CSU-Politiker: „Orban hatte mit Grenzzaun Recht“ – Berliner Nato-Zaunfirma verweigert Lieferung an Ungarn

Epoch Times23. September 2015 Aktualisiert: 23. September 2015 12:14
Ungarn will seinen Grenzzaun ausbauen um sich vor den Migranten-Ansturm zu schützen. Dafür bestellte die Regierung Nato-Zaun im Wert von 500.000 Euro in Berlin. Der Hersteller verweigerte Ungarn die Zustellung...

Ungarn versucht sich gegen den unkontrollierten Migranten-Ansturm zu wappnen. Deshalb will das Land seinen Grenzzaun ausweiten. Der Zaun soll die Grenze zu Serbien vor illegalen Einwanderern schützen.

Dazu bestellte die ungarische Regierung bei der Berliner Firma Mutanox den Nato-Zaun. Der Auftragswert lag bei 500.000 Euro, doch das Unternehmen weigerte sich den Zaun nach Ungarn zu verkaufen.

Die Begründung des Firmeninhabers Talat Deger: Der Nato-Draht sei nur gegen Kriminelle und nicht gegen Flüchtlinge einzusetzen.

"Nato-Draht ist dafür da, kriminellen Taten vorzubeugen. Aber ich kann doch nicht einen Flüchtling, der nichts weiter hat als das, was er trägt, mit einem Kind auf dem Arm durch einen Nato-Draht laufen lassen (…) Es könnten Menschen in der Nacht durchlaufen, den Draht nicht sehen und sich dann arge Verletzungen zuziehen, die zum Tod führen können," zitieren die Deutschen Wirtschafts Nachrichten, den Unternehmer. 

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban erklärte am Montag, laut DWN, solange es keine gemeinsame EU-Haltung zur Flüchtlingskrise gebe, seien die Mitgliedsstaaten gezwungen, sich selbst gegen die brutale "Gefahr" der Massenmigration zu schützen.

Die ungarische Regierung befehligte bereis den Einsatz von Soldaten um seine Grenzen zu schützen. Andere EU-Länder wie Kroatien diskutieren über den Einsatz der Armee. 

"Orban hatte mit dem Grenzzaun von Anfang an Recht"

Der ungarische Grenzzaun wird Nachahmer finden, meint Manfred Weber, Fraktionschef der Volksparteien im EU-Parlament. "Es kann nicht sein, dass heute Flüchtlinge zu Hunderttausenden teilweise völlig unkontrolliert quer durch Europa wandern. Einige EU-Staaten machen schlicht nicht ihren Job, das heißt, ihre Außengrenze zu sichern und zu überwachen, wer da nach Europa kommt", so Weber, berichtet die österreichische Kronenzeitung.

Der CSU-Bundestagsabgeordnete Hans-Peter Uhl sagte am Mittwoch sogar: "Orban hatte mit dem Grenzzaun von Anfang an Recht."

Auch aus dem CDU-Lager wird die Kritik an Angela Merkels "Willkommenspolitik" laut.

Der sächsische CDU-Generalsekretär Michael Kretschmer meinte, es sei ein "unhaltbarer Zustand, dass Zehntausende die Grenzen der EU überschreiten, ohne identifiziert oder registriert zu werden", so die Zeitung. Das gebe es "in keinem zivilisierten Staat der Welt". Illegale Einreise sei schließlich ein Straftatbestand. (so) 

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