Die „Dschungel“-Refugees aus Calais kommen – Zuflucht-Suchende aber auch Vergewaltiger und Räuber

Von 28. Oktober 2016 Aktualisiert: 28. Oktober 2016 18:13
Am Montag hatte die französische Regierung mit der Räumung des illegalen Flüchtlingslagers in Calais begonnen. Jene, die zuvor in Deutschland registriert worden waren, werden zurückgeschickt. Es soll sich um mehrere Hundert Migranten handeln.

Wer sind diese Leute, die für lange Zeit im provisorischen Flüchtlingscamp von Calais, „Dschungel“ genannt, hausten und jetzt in Frankreich verteilt oder aber nach Deutschland zurückgeschickt werden?

Man weiß es nicht. Doch Chorknaben dürften es eher nicht sein. Anfang der Woche ereignete sich ein Zwischenfall am Rande des berüchtigten Camps, welches derzeit von Baggern dem Erdboden gleichgemacht und von Polizisten bewacht wird. Wen es hierher verschlagen hatte, der musste ums Überleben kämpfen. Das ist nun vorbei. Die dort noch hausenden rund 5.000 bis 7.000 Flüchtlinge werden in Aufnahmezentren in ganz Frankreich untergebracht.

Vergewaltiger, Räuber und Zuflucht suchende

Wie die französische Staatsanwaltschaft laut „Daily Mail“ berichtete, soll am Dienstag eine junge äthiopische Frau von fünf Flüchtlingen vergewaltigt worden sein. Für Calais kein Einzelfall, wenn man sich einige Ereignisse der letzten Tage dort vergegenwärtigt.

Am vergangenen Wochenende erklärte ein Sprecher der Hilfsorganisation „Auberge des migrants“ gegenüber „Sputniknews“: „Zwei Journalisten, die derzeit im Lager arbeiten, sind von Einwohnern des Camps beraubt worden“. Den beiden deutschen Frauen wurden die Handys mit Gewalt entrissen.

Tage zuvor vergewaltigte ein Afghane eine Dolmetscherin beim Dreh einer Reportage über minderjährige Migranten vor den Augen des Fernsehreporters. Die afghanischstämmige Paschtu-Dolmetscherin war in der Nacht auf Montag, den 17. Oktober mit dem Journalisten im Flüchtlingslager unterwegs, als sie von drei Afghanen angegriffen wurden, die es auf die Ausrüstung des Reporters abgesehen hatten, so die Nachrichtenseite nach Meldungen von AFP und der französischen Staatsanwaltschaft.

Dann zog einer der Männer sein Messer und zwang die 38-jährige Dolmetscherin zum Sex. Währenddessen hielten die anderen beiden Afghanen den 42-jährigen Journalisten fest. Die Täter entkamen.

Wohin geht die Reise der Flüchtlinge von Calais?

Am Montag hatte die französische Regierung mit der Räumung des illegalen Flüchtlingslagers in Calais begonnen. Die dort hausenden rund 5.000 bis 7.000 Flüchtlinge werden nun in Aufnahmezentren in ganz Frankreich untergebracht.

Am Dienstag teilte dann das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) mit, dass diejenigen, die zuvor in Deutschland registriert worden waren, in die Bundesrepublik zurückgeschickt werden würden, so die „FAZ“. Das Bundesamt stehe in engem Kontakt mit den französischen Behörden, so das BAMF am Dienstag auf AFP-Anfrage.

Die deutschen Behörden rechnen mit Hunderten von Übernahmeersuchen seitens der französischen Behörden zu den Calais-Migranten, da diese sich zuvor in Deutschland haben registrieren lassen oder einen Asylantrag stellten. Dies erfuhr die Redaktion der „Rheinischen Post“ aus Regierungskreisen.

Siehe auch:

Schwere Brände im „Dschungel“ von Calais: Flüchtlinge zünden Hütten an – Feuerwehr mit Steinen beworfen

Dschungel Calais: Schwere Ausschreitung unter Insassen – Flüchtling getötet

Calais: Migranten-Krieg gegen Autofahrer – jede Nacht gefährliche Crashs am Eurotunnel

 

Mögen Sie unsere Artikel?
Unterstützen Sie EPOCH TIMES
HIER SPENDEN