Am Platz der Republik in Paris fand heute eine Kundgebung gegen die Gewalt der Polizei statt.Foto: LIONEL BONAVENTURE/AFP/Getty Images

Bis 5.000 Menschen demonstrierten heute gegen Polizeigewalt in Paris

Epoch Times18. Februar 2017 Aktualisiert: 18. Februar 2017 23:48
In französischen Medien wird berichtet, dass heute 2.300 (Polizeiangaben) bis 5.000 (Angabe der Organisatoren) Menschen in Paris gegen die Gewalt der Polizei demonstrierten. Es sei weitgehend friedlich abgelaufen, am Rande kam es zu Rangeleien mit der Polizei. Unter den Demonstranten waren auch der linke Präsidentschaftskandidat Jean-Luc Mélenchon und der frühere Fußballprofi Lilian Thuram.

Nach Angaben der Polizei folgten rund 2.300 Menschen dem Demonstrationsaufruf mehrerer Vereine und Gewerkschaften, nach Angaben der Organisatoren gingen zwischen 4.000 und 5.000 Menschen auf die Straße. Das berichten französische Medien. Zu der Kundgebung hatten Anti-Rassismus-Organisationen aufgerufen.

Polizisten riegelten die Place de la République im Osten weiträumig ab, Autos wurden umgeleitet, Demonstranten mussten Taschenkontrollen passieren. Es herrschten hohe Sicherheitsvorkehrungen.

Bei der angemeldeten Demonstration riefen die Teilnehmer Parolen wie „Wir vergessen nicht, wir verzeihen nicht“ und „Überall Polizei, nirgends Justiz“. Unter den Demonstranten waren auch der linke Präsidentschaftskandidat Jean-Luc Mélenchon und der frühere Fußballprofi Lilian Thuram.

Am Ende der Kundgebung auf dem Place de la République im Osten der französischen Hauptstadt gab es einige Zwischenfälle. Etwa hundert Demonstranten hätten Steine auf die Sicherheitskräfte geworfen, die Polizei habe daraufhin Tränengas eingesetzt, verlautete aus Polizeikreisen.

Zwei Polizisten seien leicht verletzt worden. Am Mittwoch und Donnerstag hatten sich vermummte Teilnehmer nicht angemeldeter Proteste in Paris und im Vorort Bobigny Zusammenstöße mit Polizisten geliefert.

Proteste habe es auch in Dijon, Nantes und Rennes gegeben. Bereits seit zehn Nächten gibt es Ausschreitungen in Paris und anderen Orten, über 200 Personen wurden festgenommen. (dpa/afp)



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