Belgiens Islam-Partei fordert „Islamischen Staat“ und Geschlechtertrennung im Nahverkehr

Epoch Times7. April 2018 Aktualisiert: 8. April 2018 20:39
Die Partei "Islam" will in Belgien unter anderem eine Geschlechtertrennung im Nahverkehr durchsetzten. Die Partei sieht sich aber nicht als "extrem" und ist auch offen für nichtmuslimische Partei-Kandidaten.

In Belgien gibt es eine politische Partei, die einen „Islamischen Staat“ und einen separaten öffentlichen Nahverkehr für Männer und Frauen fordert, berichtet „Die Welt“ unter Berufung auf belgische Medien.

Demnach tritt die Partei „Islam“ am 14. Oktober bei den Gemeinderatswahlen in Belgien in 28 Gemeinden an.

Die Partei meine von sich selbst keinen „extremen Islam“ zu praktizieren, so das Blatt. Es werde etwa keine Verpflichtung zum Kopftuch gefordert. Die Partei wolle zeigen, dass Extremisten in der muslimischen Gemeinschaft in der Minderheit seien. Auch für nicht muslimische Kandidaten sei die „Islam“-Partei offen, heißt es.

2012 trat die Partei bereits mit vier Kandidaten bei den Gemeindewahlen an. In der Brüsseler Gemeinde Sint-Jans-Molenbeek und in Anderlecht wurden sie gewählt.

Bei den landesweiten Wahlen im Oktober tritt die Partei laut „Welt“ in 14 Brüssler und in 14 wallonischen Gemeinden an.

Terroristen in Belgien

Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern, leben in Belgien besonders viele Islamisten. Es wurden auch schon einige Terroranschläge verübt.

Einer der schwersten Anschläge ereignete sich im März 2016. Dabei handelte es sich um Selbstmordattentate, die am Flughafen Brüssel-Zaventem sowie in der Brüsseler Innenstadt verübt wurden. Zu den Anschlägen bekannte sich Terrororganisation Islamischer Staat.

Nach offiziellen Angaben kamen 35 Menschen ums Leben, darunter drei der Attentäter, und mehr als 300 wurden verletzt.

Zuvor kam es im November 2015 in Paris zu Terroranschlägen. Salah Abdeslam, häufig als Logistiker der Pariser Terroranschläge bezeichnet, wurde wenige Tage vor den Anschlägen in Brüssel bei einer Razzia der belgischen Polizei in der Gemeinde Sint-Jans-Molenbeek festgenommen.

Molenbeek gilt als eine Islamisten-Hochburg in Brüssel. (so)

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