Charlie Hebdo Attentat – Beging der ermittelnde Kommissar wirklich Selbstmord?: Jetzt reden Helric Fredous Mutter und Schwester!

Epoch Times30. Januar 2015 Aktualisiert: 30. Januar 2015 23:57

Viel Sonderbares geschah rund ums Attentat auf das Pariser Satire-Magazin "Charlie Hebdo" am 7. Januar. Der plötzliche Tod des ermittelnden Kommissars Helric Fredou in der Nacht nach dem Anschlag, war einer der verstörendsten Punkte.

Fredou war stellvertretender Direktor der Kriminalpolizei von Limoges und hatte einen Ermittlungsauftrag zur Vernehmung von Hinterbliebenen. Am späten Abend des 7. Januar wollte er noch einen wichtigen Anruf tätigen und seinen Ermittlungsbericht abschließen. Doch dazu kam es nicht mehr: Helric Fredou starb – laut offizieller Darstellung durch einen Schuss in die Stirn und laut offizieller Darstellung durch Selbstmord. Der Kommissar sei depressiv gewesen, hieß es in den Medien.

Fredou war 45 Jahre alt, alleinstehend, und seine engsten Angehörigen waren seine Mutter und seine Schwester. Die beiden bestreiten vehement, dass er suizidgefährdet war. Die französische Webseite für Investigativ-Journalismus, Panamza, interviewte die beiden und stieß auf eine merkwürdige Verbindung zur selbsternannten Geliebten des ermordeten Zeichners Stéphane Charbonnier… Ausführliche Berichte erschienen am 16. und 25. Januar.

Was am Selbstmord des Kommissars verdächtig ist:

Man verweigert der Mutter einen Autopsie-Bericht, obwohl sie laut französischem Gesetz das Recht darauf hat. Die zuständigen Behörden sagten ihr ausdrücklich: „Sie werden ihn nicht erhalten.“

An die Dienstwaffe, mit der sich Fredou erschossen haben soll, konnte kein Schalldämpfer geschraubt werden. Diese Tatsache ist deshalb wichtig, weil Kollegen, die im selben Gebäude arbeiteten, den Schuss hätten hören müssen. Als die Mutter bei den Kollegen nachfragte, warum diese nichts gehört hätten, bekam sie die Antwort: "Sein Büro ist gut isoliert."

"Reibereien wegen eines Ermittlungsberichts"

Fredous Schwester schilderte seine letzten Stunden wie folgt: „Mein Bruder war an jenem Abend zu Hause. Da er Bereitschaftsdienst hatte, wurde er gerufen und kam gegen 23.30 auf der Dienststelle an … Laut seinen Kollegen war es ein sehr angespannter Tag gewesen. Die Polizisten aus Paris waren am Abend da gewesen … Er musste einen Bericht schreiben und es gab deshalb Reibereien [im frz. Original "frictions"], weswegen weiß ich nicht … Er sagte, dass er wegen der ganzen Sache ein wichtiges Telefonat führen müsste.“ Als er nicht aus seinem Büro zurückkam, sah ein Kollege nach und fand ihn tot. Laut dem Regional-Radio Tendance Ouest wurde seine Leiche um 1 Uhr nachts am 8. Januar gefunden.
Laut seiner Mutter wollte Fredou einen wichtigen Telefonanruf tätigen, nachdem er mit "drei Ermittlern" eine Nachbesprechung ihres Einsatzes geführt hatte. Die Ermittler hatten Angehörige der Opfer des Attentates vernommen und „in den Socialmedia ermittelt“.

Panamza berichtete, dass ein unbekannter "Vorgesetzter" in dieser Nacht im Büro war, der selbst die Nachbesprechung mit den Beamten machen und den Bericht schreiben wollte. Fredou bestand jedoch darauf, dass dies sein Job war. Der Bericht wurde wegen seines Todes dann nicht mehr fertig. Der direkte Vorgesetzte von Fredou war Gil Friedman, Direktor der Kriminalpolizei von Limoges.

Die Mutter wollte wissen, wen ihr Sohn zuletzt anrufen wollte. Zunächst sagten die Polizisten, dass sie dies nicht wüssten. Dann bestätigten sie, dass es zu dem letzten Anruf nicht mehr gekommen war.

Laut Angaben der Polizei erschoss sich Helric Fredou, indem er sich den Lauf seiner Pistole frontal gegen die Stirn hielt, und die Kugel blieb in seinem Kopf stecken. Ein ungewöhnlicher Selbstmord, denn es ist sehr schwierig, Arm und Hand in diese Postion zu verdrehen.

Helric Fredou hinterließ keinen Abschiedsbrief – auch nicht seine Dienstplakette, wie es ein anderer Polizist aus Limoges getan hatte, der Selbstmord beging. Nach dem Suicid seines Kollegen hatte Fredou seiner Mutter gesagt: „So etwas würde ich dir nie antun“, (er meinte damit, sich umbringen und sie allein lassen).

Mutter und Schwester wurden gegen 5 Uhr morgens am 8. Januar über Fredous Tod informiert. Doch erst am Ende des Tages durften sie seine Leiche sehen: Er hatte einen Verband an der Stirn, weil er obduziert worden war. „An der Rückseite des Schädels war nichts“, so die Schwester. Sie sagte auch, dass ihr Bruder ein besonnener Mensch war, weder gewalttätig noch irgendwie impulsiv. Sein kühler Scharfsinn sei von seinen Dozenten bei der Polizei sehr geschätzt worden.

