Islam über Österreich – Die Hälfte der jungen Afghanen sehnt sich nach religiösem Anführer

Epoch Times2. Dezember 2019 Aktualisiert: 2. Dezember 2019 14:43
Starke Religion, schwaches Demokratieverständnis. Zu diesem Ergebnis kommt eine österreichische Studie der Forschungsinstitute think.difference und SORA. Über 700 Jugendliche mit unterschiedlichem Migrationshintergrund (und auch ohne) wurde über ihre demokratische Grundhaltung, Gewaltbereitschaft und den Islam befragt.

Unter dem Titel „Junge Menschen mit muslimischer Prägung in Wien. Zugehörigkeiten, Einstellungen und Abwertungen“ befragten die Forschungsinstitute think.difference und SORA unter der Leitung von Kenan Güngör 707 männliche und weibliche Jugendliche im Alter von 14 bis 24 Jahren mit afghanischem, syrischem, tschetschenischem, kurdischem, türkischem und bosnischem Migrationshintergrund sowie ohne Migrationshintergrund in Wien.

Ziel der vom Österreichischen Integrationsfonds in Auftrag gegebenen Untersuchung war es, Erkenntnisse über Identifikationen, demokratische Grundhaltungen sowie abwertende und gewaltlegitimierende Einstellungen bei Jugendlichen zu gewinnen.

Antidemokratische Grundhaltung

Die Ergebnisse der Befragung zeigen, dass die Familie und das soziale Umfeld – ebenso wie die aktuelle psychische Verfassung und starke Orientierung am Islam – Einfluss auf demokratieablehnende und abwertende Grundhaltungen haben.

Jugendliche mit afghanischem, syrischem und tschetschenischem Migrationshintergrund kommen häufiger aus Familien, die an strengen Rollenbildern und Regeln ausgerichtet und von festen Traditionen geprägt sind. Auch autoritäre Prägungen aus dem Herkunftsland der Eltern haben indirekten Einfluss auf die Einstellungen der Jugendlichen. Mit zunehmender Aufenthaltsdauer nehmen antidemokratische und abwertende Grundhaltungen ab.

Afghanische Jugendliche geben am häufigsten an, Gewalt innerhalb der eigenen Familie erlebt zu haben (43 Prozent). Zustimmung zu Respekt vor Ordnung und Gesetzen liegt bei allen Gruppen bei über 80 bis 100 Prozent.

Ein Großteil der befragten jungen Menschen lehnt Gewalt ab. Eine Ausnahme bildet hier die Gruppe der afghanischen Migranten: Etwas mehr als die Hälfte von ihnen erachten Gewalt als legitimes Mittel zur Herstellung von Ehre und Respekt in Hinblick auf die eigene Person oder Religion.

Der Islam hemmt Demokratie

Religion spielt im Leben von muslimischen Jugendlichen – eine Ausnahme bilden diejenigen mit kurdischem Migrationshintergrund – eine größere Rolle als bei Nicht-Muslimen. Die stärkste Orientierung am Islam weisen Jugendliche aus Afghanistan (72 Prozent) sowie aus Syrien und Tschetschenien (je 69 Prozent) aus. Vor allem tschetschenische Jugendliche geben an, in den letzten drei Jahren religiöser geworden zu sein.

Zum Verhältnis von Religion und Staat befragt, geben mehr als die Hälfte (55 Prozent) der afghanischen Jugendlichen an, dass Vorschriften des Islam über den Gesetzen Österreichs stehen, knapp die Hälfte (47 Prozent) will einen religiösen Gelehrten an der Spitze des Staates sehen. Wenn Religion eine übergeordnete Rolle spielt, ist auch die Einstellung zu Demokratie negativer.

Israel als Feindbild

Die Hälfte der jungen Afghanen und Syrer sowie vier von zehn Jugendlichen mit tschetschenischem oder türkischem Migrationshintergrund lehnen Homosexualität ab. Religiös konnotierter Antisemitismus in der Form, dass Israel als Feind der Muslime gesehen wird, zeigt sich bei zwei Dritteln der Afghanen, vier von zehn syrischen und türkischen Jugendlichen sowie jedem dritten Jugendlichen mit tschetschenischem und bosnischem Migrationshintergrund.

Das Verhältnis von Mann und Frau wird vielfach in traditionellen Rollenbildern gesehen: Drei Viertel der Jugendlichen aus Afghanistan finden, dass der Mann für alle größeren Entscheidungen zuständig sein sollte. 76 Prozent der bosnischen und 61 Prozent der türkischen Jugendlichen findet es außerdem peinlich, wenn der Mann weniger Geld verdient als die Frau. (sua)

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