommen Fragen auf, warum der illegale und kriminelle Kenianer nicht längst in seine Heimat abgeschoben wurde. Das Innenministerium schiebt die Schuld auf fehlende Abkommen mit dem afrikanischen Land.

Der Sprecher des Innenministeriums, Karl-Heinz Grundböck sagte nach der Tat gegenüber der österreichischen Nachrichtenagentur APA: "Mit Kenia gibt es weder ein nationales noch ein EU-Rückübernahmeabkommen", und selbst wenn, gebe es "keine Garantie, dass auch Heimreisezertifikate ausgestellt" würden.

Der Innenministeriumssprecher sagte noch, dass es kaum Asylanträge aus Kenia gebe, 2015 waren es ganze zehn.

Allerdings hörte der stellvertretende Botschafter Kenias in Wien, Samuel M. Gitonga, nach der Bluttat zum ersten Mal von seinem straffälligen Landsmann. Er kann sich nicht erklären, warum dieser nicht längst abgeschoben wurde. Im ORF-Interview (Video) sagte Gitonga:

"Die Rückführung ist nur eine logistische Frage, nämlich die Person in ein Flugzeug zu setzen und nach Kenia zurückzuschicken. Es ist keine Frage von Rückführungszertifikaten oder Ähnlichem. Wenn eine Person abgeschoben werden soll, muss man sie nur zurückschicken und wir übernehmen sie. Das ist alles."

Tod auf dem Weg zur Arbeit

Die Tat ereignete sich gegen 2:30 Uhr im Marktgebiet in der Brunnengasse, nahe des Yppenplatzes, vor dem Stand Nummer drei in Wien, berichtet die "Krone-Zeitung". Das 54-jährige Opfer war gemeinsam mit ihrer Freundin auf dem Weg zur Arbeit beim "Cashpoint". Die beiden arbeiteten dort als Reinigungskräfte.

Als sie ihr Auto verließen, sahen sie den Tatverdächtigen mit einer Eisenstange und wechselten deshalb die Straßenseite. Daraufhin verfolgte der offenbar verwirrte Mann die beiden Frauen und versetzte dem Opfer zahlreiche wuchtige Schläge gegen den Kopf. Für die Frau kam jede Hilfe zu spät. Die Arbeitskollegin konnte sich in Sicherheit bringen und blieb unverletzt.

Der Afrikaner flüchtete kurz. Die Arbeitskollegin des Opfers und Anwohner verständigten die Polizei. Kurze Zeit später wurde der Mann verhaftet.

Der Kenianer, der 2008 mit einem legalen Visum nach Österreich kam, lebte zuletzt illegal in Wien und hatte für sich Drogen und Gewalt als Lebensweg gewählt. Der Polizei liegen Anzeigen für 18 Delikte gegen ihn vor, zweimal wurde er rechtskräftig verurteilt. Bereits im Mai 2015 verletzte er eine Person leicht mit einer Eisenstange. Eine Abschiebung des Mannes ist offenbar nicht möglich. (sm)

Siehe auch:

Wien: Afrikaner erschlägt Frau (54) vor Zeugin auf offener Straße

Wiener Eisenstangen-Mörder: Abschiebung des 18-fachen Straftäters nicht möglich

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