Cosa Nostra gegen Einwanderer: Mafia erklärt Migranten auf Sizilien den Krieg

Epoch Times23. April 2016 Aktualisiert: 8. Juli 2016 5:22
Die Cosa Nostra erklärte den Flüchtlingen und Migranten auf Sizilien nun den Krieg. Tausende afrikanische Bandenmitglieder gelangen mittels der Flüchtlingswelle auf die Mittelmeerinsel. Die Mafia befürchtet ihren Machtverlust.

Auch Sizilien bleibt von der Flüchtlingskrise nicht verschont. Im Ursprungsland des Mafia-Clan Cosa Nostra landen täglich bis zu 1000 neue Flüchtlinge und Migranten. Unter den Notleidenden befinden sich auch zahlreiche Bandenmitglieder. Diese Entwicklung beunruhigt die Bosse der Mafia-Organisation.  

Sie sehen ihre kriminelle Vormachtstellung bedroht und erklärten den Einwanderern nun den Krieg, dies berichtet die "Kronen-Zeitung" unter Berufung auf die britische "MailOnline".

"Palermo gleich Istanbul oder Beirut"

Der Kampf gegen die Einwanderer forderte bereits ein unschuldiges Opfer. Anfang April wurde ein Gambier im Zentrum von Palermo auf offener Straße angeschossen. Der 21-Jährige wurde am Kopf getroffen und schwer verletzt. Eigentlich wollte dieser nur mit Freunden Fußball spielen. Bei dem Attentat handelte es sich scheinbar um eine Verwechslung.

Der Bürgermeister von Palermo Leoluca Orlando zeigte sich im Interview mit "MailOnline" äußerst besorgt über die Lage in seiner Stadt. "Palermo ist keine italienische Stadt mehr. Sie ist auch nicht mehr europäisch. Wenn man durch die Stadt spaziert, kommt man sich vor wie in Istanbul oder Beirut," so Orlando. 

Besonders im Stadtteil Ballaro ist der Migrantenanteil seit Beginn der Flüchtlingskrise besonders hoch. Die Anzahl der Einwanderer stieg von fünf auf 25 Prozent. In Ballaro wurde auch der Gambier angeschossen. 

Durch die schnellwachsende Anzahl der Migranten und den darunter befindlichen Bandenmitgliedern verliert die Mafia ihre heimliche Kontrolle über die italienische Mittelmeerinsel. Orlando sagte, als die "Mafia noch mächtiger war, hielt sie die Asylwerber fern." Zu dieser Zeit habe es fast keine Afrikaner oder Asiaten auf Sizilien gegeben. 

Polizei gegen die Mafia 

Die Polizei würde sich nur wenig um die Probleme die durch ausländische Banden entstehen kümmern, erzählten Leute aus der Bevölkerung dem Blatt.  

Das Attentat auf den Gambier sei ein brutales Beispiel, wie die Gewalt um sich greift und allmählich die Lage auf der ganzen Insel außer Kontrolle gerät. Offenbar hoffen die Menschen in Palermo auf die Unterstützung der Mafia. 

Doch jetzt nach dem Anschlag auf den unschuldigen Afrikaner nimmt die Polizei die Mafia-Bosse wieder verstärkt ins Visier. "Die Cosa Nostra will ihre Regeln durchsetzen und ihr Territorium verteidigen. Es gab eine ganze Reihe von gewaltsamen Übergriffen auf Migranten, die die Handschrift der Mafia tragen," sagte Polizeikommissar Guido Longo der "MailOnline". 

Der schwerverletzte Flüchtling lag einige Tage im Koma, befindet sich aber inzwischen auf dem Weg der Besserung. Er sagte der Zeitung: "Ich bin ein gläubiger Christ. Ich bin nicht wütend, sondern einfach nur froh, dass ich noch lebe." (so) 

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