Als die Polizei am Nachmittag des 8. Januar das Haus des Verstorbenen durchsuchte, konfiszierte sie seinen Computer und sein persönliches Smartphone. „Es schockierte uns, aber man sagte uns, so sei das Verfahren“, sagte Fredous Schwester.

Am 22. Januar sprach Fredous Mutter mit dessen Hausarzt. Dieser „weigerte sich, zu bestätigen“ dass Fredou an „Depressionen" und „Burn-out" litt, wie die Medien behaupteten.

Vier hochrangige Vertreter versuchten Mutter vom "Selbstmord" zu überzeugen

Vier hochrangige Pariser Polizeivertreter suchten Fredous Mutter auf, um ihr Beileid zu bekunden. Bei dieser Gelegenheit unternahmen sie alles, um die Zweifelnde vom „Selbstmord“ ihres Sohnes zu überzeugen.

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Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve hatte mit Fredou zwei Jahre lang zusammengearbeitet. Trotzdem kondolierte er der Mutter nicht, worüber diese nach eigenen Angaben „enorm schockiert“ war. Sogar Präsident Hollande hatte Fredou persönlich gekannt. Doch auch er ließ nichts von sich hören.

Laut Panamza, hat seit Fredous dubiosem Tod am 8. Januar kein einziger Medienvertreter Mutter oder Schwester kontaktiert, um mehr über die Umstände seines Ablebens herauszubekommen. Lediglich die Investigativjournalisten von Panamza sprachen mit den beiden.

Stieß er auf eine Beziehung, die es gar nicht gab?

Panamza ermittelte durch Nachforschungen, dass es sich bei den „Hinterbliebenen“, die von Fredous Leuten in der Stadt Châteauroux vernommen worden waren, um die Eltern von Jeannette Bougrab handelte – jener Aktivistin der Partei UMP, die nach dem Attentat behauptete, „Lebensgefährtin“ von „Charb“, dem ermordeten Charlie Hebdo-Zeichner und Chefredakteur, gewesen zu sein. Die lokale Presse von Limoges hatte in ihren spärlichen Meldungen über den Tod des Kommissars alle Bezüge zu den Bougrabs vermieden.

Selbsternannte "Lebensgefährtin" macht Medienrummel

Der verstorbene Komissar sollte also die Beziehung von „Charb“ (Stéphane Charbonnier) und der Politikerin und Anwältin Jeannette Bougrab untersuchen. Die ehemalige Jugendstaatssekretärin von Nicolas Sarkozy, hatte nach der Ermordung Charbs behauptet, seine Lebensgefährtin gewesen zu sein, was Charbs Familie vehement bestritt. Es habe in keinerlei Form die „Verpflichtung einer zwischenmenschlichen Beziehung“ [frz.: „engagement relationell“] zwischen Charb und der Politikerin gegeben, teilte der Bruder des ermordeten Zeichners in einem Statement vom 10. Januar mit. Eine andere Charb nahestehende Person nannte Bougrab gar eine „Usurpatorin“.

Bougrab veröffentlichte daraufhin ein Foto, das sie gemeinsam mit Charb und ihrer kleinen Tochter an Silvester 2014 zeigen soll. Bougrab hatte sich über ihr angebliches Liebesverhältnis melodramatisch in den Medien geäußert: „Ich wusste immer, dass er wie Theo Van Gogh sterben würde. Ich flehte ihn an, Frankreich zu verlassen, aber er tat es nicht.“ Sie behauptete auch, dass Charb deshalb nie Kinder hatte, „weil er wusste, dass er sterben würde als Verteidiger des Säkularismus und des Geists Voltaires“. Ihre Story brachte Bougrab auf zahlreichen Sendern in Umlauf: TF1, France 2, BFM TV, Canal +, BBC News und MSNBC.

Sie verstrickt sich in Widersprüche …

Doch ihre Geschichte ist nicht ganz wasserdicht: So behauptete sie gegenüber dem Magazin Paris-Match zunächst, dass sie drei Jahre mit Charb zusammengewesen sei, bei späteren Gelegenheiten sagte sie aber, sie und Charb seien nunmehr seit einem Jahr zusammen gewesen. Auch behauptete Bougrab, dass Charb von ihrer kleinen Tochter „Papa“ genannt worden sei. Merkwürdig: Am 15. Dezember hatte sie noch in einem Interview erzählt, wie sie der Kleinen beibringt, dass sie keinen Papa habe (!). Da äußerte sie außerdem Heiratsträume und zeigte sich dankbar, dass ihre Eltern ihr das Single-Dasein nicht übelnähmen …

Apropos Eltern: Die Journalisten von Panamza versuchten, die Eltern Bougrabs zu befragen! Chancenlos, wie sich herausstellte … Bougrabs Mutter (die von ihrer Tochter in den Medien als „im Sterben liegend“ bezeichnet wurde) wimmelte Panamza mit den Worten ab: „Das ist nicht meine Angelegenheit … Gehen Sie. Auf Wiedersehen.“

Bourgrab wird politisch in die anti-islamische und pro-israelische Richtung eingeordnet.

Quelle: Panamza / Wikipedia / Alles Schall und Rauch / (rf)

Hier ein Video der trauernden Jeanette Bougrab: